Donnerstag, 30. Januar 2014

Ich sag's mit Blumen! #diy

Nichts ist dröger als ein Fest, bei dem nur Reden geschwungen werden.
Wo der Onkel vom Cousin des Großneffen auch noch das Glas heben muss,
um noch einmal dasselbe zu sagen wie all die Redner zuvor.
Man rutscht auf dem Stuhl hin und her, verkneift sich ein Gähnen.
Und würd so gern doch einfach nur eines: endlich feiern.

Daher lass ich heut' mal die großen Worte.
Und sag' einfach nur ein kleines: DANKE!
Dafür, dass ihr immer mal wieder auf einen Klick vorbei schaut,
oder sogar einen kleinen Gruß in Form eines Kommentars hinterlasst.
Bei Facebook eifrig verfolgt, was die schoenstebastelzeit so treibt,
oder bei Instagram mit mir über so manchen Schnappschuss schmunzelt.

Lange habe ich überlegt, mit was ich Euch allen eine kleine Freude bereiten könnte.
Schon wieder eine Verlosung? Nö! Es sollte nicht nur einer gewinnen. Sondern alle.
Daher sag ich's mit Blumen, und schenk' Euch wunderbar frühlingshafte

Tulpen fürs Sofa - meine COUCH-TULIPS


Ihr bekommt nicht das fertige Blümchen. Sondern das Schnittmuster dazu.
So könnt ihr Euch die Couch-Tulips nähen, die am besten zu Euch passen.
In frischem Grün. In dezentem Weiß. In knalligem Pink. In geheimnisvollem Lila.

Unsere Couch-Tulips sind bunt. Und aus kuscheligem Cord.
Das kleine Fräulein hat sich gleich die große Tulpe (43cm x 50cm) geschnappt.
Sie eignet sich auch prima als Sitzkissen. Oder als weiches Laptop-Tablett,
wenn man mal nicht im Büro sitzen, sondern auf dem Sofa surfen mag.
Die kleine Tulpe (33 x 35 cm) ist die Ratz-Fatz-Variante der großen. Einfach rechts auf rechts gelegt,
drumrum genäht, ausgestopft - und fertig ist der Mini-Frühblüher fürs Kuscheleck.


Lust auf Couch-Tulips bekommen?
Dann holt Euch ---> HIER! das Schnittmuster.
Außerdem solltet ihr folgendes zu Hause haben:
  • 60 x 60 cm Lieblingsstoff (doppelt gelegt für die große Tulpe), 40 x 40 cm Lieblingsstoff (ebenfalls doppelt gelegt) für die kleine Tulpe
  • für die große Tulpe zudem: einen 12 x 160 cm breiten Seitenstreifen aus Stoff (meiner ist aus zwei Stoffstreifen zusammen gesetzt, sieht man kaum)
  • Nähgarn in der Lieblingsfarbe
  • Füllwatte (bei mir: Fülle aus einem günstigen Kissen vom Möbelschweden)
Für beide Schnittmuster gilt:
  • ausdrucken und zusammenkleben
  • Stoffe zuschneiden. Die Nahtzugabe ist bereits in den Schnittmustern enthalten.
  • bitte beachten: Ihr müsst den Stoff zur Hälfte falten, so könnt ihr im Bruch zuschneiden. Der Vorteil dabei: Ihr bekommt zwei identisch gleiche Tulpenseiten. 
Die große Tulpe geht so: 
  • Eine Seite des Stoffstreifens rechts auf rechts an die Tulpenseite nähen. Klappt die kurze Seite einmal etwa 2 cm um, bevor ihr anfangt, den Streifen festzunähen. Und dann geht's los. Einmal rund um die Tulpe. Das zweite Ende ebenfalls 2 cm umklappen, und festnähen - so, dass es etwas überlappt, das macht Euch nachher das Vernähen etwas einfacher. 
  • Jetzt nehmt ihr das zweite Tulpenteil und näht es rechts auf rechts an die noch freie Streifenkante. 
  • Kleiner Tipp für die Blütenspitzen: Bis etwa ein Zentimeter zur Spitze nähen, Nadel in der Machine lassen, Füßchen heben, und Kante mit der Schere etwas einschneiden. So lässt sich das Ganze besser unter der Maschine wenden, und die Spitzen werden wirklich spitz. 
  • Die Tulpe durch die Öffnung im Seitenstreifen wenden, mit Füllwatte gut ausstopfen - vor allem in den Blütenspitzen -, und von Hand vernähen. 
Die kleine Tulpe ist wirklich in wenigen Minuten genäht:
  • Den Stoff rechts auf rechts legen. Mit dem normalen Geradstich einmal rundherum nähen. Aber Achtung: Vor lauter Euphorie nicht die Wendeöffnung vergessen, diese am besten am Tulpenboden platzieren. 
  • Wenden. Das Kissen mit Füllwatte ausstopfen. Öffnung von Hand vernähen. Fertig. 


Bei uns sind die beiden Couch-Tulips ein richtiger Farbtupfer zwischen den dezenten Brauntönen.
Umso fröhlicher machen sie uns an trüben Wintertagen. Und scheint die Sonne drauf,
dann leuchten sie in ihren knalligen Farben. Noch einen Vorteil haben sie:
Sie verblühen nicht. An ihnen werden wir lange Freude haben.


Ich hoffe, diese Freude kann ich ein kleines bisschen an Euch weitergeben.
Vergesst bitte nicht: Ich bin keine gelernte Schneiderin,
und auch noch weit davon entfernt, ein absoluter Näh-Crack zu sein.
Der Schnitt ist für mich absolute Premiere - ich hab ihn nur aufgezeichnet.
Das Einscannen, hübsch machen, und online stellen, das hat der Herr von Schneck übernommen.
Somit sind die Couch-Tulips ja wirklich ein kleines Familienprojekt.
Ich hoffe einfach, dass sie Euch gelingen mögen.

Und wenn ihr Fragen habt: Dann her damit! Mailt mir einfach unter freude@schoenstebastelzeit.de.
Grandios fände ich es ja, wenn ihr mir Fotos von Euren genähten Couch-Tulips schicken würdet.
Kommen ein paar zusammen, richte ich ein Pinterest-Board ein - oder schau' mir dann auch mal an,
wie man eine Link-Party organisiert, damit ihr Euch direkt verlinken könnt.

Jetzt aber genug der Worte: Es wird gefeiert!
Ein Hoch auf Euch alle!

Eure

katja

PS: Übrigens - wenn ihr die Tulips unten nicht rund näht, sondern eckig,
dann habt ihr ein wunderbares Königskronenkissen! Probiert es einfach mal aus!

PPS: Und weil die Tulips wirklich mal was sind, das ich auch für mich genäht habe,
schick ich sie jetzt gleich noch zur großen Sammlung von "RUMS",
jeden Donnerstag organisiert von der lieben Muddi. My first time! Wie aufregend!

PPPS: Heißt es wirklich PPPS, wenn man nach einem zweiten PS noch mal was zu sagen hat?
Aber auch das muss einfach raus: Die Tulips sind wahres Kopfkino - entstanden in meinem Oberstübchen,
dann zu Papier gebracht und letztendlich in Stoff verwandelt.
Daher dürfen die Tulips bei der Aktion "Kopfkino" von Scharly Klamotte nicht fehlen.
Thanks a lot für die Idee!

Couch-Tulips:
(c) schoenstebastelzeit - katja sommer
Stoffe:
Bunter Feincord: Wagner Ludwigsburg
Feincord senf: vom Stoffmarkt
Füllwatte: G*osa Slan vom Möbelschweden

Dienstag, 28. Januar 2014

#ichzeigdirwoderhammerhängt

Ich näh' noch schnell 'ne Hose dazu.
Hab ich gesagt. Und war felsenfest überzeugt davon. Doch dann kam alles anders.
Schnell war ich nicht. Denn es war mein erstes Rendezvous mit Ösen.
Und es war alles andere als romantisch. Das Date ging gewaltig in die Hose.

#ichzeigdirwoderhammerhängt
Diesen Hashtag hab' ich noch froh gelaunt bei Instagram rausposaunt.
Wenige Minuten später hab ich mir das erste Bündchen zerschossen.
Kaum war die Öse reingeklopft, fiel sie mir auch schon wieder entgegen.
Okay, kann ja mal passieren. War das Ösenloch eben zu groß.
Ein zweiter Versuch: Loch kleiner. Hämmern. Öse drin. Aber nicht lange. Wieder ausgefranst.
Da war mein Ehrgeiz angespornt: Neues Bündchen ausgeschnitten. Vlies hinterlegt. Hehe.
Öse reingeklopft. Mit etwas Wut im Bauch geht das super. Sah vielversprechend aus.
Bündchen angenäht. Band durchgezogen. Hose verziert. Da fiel mein Blick auf die Öse.
Hätte sie gekonnt, hätte sie hämisch gekichert. Und liebevoll die Fransen um sie herum gestreichelt.
Aber wisst ihr was? Ich lass das jetzt so. Mit etwas Textilkleber hält das eine erste Tragerunde aus.
Auf Bündchenabtrennen hatte ich einfach keine Lust. Geschweige denn auf eine weitere Ösenrunde.

Et voilà: Fräuleins neue Kuschel-Tobe-Gemütlich-Kombi



Das Shirt ist aus kuscheligem Hamburger-Liebe-Sweat.
Die Hose aus elastischem Stretch-Jeans. Und weil das Fräulein bei der Stoffauswahl dabei war,
sind die Bündchen in knalligem Pink. Ihr wisst ja, rosa steht gerade hoch im Kurs.


Der Pulli ist wirklich schnell genäht. Klar, hat ja auch keine Ösen! :-P
Ist ein Raglan-Schnitt aus der neuen Ottobre.
Um dem Ganzen ein bisschen Pepp zu verleihen,
hab' ich die Nähte noch mit einem Zierstich in pink aufgepeppt.


Die Hose ist brandaktuell: Erst letzten Mittwoch ist "Pump it up" herausgekommen.
Nina Verhoeven von hedinäht steht als Zwillingsmama auf Ratz-Fatz-Projekte.
Und ich bin ja ein großer Fan von "Ich näh mal schnell..."-Sachen.
Keine Frage also, das eBook musste ich haben.


Die große Tasche vorne habe ich weggelassen. Dafür gab's bei uns eine kleine Häkel-Birne.
Damit die Hose perfekt zum Kuschelpulli passt.


Was mir besonders gut an der Pump-it-up-Hose gefällt: Sie hat Abnäher am Kinder-Popo.
So fällt sie ein bisschen schicker und sitzt nicht ganz so sackig.
Und weil ich den Schriftzug vom Birnen-Stoff so schön finde, hab ich ihn nicht einfach weggeworfen,
sondern auch noch mit dem Zierstich auf den Hosenboden appliziert.


Und jetzt leg ich noch mal den Finger in die Wunde, und zeige Euch diese blöde Zicken-Öse.
Kein Stoff im Rand, sondern drunter. Ich hab' sie jetzt tatsächlich etwas mit Textilkleber fixiert. 
Soll das Fräulein sie nachher noch schön raustoben, damit sich das alte-Bündchen-Abtrennen-und-das-neue-Bündchen-Annähen so richtig lohnt. 


Aber mittlerweile ist der Ärger etwas verraucht. Sollte heut einfach nicht sein. 
Und bei der nächsten Öse bin ich schlauer. Hinterlege Vlies UND Jersey. 
Oder habt ihr noch ein paar Geheimtipps auf Lager? Dann bitte her damit! 

Die Kuschelkombi schick' ich jetzt noch schnell zum Creadienstag von Anke. Ich bin gespannt, ob noch jemand mit Ösen gekämpft hat. Und mach' die Augen zu, so bald ich ein geplottetes Motiv sehe. Vor drei Wochen noch hab' ich gedacht, dass ich das doch nicht brauche, so einen Plotter. Aber so langsam werd ich schwach... 

Eure

katja (#oderbinichdocheinlemming)

Raglan-Pullover:
Schnitt aus der Ottobre 01/2014
Hamburger Liebe - simply pears -
Feinstrickbündchen von Michas Stoffecke
Pump-it-up-Hose:
ebook "Pump it up" von www.hedinaeht.blogspot.de
elastischer Jeans vom Stoffmarkt
Feinstrickbündchen von Michas Stoffecke
Ösen von P'rym

Dienstag, 21. Januar 2014

Rosa Recycling

Die Welt der Familie von Schneck ist seit kurzem rosa.
Auf jeden Fall eindeutig mehr rosa als je zuvor.
Denn das kleine Fräulein ist angekommen in der Phase,
die mir alle prophezeiten. Trotz hellgrüner Zimmerwände.
Und niemals ausschließlich geschlechtertreuer Kleiderauswahl.
Doch das kleine Fräulein ist nun mal ein Mädchen.
Obwohl sie ihr Parkhaus liebt, und gerne Fußball spielt.
Und so lautet die Standardantwort derzeit: R-O-S-A!

Welchen Teller magst Du? Den rosa!
Nimm doch diesen Löffel? Nein, den rosa!
Warum nicht die blaue Strumpfhose? Die rosa!
Wirklich Himbeerjoghurt? Ja, weil rosa!
Da kam mir ein furchtbarer Gedanke:
Sie mag Lyoner doch nicht nur deshalb so,
weil sie R-O-S-A ist?!??!!?

Manchmal wird's mir zu bunt - 'tschuldigung - natürlich rosa.
Aber ganz kann ich mich dem softeisfarbenen Zauber auch nicht entziehen.
Wie schön, wenn dabei ein guter Kompromiss heraus kommt:
Wie des Fräuleins neue Kleider.


In Wirklichkeit sind das gar keine neuen Kleider.
Sondern sowohl Oberteil als auch der Rock sind recycelt.
Schon lange lag hier 'ne Jeans rum, die viel zu kurz fürs Fräulein war.
Beine ab, zwei Stöffchen mit Rollsaum versehen, gerafft, und dran genäht:
Und schon war das neue Frühlingsröckchen fertig.
Ich liebe solche Ratz-Fatz-Projekte.


Damit das neue Frühlings-Outfit komplett wird,
habe ich kurzerhand noch ein Kauf-Shirt aufgemotzt.
Das Fräulein bei der Farbauswahl zu fragen, war schlichtweg überflüssig:
Welche Farbe soll die Blume bekommen? Klar: R-O-S-A.
Ich hab' dafür einfach die Stoffreste vom Rock-Recycling verwendet.


Und schon hat das kleine Fräulein ein neues Lieblingsoutfit, das es gar nicht mehr ausziehen mag.
Was nun aber bestimmt nicht heißt, dass hier künftig nur noch in R-O-S-A genäht wird.


Und ja, das Model ist ganz schön wählerisch. Es musste nicht nur die rosa Blume sein.
Sondern auch die Bestechungsminimarshmallows fürs Foto-Shooting gab's nur im rosa Schüsselchen.
Zicke? Nö. Ein ganz normales Mädchen eben.

Da ich heut' schon mal beim upcyceln bin,
wie das neudeutsch so schön heißt,
dann reihe ich mich auch mal ein in die Liste der Profi-Upcycler,
die sich jeden Dienstag bei Nina (--> klick hier!) treffen.

Happy tuesday!
Ob mit oder ohne rosa Brille!

Eure

katja

PS: Und herrje, fast hätt' ich's vergessen: Zum Creadienstag von Anke hüpf ich auch noch schnell rüber. Denn wir haben ja nicht nur recycelt, sondern waren auch noch kreativ dabei :-D



Jeans-Recycling:
Tutorial von Lillesol und Pelle
Stoffe:
Baumwollstoffe vom Händler vor Ort
Shirt und Hose:
h&m



Montag, 20. Januar 2014

Premiere für einen Pinguin

Sage nie, das kann ich nicht.
Vieles kannst Du, will's die Pflicht.
Alles kannst Du, will's die Liebe;
darum Dich im Schwersten übe.
Vieles fordert Lieb' und Pflicht;
sage nie: "Das kann ich nicht!"

Wie habe ich diesen Spruch als Kind gehasst.
Ich habe ihn immer dann gehört, wenn ich ungeduldig geworden bin.
Zugegeben, Geduld war noch nie eine meiner größten Stärken.
Aber es hat gewirkt. Und heute bin ich froh drum, dass ich ihn so oft gehört habe.
Danke, liebe Mutti. Dass Du mir nicht alles immer gleich abgenommen hast.
Sondern gesagt hast: "Das schaffst Du - wenn Du nur willst."

Als Steinbock will ich oft. Und am liebsten immer alles sofort.
Dennoch hab' ich vor einigen Dingen gewaltigen Respekt. Gerade beim Nähen.
Unglaublich, aber wahr: Zwei Jahre lang hab' ich einen Bogen um jeglichen Reißverschluss gemacht.
Aber wie das dann nun mal meistens so ist: Übung macht den Meister.

Und letztens hab' ich ein neues Näh-Monster bezwungen: die falsche Knopfleiste.
Falsch deshalb, weil's nur Druckknöpfe sind. Die bequemen Kam-Snaps.
Trotzdem: Ich war mächtig stolz drauf, als dieses Shirt fertig war.


Manchmal braucht es einfach auch einen letzten Anstupser,
den berühmten Tritt in den Hintern, um sich an ein Projekt zu machen.
So war es auch hier. Kaum war der tolle "Ringo, the Pingu" auf dem Markt,
wusste ich, für wen ich das Stöffchen vernähen werde. Aber: Die Einladung stand kurz bevor,
das Geschenk für das kleinste Familienmitglied der Gastgeber duldete also keinen Aufschub.

Also wagte ich mich ran, ans Shirt für einen Jungen. Größe 98.
DIE Gelegenheit, für das Knopf-Shirt von Lillesol und Pelle.
Nicht zu verspielt, daher durfte Ringo nur vorne auf dem Shirt Platz nehmen.
Für die Rückseite habe ich schwarzen Jersey verwendet. Die Ärmel dafür aber in rot-weiß.


Der Stoff ist von Lillestoff - und in traumhafter Qualität.
Da macht das Nähen gleich doppelt so viel Spaß,
weil sich nichts wellt oder fies verzieht beim Zuschneiden oder Nähen.
Das Design stammt übrigens von Pamela Hiltl (enemenemeins),
beim Stöbern durch meine Vorräte musste ich feststellen,
dass ich ein regelrechter enemenemeins-Fan bin.


Ganz leicht von der Hand ging mir das Einfassen der Knopfleiste nicht.
Ich werde das demnächst mit einem anderen Shirt nochmals probieren.
Dann nicht mit Feinstrick-Bündchen, sondern mit normalem Jersey.
Dann wird es hoffentlich nicht so knubbelig.


Trotzdem bin ich ganz happy mit meiner Premiere für einen Pinguin.
Was mich hingegen richtig ärgert, ist die Qualität der Fotos.
Die Schatten, der Gelbstich. Bäh! Das muss besser werden. Ich arbeite dran - versprochen.
Schließlich hat mir das Christkind ein kleines Fotozelt samt zwei Tageslichtlampen gebracht.


Und mal wieder ist ein Näh-Monster bezwungen. Aber nach dem letzten Projekt ist vor der nächsten Herausforderung. Die liegt hier schon, in Form einer Tunika-Bluse für das kleine Fräulein. Mit Biesen. Davor hab' ich bislang auch gewaltigen Respekt. Aber ich werd' mich dran machen. Schritt für Schritt. Schließlich hab' ich ihn oft genug gehört, den Spruch: "Sage nie, das kann ich nicht..."

Glaubt einfach dran: Nichts ist unmöglich!

Eure

katja

PS: Die Facebook-Leser unter Euch haben es schon mitbekommen: Mein Gedankenhüter hat es leider leider nicht ins Finale des Taschen-Wettbewerbs von Lillesol und Pelle geschafft. Schade. Aber was dennoch einen Klick wert ist: ein Blick auf all die anderen 372 Taschen.

Stoffe:
"ringo the pingu" von lillestoff / design: pamela hiltl
kombi-jersey rot-weiß von lillestoff
schwarzes Bündchen / micha's stoffecke
Schnitt:
knopfshirt basic no.24
lillesol und pelle

Montag, 13. Januar 2014

12 von 12 im Januar

Ja, ich stehe dazu: Ich bin ein Schönwetter-Skifahrer.
Blauer Himmel. Sonne, die einem im Sessellift den Rücken wärmt.
Und Schnee, der glitzert und funkelt, wie ein Diamant.
Das ist es, was mich als bekennende Eule zur Lerche werden lässt.
Geht's auf die Ski-Piste, hüpfe selbst ich zu Unzeiten aus den Federn.
Gut gelaunt, wohlgemerkt. Voller Tatendrang. Mit Reisekribbeln im Bauch.
Warum ich Euch das heute erzähle? Weil gestern genau solch' ein Tag war.
Früh aufstehen. Den Kaffee in die Thermoskanne packen.
Ab ins Auto, auf in die Berge. Und um 9.30 Uhr am Lift stehen.

Früher haben wir das oft gemacht. Freitags den Wetterbericht studiert.
Und samstags oder sonntags in die Berge gefahren. So fern sind sie hier nicht. 
In zwei Stunden sind wir im Allgäu, in drei Stunden am Arlberg. 
Gestern' waren wir nach langer Zeit mal wieder unterwegs.
Deswegen gibt's sie's erst heute, mit Verspätung,
dafür mit ganz viel Sonne und Schnee, meine 

12 von 12 im Januar 

Der Wecker klingelt um 6 Uhr. Und das, obwohl es Sonntag ist.
Aber ein Tag mit neun Sonnenstunden lockt - verspricht zumindest der Bergfex,
den Wetterexperten, den wir im Internet am liebsten befragen.


Freie Fahrt am frühen Morgen. Sie führt uns am Bodensee entlang. 
Wir sehen ihn aber nur aufm Navi - draußen ist's noch zappenduster.


Kurzer Zwischenstopp an der Grenze zu Österreich. 
Wir brauchen noch eine Vignette. Und weiter geht's. 


Ungewohnt für uns: Stille auf der Rückbank. 
Vor allem, als wir an einer großen Baustelle vorbei fahren. 
Normalerweise würde es jetzt durchs Auto schallen: "Mamaaaaa, zwei Kräääääne!"
Aber der Kindersitz ist leer. Das kleine Fräulein schlummert noch selig. 
Bei der Oma von Schneck im Reisebett. 


Hello sunshine! 
Kaiserwetter! 
Kein Wölkchen am Himmel!


Schattenspiele im Nostalgie-Lift. Das Modell ist wirklich in die Jahre gekommen. 
Man setzt sich beim Einstieg nicht, sondern man wird gesetzt. 
Mit einem dezenten Schlag der Sitzfläche in die Kniekehlen. 


Das dauert noch ein Weilchen!
Aber bei dem Ausblick...


Oma ist einfach die Beste!
Sie verwöhnt heut' nicht nur das kleine Fräulein, 
sondern auch uns: mit Schnitzelweck zum Vesper!


Ein Blitzer? Mitten auf der Skipiste! So was aber auch!
Ist ein witziger Werbegag eines bayerischen Autobauers. 
Aktiviere den Blitzer mit der Ski-Karte, flitze vor die Kamera, 
keep smiling, und lad' Dir später das Bild ausm Internet. Nette Idee!
Und ein kurioser Blickfang auf über 2000 Metern Höhe. 


Nach sechseinhalb Stunden auf der Piste tausche ich freiwillig:
Skistiefel gegen Turnschuhe. 
Boah, sind die gemütlich. 


Spät in der Nacht geht's nach Hause. 
Auf der Rückbank ist's wieder ruhig. 
Aber leer ist sie nicht mehr. Das Fräulein schlummert. 


Daheim angekommen, nur noch schnell die Skistiefel zum Trocknen aufgestellt. 
Mit Hilfe des kleinen Fräuleins. Das seine Skistiefel - aus Plüsch und besser
für die heimische Piste als für die aus Schnee geeignet - dazu platziert hat. 


Schön war's in den Bergen. Für mich wirkt so ein kleiner Spontan-Trip wie ein Kurzurlaub.
Mein Pulli riecht selbst heute noch nach kalter Winterluft, die Wangen glühen - von der Frischluft,
und ein klitzekleines bisschen auch von der prallen Wintersonne. Jetzt aber schnell ab mit meinen Fotos zu Frau Kännchen, die seit gestern wieder auf ihrem Blog alle vereint, die den 12. des Monats in zwölf Bildern festgehalten haben.

Startet gut in die neue Woche!
Egal, ob Schnee im Sonnenschein oder die ersten Tulpen
Eure Glückshormone tanzen lassen. Hauptsache, sie tanzen!

Eure

katja


Sonntag, 5. Januar 2014

GGGG - oder: Gute Gedanken gehören gehütet

Die Gedanken sind frei. Bei mir manchmal so frei,
dass sie sich von einem Stockwerk ins nächste verflüchtigen.
Und ich dann im Keller stehe, und nicht mehr weiß, warum ich hinunter gelaufen bin.
Deswegen liegen hier auch überall Notizzettel. In jedem Stockwerk.
Denn was ich einmal aufgeschrieben habe,vergesse ich nicht mehr. Zumindest meistens.

In den letzten Tagen lagen hier unzählige Zettel. Der vielen Feste wegen.
Erst jetzt - das neue Jahr ist schon fünf Tage alt - kommen wir so langsam in ruhigeres Fahrwasser.
Können die Seele mal baumeln lassen, einen Abend auf dem Sofa vergammeln.
Oder Pläne schmieden für das neue Jahr. Was wartet wohl 2014 auf uns?

Nachdem ich schon letztes Jahr meine To-Do-Listen umbenannt habe,
sie fortan konsequent nur noch Could-do-Listen nenne,
habe ich die Tage einen weiteren Entschluss gefasst:
Ich sammle 2014 nicht nur Aufgaben. Sondern auch schöne Gedanken.
Und zwar in einem Gedankenhüter.


Der Gedankenhüter ist eigentlich ein Kosmetiktäschchen?
Bingo! Das habt ihr richtig erkannt! Und das ist auch gut so!
Denn der Gedankenhüter ist mein Beitrag zum Näh-Wettbwerb von Julia (Lillesol und Pelle).
Sie hat ein kostenloses Schnittmuster für ein solches Täschchen bereit gestellt,
und dazu aufgerufen, was Tolles daraus zu machen - egal wie verrückt, bunt, ausgefallen.
Und irgendwann war die Idee da. Mein Täschchen soll Wertvolles hüten: meine Gedanken.


Das Schnittmuster war schnell ausgedruckt. Dann aber die Qual der Wahl. Welchen Stoff nehme ich?
Letztendlich hab' ich mich für eine Kombi entschieden, an der ich mich nicht satt sehen kann:
kräftiges Rot mit weißen Punkten, kombiniert mit sattem Jeansblau und Wollfilz in grau.
Schließlich soll mich der Gedankenhüter ja das ganze Jahr über begleiten.
Und da das Täschchen vor allem gute Gedanken aufbewahren soll, wurde das Futter grün.
Grün wie die Hoffnung, dass es 2014 viele gute Gedanken geben wird.


Die Vorderseite ziert eine große Gedankenblase, darin die Jahreszahlen 2014.
Es war ein ganz schönes Gefrickel, bis ich diese aus dem Wollfilz geschnitten hatte.
Und was meinte der Herr von Schneck dazu? "Sieht irgendwie gekauft aus!" *hmpf*
Nein, die sind wirklich selbst gemacht. Mit Schere und Bastel-Skalpell.


Auf die Rückseite habe ich ein kleines Jeans-Einsteck-Täschchen genäht.
Gerade groß genug, um einem Bleistift ein gemütliches Zuhause zu bieten.
Und weil man Glück nie genug haben kann, gab's als Zierde einen Häkel-Klee als Deko.


Gefüttert habe ich das Täschchen übrigens doppelt, damit es genug Stand erhält.
Der Außenstoff wurde mit Volumenvlies verstärkt, das Innenfutter mit dünner Vlieseline.


Ein Blick ins Innenleben: Auf der einen Seite habe ich drei Halterungen angebracht.
Die Mitte ist reserviert für einen kleinen Notizblock, passend zum Täschchen.
Damit man immer einen Zettel parat hat, wenn ein guter Gedanke vorbei kommt.
Rechts und links sind bei mir Handcreme und Lippenpflegestift eingezogen.
Dinge, die ich am liebsten auf dem Nachtisch habe - denn dort wird der Gedankenhüter stehen.


Auf der anderen Seite wieder mal ein Glücksklee, dieses Mal allerdings aus Jeans.
Er dient als Halterung für einen Karabiner. Meiner hält derzeit ein Herz aus Filz.
Eine Spielerei mit Symbol-Charakter: Damit man niemals vergisst, woran sein Herz hängt.


Nicht mehr wegzudenken von den schoenstebastelzeit-Täschchen ist der Reißverschluss-Baumler.
Der ist einfach furchtbar praktisch. Kein Gefummel mehr am Mini-Reißverschluss,
sondern schnelles Öffnen und Schließen des Täschchen. So schick ich viele Taschenbaumler finde,
ich lande irgendwie immer bei den Holzkugeln. Im Fall des Gedankenhüters einfach noch mal
kombiniert mit einem grünen Häkel-Klee.


Hach, irgendwie bin ich verliebt in meinen Gedankenhüter.
Und bin schon fleißig dabei, ihn zu füllen. Mit der Hoffnung, dass so mancher Gedanke mehr wird.
Nämlich Wirklichkeit. Und somit unser Jahr ein erfülltes wird. Abwechslungsreich. Lebensbunt.


Ab jetzt heißt es Daumendrücken. Denn der Gedankenhüter reiht sich ein in eine Sammlung ganz wunderbarer Taschen.
Ihr müsst unbedingt mal --> hier vorbei surfen, und schauen, was sich all die anderen haben einfallen lassen.
20 Täschchen wird Julia gemeinsam mit ihren Probenäh-Mädels ins Finale wählen. Allein bei diesen 20 dabei zu sein,
wäre schon grandios. Vom Gewinn träume aber natürlich auch ich - ganz heimlich, still und leise.
Schließlich gibt es eine Flatrate zu gewinnen. Nicht etwa fürs Handy. Sondern für Julias tolle eBooks,
pfiffige Schnittmuster für kleine Jungs und Mädels.


Ja, und auch das wollte ich mal noch loswerden: Danke für den tollen Blog-Start in 2013.
Fürs Lesen. Kommentieren. Liken. Egal, ob hier, bei Facebook oder Instagram. *rüberwink*
Es ist mir allergrößtes Vergnügen!

Ich wünsche Euch allen ein tolles Jahr 2014.
Hütet sie gut, Eure Gedanken.
Sie sind wertvoll. Sie sind frei.

katja


Gut zu wissen:
Freebook von Lillesol und Pelle 
Tutorial: Reißverschluss ohne Gnubbel von Pech & Schwefel
Stoffe: alle vom Stoffmarkt
Wollfilz: www.aprilkind.de