Donnerstag, 18. Mai 2017

Shoot the shooter #rums

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Wenn zwei Näh-Blogger eine Reise tun, um wiederum andere Näh-Blogger zu treffen - was glaubt ihr, wie viel die sich zu erzählen haben? Eine jede Menge, sag ich Euch. Änni und ich hatten große Pläne, als wir vor zwei Wochen in Stuttgart gestartet sind, um einen Teil der Näh-Connection-Botschafter zu treffen. Die Frage "Wir shooten, oder?" war eher eine rhetorische. Denn wir sahen sie schon vor uns, die Bilder. Die Voraussetzungen hätten auch besser nicht sein können. Ein Sweater in zart-rosé, der andere in kontrastierendem Navy. Zweieinhalb Tage Zeit. Eine coole Location. Unzählige Bloggerkolleginnen vor Ort, und alle mit dem Blick für ein gutes Foto. Aber ihr wisst ja: Irgendwas ist immer. So kam es, dass wir den Freitag verquatscht, den Samstag verbummelt und den Sonntag dann bei Regen auf der Autobahn verbracht haben. Im Gepäck: viele Erinnerungen - aber kein einziges Outfit-Foto! Warum ihr heute trotzdem meinen neuen Sweater seht? Weil nichts über eine zweite Chance geht - und wir beim  Nähtreff der #sew7-Crew am vergangenen Samstag erst mal auf die Auslöser statt aufs Pedal unserer Nähmaschinen gedrückt haben:

Freitag, 12. Mai 2017

12 von 12 im Mai und ein DANKE, dass ihr da seid!

Alles okay bei Dir? Mails und Nachrichten mit dieser Frage tauchen gerade immer wieder in meinem Postfach auf.  Ja - man liest und sieht gerade sehr, sehr wenig von mir. Sowohl hier auf dem Blog als auch auf Instagram und Facebook. Und ich selbst mag diesen Zustand überhaupt nicht leiden. Denn: Mir fehlt das Bloggen. Mir fehlt das Nähen. Mir fehlt das fröhliche Geplauder, der schnelle Austausch in den sozialen Netzwerken. Aber was mir gerade vor allem fehlt ist: Zeit. Ja, man könnte jetzt sagen, dass ich einfach die Prioritäten falsch setze. Doch so simpel ist die Rechnung nicht immer. Manchmal holen einen Ereignisse auch einfach ungefragt ein, und dann bleibt nur eines: reagieren und handeln. Ob man will oder nicht. Seit letztem Sommer hängen wir in dieser Schleife - weil wir von einem Tag auf den anderen einen schwerkranken Opa und eine pflegebedürftige Oma zu stemmen hatten und haben. So langsam kommen wir in ruhigere Fahrwasser, immer mehr ist organisiert, manches wird zur Routine. Aber: Wir haben auch gelernt, uns Unterstützung zu holen - oder mal Nein zu sagen. Beides Dinge, die mir schwer gefallen sind. Gesteht man damit gewissermaßen doch auch das eigene Scheitern ein. Ja, ernste Worte heute auf dem Blog. Aber sie müssen jetzt einfach mal raus. Nicht als Entschuldigung. Sondern als Erklärung - und weil ich mich heute morgen ernsthaft bei dem Gedanken ertappt habe, ob ich überhaupt die zwölf Bilder des zwölften Tag des Monats online stellen soll. Aber ja, ich möchte. Um wenigstens an diesem Format festzuhalten. Und um ein kleines Lebenszeichen nach draußen zu senden: Es gibt mich noch! Und vor allem um DANKE zu sagen. Danke, dass ihr trotz Flaute immer wieder hier vorbei schaut! Und so nehm ich Euch heute sehr gerne mit in unseren Alltag - zu unseren zwölf Bilder vom zwölften Tag des Monats Mai:

1) Raus aus dem Bett, ran ans Freundebuch: Diesen morgendlichen Elan hat das Fräulein nicht von mir.
2) Obstgruß und Brezel auf dem Teller: Ich liebe es, wenn der Mann Frühstück macht - unter der Woche.
3) Haare gebändigt: Ich würde ja so gerne schön flechten können. Kann ich aber nicht.
4) Mistekiste: Den Postboten verpasst. Dabei hat der was Schönes im Gepäck #stoffsucht

Mittwoch, 12. April 2017

12 von 12 im April

Große Pläne hatte ich für heute. So große Pläne, dass ich fast vergessen hätte, dass heute ja der Zwölfte ist. Großeinkauf beim Möbelschweden stand auf dem Plan. Ihr wisst ja: #mynewcreativeworkspace wartet immer noch auf Vollendung. Die Einkaufsliste war gedruckt, alle Artikel vorrätig, die Freundin mit dem großen Auto stand in den Startlöchern - und dann wird die Riesenbaustelle auf der Autobahn über Nacht einfach mal umgebaut. Die Folge: RiesenVerkehrsChaos auf genau der Strecke, die ich heute hätte fahren müssen. Einkauf also schweren Herzens abgeblasen und auf nächste Woche verschoben. Das war die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht? So hatte ich wenigstens Zeit für die Aktion #12von12. Was hier heute also statt Großeinkauf und Möbelschrauben los war? Schaut sie Euch an, unsere zwölf Bilder vom zwölften Tag des Monats:

1) Letzter Kindergartentag vor den Osterferien: Und das Fräulein trägt ihr neues Hasen-Shirt.
2) Mistekiste: Seit dem frühen Morgen geht auf der A8 gar nichts mehr.
Auch wenn es nur meine Befürchtungen bestätigt und meine Entscheidung richtig war. Es wurmt mich!
3) Nervennahrung für mich: wahnsinnig leckere Blueberry-Ostereili aus der Schweiz.
4) Das bisschen Haushalt: das Bett vom Fräulein richte ich besonders gern. 

Mittwoch, 5. April 2017

Noch größer und noch internationaler: die h+h cologne 2017

Und sie boomt weiter, die Handarbeitsbranche! Kein Wunder, dass die internationale Fachmesse für Handarbeit und Hobby mit einem neuen Rekordergebnis geschlossen hat. Fast 16000 Besucher aus 75 Ländern kamen am Wochenende zur h+h nach Köln. Drei Tage lang wurden dort an mehr als 420 Ständen die Neuheiten und Trends der Handarbeitsbranche präsentiert. Konkret heißt das: Stoffe streicheln, Designs bewundern, neue Materialien testen und fühlen, Firmen entdecken, Kontakte knüpfen - und einen kleinen Blick in die Zukunft der Handarbeitsszene werfen. Drei Tage lang habe ich mich in den Messetrubel gestürzt. Heimgekehrt bin ich nicht nur mit tollen Erinnerungen - im Gepäck hab' ich vor allem auch ein paar interessante Zahlen und Fakten rund um unser Lieblingshobby.

Sonntag, 12. März 2017

12 von 12 im März

Hallo Frühling! Da bist Du ja! Nach einer Woche im Tiefschnee fühlst Du Dich doppelt so gut an! Vorgestern haben wir noch unser Auto freigeschaufelt, aus fluffig weichem Neuschnee, der uns locker bis zu den Knien und dem Fräulein sogar an manchen Stellen fast bis zum Bauch reichte. Denn alles, was hier in Deutschland in der vergangenen Woche als Regen runter kam, fiel im Zillertal auf 1600 Metern Höhe als dicke, weißen Flöckchen vom Himmel. Seit zwei Tagen sind wir wieder zuhause - und noch immer etwas im Urlaubsmodus. Der Alltag darf dann morgen wieder beginnen. Was heute hier so los war? Schaut sie Euch an - unsere zwölf Bilder vom zwölften Tag des Monats:

1) Familienkuscheln am Morgen: Elsa, Anna und Olaf sind auch mit von der Partie.
2) Herrlich! Vitamine und frische Tulpen zum Frühstück.
3) Facebook spült mir diese schöne Erinnerung in die Timeline: Das damals wirklich noch kleine Fräulein und ich im ersten gemeinsamen Skiurlaub in den Südtiroler Bergen. Hachz!
4) A little bit of #workworkworkworkwork: Weil das Postfach im Urlaub ganz schön voll gelaufen ist. 

Dienstag, 28. Februar 2017

Schneeflöckchen, Weißröckchen: Kostüm fürs Fräulein

Fasnet isch! Und Fasnet ist so vieles! Auf jeden Fall dort, wo ich herkomme - vom Rande des Schwarzwalds. Dort kommt keiner an der Fasnet vorbei. Die Fasnetstage sind Feiertage. Höchste Feiertage. Ich bin mit der Fasnet aufgewachsen. Marschierte bereits als kleines Mädchen bei den Tanzmariechen mit, sprang später als Teenager bei der Garde in den Spagat - und als Erwachsene erfüllte ich mir später den Wunsch nach einem eigenen Narrenkleid. Ganz klassisch, mit von Hand geschnitzter Holzlarve und einem eigens für mich genähten Häs. 20 Jahre lang bin ich fast jede Saison hinein geschlüpft. Jetzt, mit dem kleinen Fräulein, pendeln wir zwischen der Schwarzwälder Fasnet und dem hiesigen Fasching. Ginge es nach ihr, wären das ohnehin zwei unterschiedliche Dinge: "An Fasnet gehen wir zur Oma. An Fasching geh' ich in die Kita!" Geht leider nicht - weil's dasselbe ist. Aber egal, ob Fasching, Fasnet oder Karneval: ein Kostüm musste her. Fürs Fräulein stand bereits vor Wochen fest: Ich geh' dieses Jahr als Schneeflöckchen!

Dienstag, 21. Februar 2017

Wir locken den Frühling #probenähen #kidsstyle

Kennt ihr den Februar-Blues? Mich erwischt er jedes Jahr. Und er hat durchaus schizophrene Züge. Denn im Februar bin ich immer hin- und hergerissen. Zwischen der unbändigen Lust auf Frühling einerseits. Und der Vorfreude auf Pulverschnee und Skivergnügen andererseits - denn wir gehen meist erst im März in die Skiferien. Und so hänge ich zu dieser Jahreszeit immer ein bisschen zwischen diesen beiden Welten. Mir geht das Herz auf, wenn ich mich via Webcam an unseren Urlaubsort in den Bergen beame, und dort den Schnee glitzern sehe. Dann kann ich es kaum erwarten, dort zu sein, und über die Pisten zu sausen. Genauso sehr freue ich mich aber auch über die ersten warmen Sonnenstrahlen, die morgens mein Büro in wunderbares Licht tauchen. Über das Vogelgezwitscher da draußen. Und das erste Grün, das aus der Erde sprießt. Genau an solch einem Tag hab' ich den neuen Mantel fürs Fräulein genäht:

Sonntag, 12. Februar 2017

12 von 12 im Februar

Ich liebe Sonntage! Sonntage, an denen alles kann und nichts muss. Gibt's leider viel zu selten. Aber hin und wieder gelingt es mir, den Sonntag bei uns unverplant zu lassen. So wie heute. Wir haben ausgeschlafen, uns tierisch über die Sonnenstrahlen gefreut, die durch die Rolladenritzen ins Schlafzimmer funkelten, und uns erst am Frühstückstisch Gedanken darüber gemacht, was wir denn mit diesem Tag anstellen könnten. Wann hatten wir das eigentlich zum letzten Mal? Muss ganz schön lange her sein. Was hier dann heute so los war? Schaut sie Euch an - unsere zwölf Bilder vom zwölften Tag des Monats:
1) Die Tage bei Twitter gelesen und heut morgen spontan dran gedacht:
"Alt bist Du, wenn Du um 8.30 Uhr aufwachst und denkst: Geil, ausgeschlafen!"
2) Im Pyjama an den Frühstückstisch geschlumpft, und mit Kaffee empfangen worden. Herrlich!
3) Geschenk vom kleinen Fräulein: ein Stück ihres Schokocroissants. Dabei mag ich die ohne viel lieber...
4) Blumenwiese gegen Stern getauscht: der neue Teppich im Kinderzimmer ist ein Volltreffer. 

Donnerstag, 9. Februar 2017

my new creative workspace: die Planung

Wenn's ums Renovieren geht, ticken mein Mann und ich grundsätzlich verschieden. Ich bin die Euphorie in Person, und sehe bereits das fertige Ergebnis vor meinem inneren Auge, bevor wir überhaupt angefangen haben. Und er? Er muss erst überzeugt werden. Immer. Denn statt eines fertig renovierten oder umgebauten Zimmers sieht er vor allem erst einmal die Arbeit und die Kosten. Zugegeben - das sind zwei Faktoren, die eine nicht unerhebliche Rolle beim Renovieren spielen. Und so führen wir jedes Jahr zum Jahresanfang dieselben Diskussionen. Ich schwärme, er bremst - und irgendwann steht er dann doch, der Plan fürs neue Projekt. Letztes Jahr wurde dem Flur ein neuer Look verpasst. Dieses Jahr wird's etwas aufwändiger: Wir stellen das Dachgeschoss auf den Kopf. Heraus kommen soll dabei unter anderem mein neues Arbeitszimmer - my new creative workspace. Und ich hab mir überlegt: Ich nehm Euch einfach die nächsten Wochen mit beim Umbau. Habt ihr Lust?

Freitag, 3. Februar 2017

Flammende Herzen en miniature

Das Rascheln der Zellophantüte verriet mich. Immer donnerstags. Denn donnerstags war Herzentag in der Lieblingsconfiserie. Die Verkäuferin begrüßte mich bereits mit Namen und wusste immer gleich, was sie mir einpacken sollte, wenn ich kurz vor Ende der Mittagspause meinen Kopf durch die Tür steckte. "Flammende Herzen, bitte! Aber nur eine kleine Tüte!" Dann saß ich mittags an meinem Schreibtisch. Ich hörte die Herzen förmlich rufen: "Hol uns raus!"  Und schon raschelte die Tüte. Und die Kollegen wussten Bescheid: "Frau Sommer nascht mal wieder!" Ertappt! Nun aber steht mein Schreibtisch seit über einem Jahr nicht mehr in fußläufiger Entfernung zur Lieblingsconfiserie. Sondern in unserem Dachgeschoss. Und als er mich jetzt mal wieder überkam, der Herzen-Jieper, da hab ich kurzerhand welche selbst gebacken.  Eine ganz schöne Fleißarbeit, sag ich Euch. Aber eine, die sich lohnt.

Donnerstag, 26. Januar 2017

Life is better with warm feet! #DIY

Dieser Winter hat einen Haken. Und zwar einen ganz gewaltigen. Ich habe ständig - wirklich ständig! - kalte Füße! Mag daran liegen, dass ich einen Schreibtisch-Job habe. Und meine Füße deswegen den größten Teil des Tages eben unter jenem stecken. Ein Glück, dass ich im Home-Office arbeite. Da kann ich ganz ungeniert zwei Lagen Wollsocken tragen, und zudem noch in meine neuen Puschen schlüpfen. Denn: Life is better with warm feet! Definitiv, oder? Aber weil selbst die dicksten Socken und kuscheligsten Fellpuschen es manchmal nicht schaffen, meine Eiszehen zu erwärmen, hab ich mir letzte Woche endlich schicke Hüllen für meine Wärmflaschen genäht:

Donnerstag, 12. Januar 2017

12 von 12 im Januar #hello2017

Hello 2017! Ja, ich weiß - es ist reichlich spät für Neujahrsgrüße. Aber ich möchte mich heute nicht nur heimlich, still und leise zurück auf den Blog schleichen. Sondern Euch allen von Herzen noch ein bombastisches 2017 wünschen. Ein Jahr mit vielen Höhen und wenig Tiefen. Mit viel Lachen und wenig Weinen. Mit viel Liebe und wenig Hass. Mit viel Kann und wenig Muss. Mit viel Miteinander und wenig Gegeneinander. Mit einem stets halb vollen und nicht halb leeren Glas - und für all das den richtigen Blickwinkel. Ja, ich mag den Januar. Das ganze Jahr liegt noch vor uns. Vieles können wir planen, alles nicht. Manches soll so bleiben, wie es ist. Anderes darf sich ändern. So wird es unter anderem für die zwölf Bilder am zwölften Tag des Monats künftig kein Motto mehr geben. So schön es war, das monatliche Motto. Es hat mich auch eingeschränkt. Und stand der schönen Grundidee der Aktion - einfach Bilder aus dem Alltag zu zeigen - im Weg. Ich möchte die Fotos spontan machen. Aus der Situation heraus. Denn genau das mag ich an dem Format. Hier sind sie also, die ersten "12 von 12" des Jahres 2017:

1) Quick-Start in den Tag: eiskalte, gestern geschnippelte Ananas aus dem Kühlschrank.
2) Sesam, öffne Dich: Schnell mit dem Auto los. Ein paar Besorgungen machen.
3) Winter, wie ich ihn nicht mag: nass, matschig, und mit Splitt. Viel Splitt.
4) Lieblingsspruch: Allein die Vorstellung, das jetzt einfach sofort zu tun, hilft in doofen Situation.