Dienstag, 28. Februar 2017

Schneeflöckchen, Weißröckchen: Kostüm fürs Fräulein

Fasnet isch! Und Fasnet ist so vieles! Auf jeden Fall dort, wo ich herkomme - vom Rande des Schwarzwalds. Dort kommt keiner an der Fasnet vorbei. Die Fasnetstage sind Feiertage. Höchste Feiertage. Ich bin mit der Fasnet aufgewachsen. Marschierte bereits als kleines Mädchen bei den Tanzmariechen mit, sprang später als Teenager bei der Garde in den Spagat - und als Erwachsene erfüllte ich mir später den Wunsch nach einem eigenen Narrenkleid. Ganz klassisch, mit von Hand geschnitzter Holzlarve und einem eigens für mich genähten Häs. 20 Jahre lang bin ich fast jede Saison hinein geschlüpft. Jetzt, mit dem kleinen Fräulein, pendeln wir zwischen der Schwarzwälder Fasnet und dem hiesigen Fasching. Ginge es nach ihr, wären das ohnehin zwei unterschiedliche Dinge: "An Fasnet gehen wir zur Oma. An Fasching geh' ich in die Kita!" Geht leider nicht - weil's dasselbe ist. Aber egal, ob Fasching, Fasnet oder Karneval: ein Kostüm musste her. Fürs Fräulein stand bereits vor Wochen fest: Ich geh' dieses Jahr als Schneeflöckchen!

Dienstag, 21. Februar 2017

Wir locken den Frühling #probenähen #kidsstyle

Kennt ihr den Februar-Blues? Mich erwischt er jedes Jahr. Und er hat durchaus schizophrene Züge. Denn im Februar bin ich immer hin- und hergerissen. Zwischen der unbändigen Lust auf Frühling einerseits. Und der Vorfreude auf Pulverschnee und Skivergnügen andererseits - denn wir gehen meist erst im März in die Skiferien. Und so hänge ich zu dieser Jahreszeit immer ein bisschen zwischen diesen beiden Welten. Mir geht das Herz auf, wenn ich mich via Webcam an unseren Urlaubsort in den Bergen beame, und dort den Schnee glitzern sehe. Dann kann ich es kaum erwarten, dort zu sein, und über die Pisten zu sausen. Genauso sehr freue ich mich aber auch über die ersten warmen Sonnenstrahlen, die morgens mein Büro in wunderbares Licht tauchen. Über das Vogelgezwitscher da draußen. Und das erste Grün, das aus der Erde sprießt. Genau an solch einem Tag hab' ich den neuen Mantel fürs Fräulein genäht:

Sonntag, 12. Februar 2017

12 von 12 im Februar

Ich liebe Sonntage! Sonntage, an denen alles kann und nichts muss. Gibt's leider viel zu selten. Aber hin und wieder gelingt es mir, den Sonntag bei uns unverplant zu lassen. So wie heute. Wir haben ausgeschlafen, uns tierisch über die Sonnenstrahlen gefreut, die durch die Rolladenritzen ins Schlafzimmer funkelten, und uns erst am Frühstückstisch Gedanken darüber gemacht, was wir denn mit diesem Tag anstellen könnten. Wann hatten wir das eigentlich zum letzten Mal? Muss ganz schön lange her sein. Was hier dann heute so los war? Schaut sie Euch an - unsere zwölf Bilder vom zwölften Tag des Monats:
1) Die Tage bei Twitter gelesen und heut morgen spontan dran gedacht:
"Alt bist Du, wenn Du um 8.30 Uhr aufwachst und denkst: Geil, ausgeschlafen!"
2) Im Pyjama an den Frühstückstisch geschlumpft, und mit Kaffee empfangen worden. Herrlich!
3) Geschenk vom kleinen Fräulein: ein Stück ihres Schokocroissants. Dabei mag ich die ohne viel lieber...
4) Blumenwiese gegen Stern getauscht: der neue Teppich im Kinderzimmer ist ein Volltreffer. 

Donnerstag, 9. Februar 2017

my new creative workspace: die Planung

Wenn's ums Renovieren geht, ticken mein Mann und ich grundsätzlich verschieden. Ich bin die Euphorie in Person, und sehe bereits das fertige Ergebnis vor meinem inneren Auge, bevor wir überhaupt angefangen haben. Und er? Er muss erst überzeugt werden. Immer. Denn statt eines fertig renovierten oder umgebauten Zimmers sieht er vor allem erst einmal die Arbeit und die Kosten. Zugegeben - das sind zwei Faktoren, die eine nicht unerhebliche Rolle beim Renovieren spielen. Und so führen wir jedes Jahr zum Jahresanfang dieselben Diskussionen. Ich schwärme, er bremst - und irgendwann steht er dann doch, der Plan fürs neue Projekt. Letztes Jahr wurde dem Flur ein neuer Look verpasst. Dieses Jahr wird's etwas aufwändiger: Wir stellen das Dachgeschoss auf den Kopf. Heraus kommen soll dabei unter anderem mein neues Arbeitszimmer - my new creative workspace. Und ich hab mir überlegt: Ich nehm Euch einfach die nächsten Wochen mit beim Umbau. Habt ihr Lust?

Freitag, 3. Februar 2017

Flammende Herzen en miniature

Das Rascheln der Zellophantüte verriet mich. Immer donnerstags. Denn donnerstags war Herzentag in der Lieblingsconfiserie. Die Verkäuferin begrüßte mich bereits mit Namen und wusste immer gleich, was sie mir einpacken sollte, wenn ich kurz vor Ende der Mittagspause meinen Kopf durch die Tür steckte. "Flammende Herzen, bitte! Aber nur eine kleine Tüte!" Dann saß ich mittags an meinem Schreibtisch. Ich hörte die Herzen förmlich rufen: "Hol uns raus!"  Und schon raschelte die Tüte. Und die Kollegen wussten Bescheid: "Frau Sommer nascht mal wieder!" Ertappt! Nun aber steht mein Schreibtisch seit über einem Jahr nicht mehr in fußläufiger Entfernung zur Lieblingsconfiserie. Sondern in unserem Dachgeschoss. Und als er mich jetzt mal wieder überkam, der Herzen-Jieper, da hab ich kurzerhand welche selbst gebacken.  Eine ganz schöne Fleißarbeit, sag ich Euch. Aber eine, die sich lohnt.