Jenseits von Afrika

Sie träumte von Afrika, als sie die Designs zeichnete: Von wilden Bisons, mächtigen Baobab-Bäumen und grazilen Gazellen, die durch die weite Steppe ziehen. Als ich das erste Mal die Skizzen von meiner Bloggerfreundin Miriam sah, träumte ich sofort von einer Gazellen-Bluse. Die Farben? Genau meins! Nicht nur das: Auch die Fotos dazu hatte ich schon fix im Kopf: Naturtöne, dürres Gras, wilde Natur - am liebsten afrikanische Steppe. Dieses Treffen, bei dem mir Miriam die Skizzen digital präsentierte, ist jetzt fast ein Jahr her. Und sagen wir's mal so: Unterm Strich können wir mit unserer Traum-Erfüller-Quote eigentlich ganz zufrieden sein.


_ Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Stoff wurde mir für das Nähen eines Designbeispiels zur Verfügung gestellt _ 

Miriams Design gibt es nämlich längst nicht mehr nur digital. hilco hat sich vier ihrer afrikanischen Entwürfe ausgesucht, und sie unter dem Kollektionsnamen "prairie" auf Stoff drucken lassen. Alle vier Designs - neben meinen Lieblingen, den Gazellen, gibt es noch das wilde Bison samt Kombi-Stoff sowie blumige Baobab-Blüten - sind Teil der Frühjahr/Sommer-Kollektion, und kommen voraussichtlich im Februar in den Handel.


Und wo ein Stoff ist, ist eine Bluse nicht weit: Natürlich habe ich "Ja" gesagt, als mich Miriam  gefragt hat, ob ich mir nach wie vor eine Bluse mit Gazellen nähen möchte. Gesagt, getan.


Ich habe zu einem ganz schlichten Schnitt gegriffen: FrauAiko von studio schnittreif. Die Teilung im Rücken ist im Schnitt vorgesehen, ich hab allerdings noch eine Paspel in meiner aktuellen Lieblingsfarbe - olivkhakidunkelgrün - eingenäht. FrauAiko hat normalerweise noch Taschen auf der Vorderseite. Die habe ich aber einfach weg gelassen. #keepitsimple


Bleibt die Frage, welcher Wunsch jetzt offen blieb? Der mit der afrikanischen Steppe! Denn die Steppe auf den Bildern ist ein klitzekleines bisschen jenseits von Afrika. Genauer gesagt hat sie so viel mit Afrika zu tun wie schwäbischer Apfelsaft mit dem Baobab-Baum. Nämlich gar nichts. Ihr habt es also auf den Bildern mit einer waschechten #fakesteppe zu tun. Das dürre Feld liegt nämlich nur wenige Gehminuten von unserem Zuhause entfernt.

#diewahrheitliegtimaugedesbetrachters













12 von 12 im September

Seit drei Tagen heißt es hier morgens wieder: "Aufstehen! Die Schule wartet" Doch heute war kein Schultag wie jeder andere. Denn heute wurden die neuen Erstklässler in der Schule des Fräuleins willkommen geheißen. Aufregend war das. Auch für die sonst mittlerweile routinierten Zweitklässler.  Schließlich sind sie ab heute nicht mehr die Kleinsten. Was ich dort gemacht habe? Die aufgeregten Erstklässler-Elternnerven mit Koffein und Süßem beruhigt. In Erinnerungen geschwelgt. Und natürlich beim Willkommenslied von über 100 Schülern und Lehrern ein paar Tränchen verdrückt.

Denn diesen schönsten Moment - der Einzug der Erstklässler ins Schulhaus - habe ich vergangenes Jahr beim Fräulein verpasst. Weil dieser Augenblick den Kindern gehört. Den Eltern bleibt die Rolle als Zaungast vor der Schultür. Ein Moment, der sinnbildlich für das steht, was bei der Einschulung passiert: Man lässt das Kind wieder ein Stück weiter ziehen auf seinem Lebensweg. Umso schöner war's, das heute noch einmal mit zu erleben. Aber bevor ich hier sentimental werde, schaut sie Euch an - unsere zwölf Bilder vom zwölften Tag des Monats:

1) Los geht's: Heute ist Einschulung an unserer Grundschule. Und wie es die Tradition will,
bewirten die Zweitklässler-Eltern die Erstklässler-Eltern, während die Kinder in ihrer ersten Unterrichtsstunde sind.
2) Symbolbild: Natürlich geht nichts ohne Schultüte an diesem großen Tag!
3) Schön geschmückt: Sogar das Schulhaus heißt die neuen Schüler willkommen.
4) Es ist angerichtet: Die Gäste können kommen.

5) Sympathisch: meine Entdeckung im Elternbeiratsschrank unserer Schule.
Denn es gibt nicht immer nur was zu tun, sondern auch genug Anlässe zum Feiern.
6) Heimatidylle: Ich liebe unseren alten Ortskern mit seinen schönen Fassaden.
7) Back at home: Es erwartet mich mein derzeitiger Endgegner.
Fusseln. Überall. Dank neuem Badezimmerteppich mit viel Flausch.
8) Nachmittagsroutine: Hausaufgaben. 

9) Überall Erstklässler: Eine liebe Freundin des Fräuleins kommt am Samstag in die Schule,
und bekommt als Begleiter einen kuscheligen Sorgenfresser an die Seite
10) Selbst ist das Fräulein: Die Postkarte für einen Freund gestaltet sie gleich selbst.
11) Ohne Worte: Wer Weihnachtslieder auf CD hört, kann auch Spekulatius in der Brotdose haben, oder?
12) Mein Abendprogramm: Ich geh zum Treffen der Kreativen Rockstars 

#manlerntnieaus


Und immer wieder London...

Man mag es kaum glauben: Ich war noch NIE in London. Ich würd in der Tat sehr gerne mal über den berühmt-berüchtigten Zebrastreifen in der Abbey Road marschieren, durch Notting Hill flanieren oder bei Libertys die Kreditkarte glühen lassen. Nun denn: Bis es soweit ist, nähe ich eben London. Rauf und runter. Mal als Kleid. Mal als Tunika. Oder wie hier als ganz eigene Variante: Etwas gekürzt und mit einem Volant versehen #patternhack


London ist ein Schnittmuster aus dem Hause rapantinchen. Anjas Schnitte sind alle nach Städten benannt - aber London ist definitiv unser Favorit. Warum wir London so lieben, hab ich bereits dieses Frühjahr bei meiner #shirtwoche verraten. Neu ist bei dem aktuellen Shirt: Es hat einen Volant. Und es ist uni.


Von Senfgelb reden wir hier bitte nicht. Sprechen wir lieber von Herbstgold. Denn Senfgelb würde mein Fräulein niemals nicht tragen. Ich hab mir vorm Nähen zwar das Okay für den Farbton des neuen Shirts eingeholt, aber als das Outfit dann fertig auf der Kleiderstange hing, erntete ich statt Begeisterung erst einmal Skepsis: "Das sieht aber ganz schön erwachsen aus!"


Zum Glück reißt's die Hose raus - die ist nämlich alles andere als erwachsen. Den Jersey mit den niedlichen Hasen und floralem Print haben wir bei unserem Hamburg-Trip im Juli in gemeinschaftlicher Begeisterung bei Stoff&Stil mitgenommen. Bereits dort stand fest, dass daraus eine qiesy-Shorts von kibadoo werden wird. "qiesy" steht als Abkürzung für quick&easy - und genauso schnell ist diese Hose wirklich auch genäht.


#patternhack 
Für diese London-Variante habe ich den Schnitt in der Tunika-Größe um weitere 5 Zentimeter gekürzt. Die Teilung auf Brusthöhe hat der Schnitt ohnehin. Für die Rüsche habe ich einen 4 cm breiten Jerseystreifen auf die Breite des Vorderteils gerafft und beim Zusammennähen des oberen und unteren Vorderteils mitgefasst. Für einen noch schöneren Fall könnte man die Naht noch oben absteppen. Hab ich nicht gemacht - aber beim Einsetzen der Ärmel darauf geachtet, dass die Overlocknaht vom Einnähen der Rüsche in Richtung Kragen zeigt.


Auch dieses Outfit hab ich mal wieder flach gelegt - und zwar für den mittlerweile nahezu berühmten #flatlayfriDIY auf Instagram. Unter diesem Hashtag werden dort jeden Freitag tolle Outfits gezeigt. Einzige Bedingung der Initiatorin Ulrike von Moritzwerk: Mindestens ein Teil muss #handmade sein.  Ich find's total spannend, sich durch die verschiedenen Outfits zu klicken. Zu sehen, wie andere ihre #handmadefashion im Alltag kombinieren und im Netz präsentieren. Ich liebe diese Inspiration. Und mindestens genauso gerne wie ich mich durchklicke, bin ich selbst mit dabei.

London jedenfalls macht sich gut auf meiner ollen weißen Schreibtischplatte, die mir immer als Foto-Hintergrund dient. Anja von rapantinchen hat übrigens noch weitere Schnittmuster-Städte im Programm, die auf meiner Reise-Bucket-List stehen. Kopenhagen wäre definitiv mal ein langes Wochenende wert. Riga kann ich mir sowohl in echt als auch als Rock verdammt gut vorstellen. Und Tallinn hab ich sogar schon einmal genäht, aber noch nicht bereist.

Wie war das? #nachdemurlaubistvordemurlaub













Ein Blick zurück 8/18

Man könnte meinen, wir Sommers sind nur im Urlaub. Der letzte Monatsrückblick kam aus dem hohen Norden - aus Hamburg! Und dieser hier kommt aus einem der südlichsten Zipfel Deutschlands - aus dem Allgäu. Aber natürlich reiht sich bei uns nicht nur eine Reise an die nächste. Dazwischen war ganz schön viel Alltag. Allerdings ging es etwas behutsamer zu  - denn hier sind nach wie vor Sommerferien. Und bis Sonntag werden wir morgens noch vom Gemecker der Geissens geweckt, essen Brezn statt Brezeln zum Frühstück, und winken mindestens einmal täglich dem Schloss Neuschwanstein zu.


Denn um uns so langsam in Richtung Schulalltag einzugrooven, bleibt nächste Woche noch genug Zeit.  Ganz ehrlich? Nach 44 Tagen Sommerferien wird uns die Umstellung nicht leicht fallen. Und wieder einmal bin ich dankbar für einen schönen Monat - bei meinem Rückblick wird mir alle vier Wochen aufs Neue bewusst, wie gut es uns eigentlich geht.


#august
  • ein Besuch (fast) nur fürs Fräulein: ihre Lieblingserzieherin aus Kindergartenzeiten schaute mal wieder vorbei, erst futterten wir gemeinsam Wraps, und dann genoss das Fräulein diesen Besuch nur für sich ganz alleine.
  • der 75. Geburtstag der Tante meines Mannes: Wir haben ordentlich geschwitzt zwischen Weinreben und Apfelbäumen. Aber je älter wir selbst werden - und vor allem seit dem Tod meines Schwiegervaters - erscheinen uns solche Familientreffen wertvoller denn je. 
  • Übernachtungsbesuch fürs Fräulein: mit Kino-Abend samt Popcorn auf dem Sofa, wildem Gekicher unter der Bettdecke und Schoko-Croissants zum Frühstück 
  • der Ausflug zum Baumwipfelpfad nach Bad Wildbad - auf Augenhöhe mit meterhohen Fichten und Tannen was über den heimischen Wald lernen, und zum Finale eine lange Röhrenrutsche hinunter flitzen. Toll war's! 
  • meine erfolgreiche Sushi-Premiere! Ja, richtig gelesen - ich habe bis vor kurzem noch nie Sushi gegessen. Weil ich jegliche Art von kalten Soßen und Dips - Sojasoße, Ketchup, Mayonnaise, Senf, Wasabi und Co - nicht mag. Aber dieses Sushi mit meiner Freundin Frauke war sensationell. #sayyestonewadventures
  • zwei Wochen Ferienfreizeit fürs Fräulein: morgens mit dem Papa los, abends mit ihm nach Hause - und dazwischen ganz viele, neue Menschen kennenlernen! Kostet Mut, anfangs auch etwas Überwindung, aber am Ende geht man gestärkt, mit neuem Selbstvertrauen, und der Gewissheit, neue Freunde gefunden zu haben, heraus. 
  • ein gemütlicher After-Work-Treff mit meiner Nähfreundin Conny ganz ohne Nähthemen - und dennoch war wie immer am Ende des Abends zu viel Gesprächsstoff übrig, obwohl wir ununterbrochen geschnattert haben. 
  • Ich war E.N.D.L.I.C.H. beim Steuerberater. Und rate allen, die sich selbstständig machen oder machen wollen: Macht das früher als ich. Lohnt sich. 
  • ein langer Abend mit unseren Noch-Nachbarn, den wir alle noch einmal sehr genossen haben. In wenigen Tagen steht der Umzug an, und uns allen ist das Herz schon verdammt schwer. 
  • der Oma-Urlaub von unserem Fräulein - mit ganz viel Natur, ihren geliebten Hunden und Rund-um-Verwöhnprogramm à la Großmama. Wir sind so dankbar, dass sie das erleben kann und die Zeit am Rande des Schwarzwalds in vollen Zügen genießt. 
  • im Umkehrschluss hatten der Mann und ich mehr als eine Handvoll Abende zu zweit. Und fühlten uns in die Zeit zurück versetzt, als ich mit dem Fräulein schwanger war, und alle sagten: "Geht nochmal aus, das geht so schnell nicht wieder!" Und wir es trotzdem nicht gemacht haben. Weil die Terminkalender tagsüber schon so voll sind, dass wir abends einfach mal gerne nur sind. Zu zweit auf der Terrasse mit einem eiskalten Gin Tonic. Oder - unsere wieder entdeckte Lieblingsbeschäftigung: Stundenlange Spaziergänge zu zweit über die Felder rund um unser Zuhause. Werden wir etwa alt? 
  • unsere Urlaubswoche im Allgäu. Wann immer wir auf dem Weg nach Südtirol hier vorbei gefahren sind, haben wir dem Fräulein versprochen: "Irgendwann besuchen wir Schloss Neuschwanstein!" Diesen Sommer war es soweit. Und dieses Schloss ist trotz aller Touristenmassen einfach magisch. Nach fast einer kompletten Woche hier in der Gegend können wir voller Überzeugung sagen: Das Allgäu fetzt! Wir kommen bestimmt wieder! 

Bis Sonntag werden wir hier im Süden noch etwas Kraft schöpfen für den Alltag, der uns Zuhause - und vor allem jenseits unserer Urlaubsblase - erwartet. Die Nachrichtenlage in Deutschland ist gerade keine Gute. Es macht mir Angst, was im Land passiert. Aber ich glaube fest daran: #wirsindmehr - und es ist allerhöchste Zeit, dass wir auch laut werden. Jeder auf seine Art und Weise.

#gegenrechts

Lässige GymBag #mom_edition

Jeder kennt sie. Diese Momente im Leben, in dem man dem Gegenüber - oder dem Voreinem oder Hintereinem - am liebsten eine Standpauke halten würde. Es gab sie früher schon. Etwa, wenn mir jemand in einer Warteschlange zu sehr auf die Pelle rückte. Da wollte ich jedes Mal am liebsten Patrick Swayze aus "Dirty Dancing" zitieren: "Mein Tanzbereich. Dein Tanzbereich!" Und mein Wohlfühlabstand gegenüber wildfremden Menschen beträgt auch heute noch deutlich mehr als 50 Zentimeter. Eindeutig mehr geworden sind übergriffige Momente allerdings seit der Geburt des Fräuleins. Ständig gibt es irgendwo irgendjemanden, der meint, mir sagen zu müssen, was ich zu tun oder zu lassen haben. Nach mehr als sieben Jahren weiß ich: Diskutieren ist in den meisten Fällen  zwecklos! Daher quittiere ich diese Äußerungen von fremden Menschen meist nur mit einem Lächeln. Frei nach dem Motto: Just smile!

Ich habe schon so manchen Shitstorm in diesem Mütterbusiness ausgehalten. Etwa, weil das Fräulein im Kindergarten zum Weihnachtsfest mal selbst gebackene Mini-Lebkuchenhäuschen an ihre Freunde verteilt hat. #zuckeralarm sag ich da nur. Allen Mütter von kleinen Kindern kann ich nur aufmunternd sagen: "Es wird besser!" Je älter die Kinder werden, umso lächerlicher erscheint einem so manch hitzig geführte Debatte im Kleinkindalter.

Diese lässige GymBag hab ich einer Freundin zum Geburtstag genäht. Sie steckt mit ihrem Fräulein gerade noch mittendrin im Kleinkindalter - und kann, wie sie kurz nach Auspacken der GymBag selbst bemerkt hat, den Beutel bei Bedarf nicht nur auf dem Rücken tragen, sondern auch mal demonstrativ an den Buggy hängen. #wirverstehenuns


Der Schnitt ist ein Gratis-Schnittmuster aus dem snaplymagazin. Und über solche Kleinigkeiten wie die perfekt aufeinander treffenden Nähte an der Unterseite der GymBag freue ich mich  auch nach vielen Jahren an der Nähmaschine noch #sewinggoals


Als Grundmaterialien hab ich Kunstleder und festen Canvas gewählt, so musste ich nicht mit Vlies verstärken. Premiere feierte bei dieser GymBag eines meiner neuen Kunstleder-Labels, das ich dezent auf der Rückseite angebracht habe. Was man auf den Bildern nicht sieht: Im Inneren gibt es noch ein Extra-Fach fürs Handy und ein Schlüsselband mit Karabiner.


Einen farbigen Akzent bringt das hübsche Webband von Farbenmix rein, dessen Grün sich dann im Statement-Plot auf der Vorderseite noch in zwei kleinen Details wiederholt. Unaufdringlich, aber doch aufeinander abgestimmt.


Spare 10 Prozent beim Materialeinkauf #rabattcode
Für alle, die sich jetzt auch so eine GymBag mit Statement-Plott nähen möchten, habe ich eine kleine Überraschung parat: Denn ihr könnt 10 Prozent beim Materialshopping sparen - vorausgesetzt, ihr kauft bei snaply.de ein und benutzt den Aktionscode schoenstebastelzeit. Der Code gilt von heute an bis Montag, 3. September, und ermöglicht Euch in allen Kategorien einen vergünstigten Einkauf. Und: Alle Materialien für ein GymBag wie diese gibt's dort - angefangen bei Kunstleder und Canvas über Webware für die Innentaschen bis hin zu Kordeln sowie Plotterfolien fürs Finish.

Na, wenn das nicht mal ein Grund zum Lächeln ist!