Jenseits von Afrika

Sie träumte von Afrika, als sie die Designs zeichnete: Von wilden Bisons, mächtigen Baobab-Bäumen und grazilen Gazellen, die durch die weite Steppe ziehen. Als ich das erste Mal die Skizzen von meiner Bloggerfreundin Miriam sah, träumte ich sofort von einer Gazellen-Bluse. Die Farben? Genau meins! Nicht nur das: Auch die Fotos dazu hatte ich schon fix im Kopf: Naturtöne, dürres Gras, wilde Natur - am liebsten afrikanische Steppe. Dieses Treffen, bei dem mir Miriam die Skizzen digital präsentierte, ist jetzt fast ein Jahr her. Und sagen wir's mal so: Unterm Strich können wir mit unserer Traum-Erfüller-Quote eigentlich ganz zufrieden sein.


_ Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Stoff wurde mir für das Nähen eines Designbeispiels zur Verfügung gestellt _ 

Miriams Design gibt es nämlich längst nicht mehr nur digital. hilco hat sich vier ihrer afrikanischen Entwürfe ausgesucht, und sie unter dem Kollektionsnamen "prairie" auf Stoff drucken lassen. Alle vier Designs - neben meinen Lieblingen, den Gazellen, gibt es noch das wilde Bison samt Kombi-Stoff sowie blumige Baobab-Blüten - sind Teil der Frühjahr/Sommer-Kollektion, und kommen voraussichtlich im Februar in den Handel.


Und wo ein Stoff ist, ist eine Bluse nicht weit: Natürlich habe ich "Ja" gesagt, als mich Miriam  gefragt hat, ob ich mir nach wie vor eine Bluse mit Gazellen nähen möchte. Gesagt, getan.


Ich habe zu einem ganz schlichten Schnitt gegriffen: FrauAiko von studio schnittreif. Die Teilung im Rücken ist im Schnitt vorgesehen, ich hab allerdings noch eine Paspel in meiner aktuellen Lieblingsfarbe - olivkhakidunkelgrün - eingenäht. FrauAiko hat normalerweise noch Taschen auf der Vorderseite. Die habe ich aber einfach weg gelassen. #keepitsimple


Bleibt die Frage, welcher Wunsch jetzt offen blieb? Der mit der afrikanischen Steppe! Denn die Steppe auf den Bildern ist ein klitzekleines bisschen jenseits von Afrika. Genauer gesagt hat sie so viel mit Afrika zu tun wie schwäbischer Apfelsaft mit dem Baobab-Baum. Nämlich gar nichts. Ihr habt es also auf den Bildern mit einer waschechten #fakesteppe zu tun. Das dürre Feld liegt nämlich nur wenige Gehminuten von unserem Zuhause entfernt.

#diewahrheitliegtimaugedesbetrachters













12 von 12 im September

Seit drei Tagen heißt es hier morgens wieder: "Aufstehen! Die Schule wartet" Doch heute war kein Schultag wie jeder andere. Denn heute wurden die neuen Erstklässler in der Schule des Fräuleins willkommen geheißen. Aufregend war das. Auch für die sonst mittlerweile routinierten Zweitklässler.  Schließlich sind sie ab heute nicht mehr die Kleinsten. Was ich dort gemacht habe? Die aufgeregten Erstklässler-Elternnerven mit Koffein und Süßem beruhigt. In Erinnerungen geschwelgt. Und natürlich beim Willkommenslied von über 100 Schülern und Lehrern ein paar Tränchen verdrückt.

Denn diesen schönsten Moment - der Einzug der Erstklässler ins Schulhaus - habe ich vergangenes Jahr beim Fräulein verpasst. Weil dieser Augenblick den Kindern gehört. Den Eltern bleibt die Rolle als Zaungast vor der Schultür. Ein Moment, der sinnbildlich für das steht, was bei der Einschulung passiert: Man lässt das Kind wieder ein Stück weiter ziehen auf seinem Lebensweg. Umso schöner war's, das heute noch einmal mit zu erleben. Aber bevor ich hier sentimental werde, schaut sie Euch an - unsere zwölf Bilder vom zwölften Tag des Monats:

1) Los geht's: Heute ist Einschulung an unserer Grundschule. Und wie es die Tradition will,
bewirten die Zweitklässler-Eltern die Erstklässler-Eltern, während die Kinder in ihrer ersten Unterrichtsstunde sind.
2) Symbolbild: Natürlich geht nichts ohne Schultüte an diesem großen Tag!
3) Schön geschmückt: Sogar das Schulhaus heißt die neuen Schüler willkommen.
4) Es ist angerichtet: Die Gäste können kommen.

5) Sympathisch: meine Entdeckung im Elternbeiratsschrank unserer Schule.
Denn es gibt nicht immer nur was zu tun, sondern auch genug Anlässe zum Feiern.
6) Heimatidylle: Ich liebe unseren alten Ortskern mit seinen schönen Fassaden.
7) Back at home: Es erwartet mich mein derzeitiger Endgegner.
Fusseln. Überall. Dank neuem Badezimmerteppich mit viel Flausch.
8) Nachmittagsroutine: Hausaufgaben. 

9) Überall Erstklässler: Eine liebe Freundin des Fräuleins kommt am Samstag in die Schule,
und bekommt als Begleiter einen kuscheligen Sorgenfresser an die Seite
10) Selbst ist das Fräulein: Die Postkarte für einen Freund gestaltet sie gleich selbst.
11) Ohne Worte: Wer Weihnachtslieder auf CD hört, kann auch Spekulatius in der Brotdose haben, oder?
12) Mein Abendprogramm: Ich geh zum Treffen der Kreativen Rockstars 

#manlerntnieaus


Und immer wieder London...

Man mag es kaum glauben: Ich war noch NIE in London. Ich würd in der Tat sehr gerne mal über den berühmt-berüchtigten Zebrastreifen in der Abbey Road marschieren, durch Notting Hill flanieren oder bei Libertys die Kreditkarte glühen lassen. Nun denn: Bis es soweit ist, nähe ich eben London. Rauf und runter. Mal als Kleid. Mal als Tunika. Oder wie hier als ganz eigene Variante: Etwas gekürzt und mit einem Volant versehen #patternhack


London ist ein Schnittmuster aus dem Hause rapantinchen. Anjas Schnitte sind alle nach Städten benannt - aber London ist definitiv unser Favorit. Warum wir London so lieben, hab ich bereits dieses Frühjahr bei meiner #shirtwoche verraten. Neu ist bei dem aktuellen Shirt: Es hat einen Volant. Und es ist uni.


Von Senfgelb reden wir hier bitte nicht. Sprechen wir lieber von Herbstgold. Denn Senfgelb würde mein Fräulein niemals nicht tragen. Ich hab mir vorm Nähen zwar das Okay für den Farbton des neuen Shirts eingeholt, aber als das Outfit dann fertig auf der Kleiderstange hing, erntete ich statt Begeisterung erst einmal Skepsis: "Das sieht aber ganz schön erwachsen aus!"


Zum Glück reißt's die Hose raus - die ist nämlich alles andere als erwachsen. Den Jersey mit den niedlichen Hasen und floralem Print haben wir bei unserem Hamburg-Trip im Juli in gemeinschaftlicher Begeisterung bei Stoff&Stil mitgenommen. Bereits dort stand fest, dass daraus eine qiesy-Shorts von kibadoo werden wird. "qiesy" steht als Abkürzung für quick&easy - und genauso schnell ist diese Hose wirklich auch genäht.


#patternhack 
Für diese London-Variante habe ich den Schnitt in der Tunika-Größe um weitere 5 Zentimeter gekürzt. Die Teilung auf Brusthöhe hat der Schnitt ohnehin. Für die Rüsche habe ich einen 4 cm breiten Jerseystreifen auf die Breite des Vorderteils gerafft und beim Zusammennähen des oberen und unteren Vorderteils mitgefasst. Für einen noch schöneren Fall könnte man die Naht noch oben absteppen. Hab ich nicht gemacht - aber beim Einsetzen der Ärmel darauf geachtet, dass die Overlocknaht vom Einnähen der Rüsche in Richtung Kragen zeigt.


Auch dieses Outfit hab ich mal wieder flach gelegt - und zwar für den mittlerweile nahezu berühmten #flatlayfriDIY auf Instagram. Unter diesem Hashtag werden dort jeden Freitag tolle Outfits gezeigt. Einzige Bedingung der Initiatorin Ulrike von Moritzwerk: Mindestens ein Teil muss #handmade sein.  Ich find's total spannend, sich durch die verschiedenen Outfits zu klicken. Zu sehen, wie andere ihre #handmadefashion im Alltag kombinieren und im Netz präsentieren. Ich liebe diese Inspiration. Und mindestens genauso gerne wie ich mich durchklicke, bin ich selbst mit dabei.

London jedenfalls macht sich gut auf meiner ollen weißen Schreibtischplatte, die mir immer als Foto-Hintergrund dient. Anja von rapantinchen hat übrigens noch weitere Schnittmuster-Städte im Programm, die auf meiner Reise-Bucket-List stehen. Kopenhagen wäre definitiv mal ein langes Wochenende wert. Riga kann ich mir sowohl in echt als auch als Rock verdammt gut vorstellen. Und Tallinn hab ich sogar schon einmal genäht, aber noch nicht bereist.

Wie war das? #nachdemurlaubistvordemurlaub













Ein Blick zurück 8/18

Man könnte meinen, wir Sommers sind nur im Urlaub. Der letzte Monatsrückblick kam aus dem hohen Norden - aus Hamburg! Und dieser hier kommt aus einem der südlichsten Zipfel Deutschlands - aus dem Allgäu. Aber natürlich reiht sich bei uns nicht nur eine Reise an die nächste. Dazwischen war ganz schön viel Alltag. Allerdings ging es etwas behutsamer zu  - denn hier sind nach wie vor Sommerferien. Und bis Sonntag werden wir morgens noch vom Gemecker der Geissens geweckt, essen Brezn statt Brezeln zum Frühstück, und winken mindestens einmal täglich dem Schloss Neuschwanstein zu.


Denn um uns so langsam in Richtung Schulalltag einzugrooven, bleibt nächste Woche noch genug Zeit.  Ganz ehrlich? Nach 44 Tagen Sommerferien wird uns die Umstellung nicht leicht fallen. Und wieder einmal bin ich dankbar für einen schönen Monat - bei meinem Rückblick wird mir alle vier Wochen aufs Neue bewusst, wie gut es uns eigentlich geht.


#august
  • ein Besuch (fast) nur fürs Fräulein: ihre Lieblingserzieherin aus Kindergartenzeiten schaute mal wieder vorbei, erst futterten wir gemeinsam Wraps, und dann genoss das Fräulein diesen Besuch nur für sich ganz alleine.
  • der 75. Geburtstag der Tante meines Mannes: Wir haben ordentlich geschwitzt zwischen Weinreben und Apfelbäumen. Aber je älter wir selbst werden - und vor allem seit dem Tod meines Schwiegervaters - erscheinen uns solche Familientreffen wertvoller denn je. 
  • Übernachtungsbesuch fürs Fräulein: mit Kino-Abend samt Popcorn auf dem Sofa, wildem Gekicher unter der Bettdecke und Schoko-Croissants zum Frühstück 
  • der Ausflug zum Baumwipfelpfad nach Bad Wildbad - auf Augenhöhe mit meterhohen Fichten und Tannen was über den heimischen Wald lernen, und zum Finale eine lange Röhrenrutsche hinunter flitzen. Toll war's! 
  • meine erfolgreiche Sushi-Premiere! Ja, richtig gelesen - ich habe bis vor kurzem noch nie Sushi gegessen. Weil ich jegliche Art von kalten Soßen und Dips - Sojasoße, Ketchup, Mayonnaise, Senf, Wasabi und Co - nicht mag. Aber dieses Sushi mit meiner Freundin Frauke war sensationell. #sayyestonewadventures
  • zwei Wochen Ferienfreizeit fürs Fräulein: morgens mit dem Papa los, abends mit ihm nach Hause - und dazwischen ganz viele, neue Menschen kennenlernen! Kostet Mut, anfangs auch etwas Überwindung, aber am Ende geht man gestärkt, mit neuem Selbstvertrauen, und der Gewissheit, neue Freunde gefunden zu haben, heraus. 
  • ein gemütlicher After-Work-Treff mit meiner Nähfreundin Conny ganz ohne Nähthemen - und dennoch war wie immer am Ende des Abends zu viel Gesprächsstoff übrig, obwohl wir ununterbrochen geschnattert haben. 
  • Ich war E.N.D.L.I.C.H. beim Steuerberater. Und rate allen, die sich selbstständig machen oder machen wollen: Macht das früher als ich. Lohnt sich. 
  • ein langer Abend mit unseren Noch-Nachbarn, den wir alle noch einmal sehr genossen haben. In wenigen Tagen steht der Umzug an, und uns allen ist das Herz schon verdammt schwer. 
  • der Oma-Urlaub von unserem Fräulein - mit ganz viel Natur, ihren geliebten Hunden und Rund-um-Verwöhnprogramm à la Großmama. Wir sind so dankbar, dass sie das erleben kann und die Zeit am Rande des Schwarzwalds in vollen Zügen genießt. 
  • im Umkehrschluss hatten der Mann und ich mehr als eine Handvoll Abende zu zweit. Und fühlten uns in die Zeit zurück versetzt, als ich mit dem Fräulein schwanger war, und alle sagten: "Geht nochmal aus, das geht so schnell nicht wieder!" Und wir es trotzdem nicht gemacht haben. Weil die Terminkalender tagsüber schon so voll sind, dass wir abends einfach mal gerne nur sind. Zu zweit auf der Terrasse mit einem eiskalten Gin Tonic. Oder - unsere wieder entdeckte Lieblingsbeschäftigung: Stundenlange Spaziergänge zu zweit über die Felder rund um unser Zuhause. Werden wir etwa alt? 
  • unsere Urlaubswoche im Allgäu. Wann immer wir auf dem Weg nach Südtirol hier vorbei gefahren sind, haben wir dem Fräulein versprochen: "Irgendwann besuchen wir Schloss Neuschwanstein!" Diesen Sommer war es soweit. Und dieses Schloss ist trotz aller Touristenmassen einfach magisch. Nach fast einer kompletten Woche hier in der Gegend können wir voller Überzeugung sagen: Das Allgäu fetzt! Wir kommen bestimmt wieder! 

Bis Sonntag werden wir hier im Süden noch etwas Kraft schöpfen für den Alltag, der uns Zuhause - und vor allem jenseits unserer Urlaubsblase - erwartet. Die Nachrichtenlage in Deutschland ist gerade keine Gute. Es macht mir Angst, was im Land passiert. Aber ich glaube fest daran: #wirsindmehr - und es ist allerhöchste Zeit, dass wir auch laut werden. Jeder auf seine Art und Weise.

#gegenrechts

Lässige GymBag #mom_edition

Jeder kennt sie. Diese Momente im Leben, in dem man dem Gegenüber - oder dem Voreinem oder Hintereinem - am liebsten eine Standpauke halten würde. Es gab sie früher schon. Etwa, wenn mir jemand in einer Warteschlange zu sehr auf die Pelle rückte. Da wollte ich jedes Mal am liebsten Patrick Swayze aus "Dirty Dancing" zitieren: "Mein Tanzbereich. Dein Tanzbereich!" Und mein Wohlfühlabstand gegenüber wildfremden Menschen beträgt auch heute noch deutlich mehr als 50 Zentimeter. Eindeutig mehr geworden sind übergriffige Momente allerdings seit der Geburt des Fräuleins. Ständig gibt es irgendwo irgendjemanden, der meint, mir sagen zu müssen, was ich zu tun oder zu lassen haben. Nach mehr als sieben Jahren weiß ich: Diskutieren ist in den meisten Fällen  zwecklos! Daher quittiere ich diese Äußerungen von fremden Menschen meist nur mit einem Lächeln. Frei nach dem Motto: Just smile!

Ich habe schon so manchen Shitstorm in diesem Mütterbusiness ausgehalten. Etwa, weil das Fräulein im Kindergarten zum Weihnachtsfest mal selbst gebackene Mini-Lebkuchenhäuschen an ihre Freunde verteilt hat. #zuckeralarm sag ich da nur. Allen Mütter von kleinen Kindern kann ich nur aufmunternd sagen: "Es wird besser!" Je älter die Kinder werden, umso lächerlicher erscheint einem so manch hitzig geführte Debatte im Kleinkindalter.

Diese lässige GymBag hab ich einer Freundin zum Geburtstag genäht. Sie steckt mit ihrem Fräulein gerade noch mittendrin im Kleinkindalter - und kann, wie sie kurz nach Auspacken der GymBag selbst bemerkt hat, den Beutel bei Bedarf nicht nur auf dem Rücken tragen, sondern auch mal demonstrativ an den Buggy hängen. #wirverstehenuns


Der Schnitt ist ein Gratis-Schnittmuster aus dem snaplymagazin. Und über solche Kleinigkeiten wie die perfekt aufeinander treffenden Nähte an der Unterseite der GymBag freue ich mich  auch nach vielen Jahren an der Nähmaschine noch #sewinggoals


Als Grundmaterialien hab ich Kunstleder und festen Canvas gewählt, so musste ich nicht mit Vlies verstärken. Premiere feierte bei dieser GymBag eines meiner neuen Kunstleder-Labels, das ich dezent auf der Rückseite angebracht habe. Was man auf den Bildern nicht sieht: Im Inneren gibt es noch ein Extra-Fach fürs Handy und ein Schlüsselband mit Karabiner.


Einen farbigen Akzent bringt das hübsche Webband von Farbenmix rein, dessen Grün sich dann im Statement-Plot auf der Vorderseite noch in zwei kleinen Details wiederholt. Unaufdringlich, aber doch aufeinander abgestimmt.


Spare 10 Prozent beim Materialeinkauf #rabattcode
Für alle, die sich jetzt auch so eine GymBag mit Statement-Plott nähen möchten, habe ich eine kleine Überraschung parat: Denn ihr könnt 10 Prozent beim Materialshopping sparen - vorausgesetzt, ihr kauft bei snaply.de ein und benutzt den Aktionscode schoenstebastelzeit. Der Code gilt von heute an bis Montag, 3. September, und ermöglicht Euch in allen Kategorien einen vergünstigten Einkauf. Und: Alle Materialien für ein GymBag wie diese gibt's dort - angefangen bei Kunstleder und Canvas über Webware für die Innentaschen bis hin zu Kordeln sowie Plotterfolien fürs Finish.

Na, wenn das nicht mal ein Grund zum Lächeln ist!













Das Fräulein macht blau

Ich kann's (oder will's) noch gar nicht glauben: Morgen soll's dann wirklich vorbei sein mit diesem Super-Sommer. Jeans? Socken? Geschlossene Schuhe? Allein der Gedanke daran bringt mich gerade noch ins Schwitzen. Da zeig ich lieber noch schnell ein superluftiges Sommerkleidchen des Fräuleins. In maritimen Farben. Das man allerdings auch wunderbar weit entfernt vom Meer tragen kann.


800 Kilometer gen Norden. 700 Kilometer gen Süden. "Mal schnell ans Meer düsen" ist bei uns einfach nicht drin. Umso schöner, wenn wir uns eine frische Brise via Stoff nach Hause holen können - so geschehen mit dieser leichten Baumwolle von hilco.


Hingucker sind die leicht fransigen eingewebten Streifen, die den doch recht klassisch gestreiften Stoff etwas verspielter wirken lassen. Wahrscheinlich ist er genau deshalb in der Kategorie "Kinderstoffe" der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2019 gelandet.


Der klare Sommer-Favorit des Fräuleins in diesem Jahr: Spaghetti-Träger. Zugegeben, bei unserem Kleid sind es zwar etwas breitete Tagliatelle-Träger geworden - dafür sind sie superbequem. Denn ich hab weiches Gummiband eingenäht. Bester Nebeneffekt: die Träger rutschen beim Toben und Spielen nicht dauernd von der Schulter.


Das Kleid Sofie hat definitiv das Zeug dazu, im kommenden Sommer einfach noch mal genäht zu werden - allerdings ein paar Nummern größer. Denn insgeheim bin ich ja ein klitzekleines bisschen neidisch auf dieses lässige Teil im Kleiderschrank des Fräuleins. Zumindest am Stoff dürfte dieses Projekt nicht scheitern: Dieser kommt im Frühjahr 2019 in die Läden.


Auch wenn ich mich an Jeans, Socken und geschlossene Schuhe noch nicht so gewöhnen mag. Worauf ich mich wirklich freue, wenn es etwas kühler wird? Aufs Nähen mit offenen Jalousien und Tageslicht - da sowohl Nähzimmer als auch Büro unterm Dach sind, saß ich die vergangenen Wochen so manches Mal im Dunkeln.

#imdunkelnistgutmunkeln













  • Stoff: Webstreifen mit Scherli-Effekt A1901/80 von hilco (für Händler vorbestellbar) 
  • Schnitt: Sommerkleid Sofie von fritzi-schnittreif
  • verlinkt: kiddikram

Weinberg-Pfirsich mit Schwips #nomnomnom

Ich liebe Desserts. Nachtisch geht bei mir immer. Egal, ob ein schlichter Affogato, ein raffiniertes Küchlein oder ein schneller Quark mit Früchten - mit einem süßen Finale macht man mich glücklich. Ein Klassiker bei uns, wenn Gäste kommen: Panna Cotta. Dieses Mal habe ich der süßen Sahnecreme  allerdings einen echt raffinierten Kerl zur Seite gestellt - einen Weinberg-Pfirsich mit Schwips.


Die Idee dazu kam mir auf dem Wochenmarkt. Ich wollte mir eigentlich eine volle Ladung Sommerbeeren einpacken lassen. Aber dann sah ich sie, die wunderbaren Weinbergpfirsiche. Mit ihrer samtigen Schale und den roten Bäckchen. Und beschloss: "Die kommen mit!" Einen richtigen Plan, was aus ihnen werden soll, hatte ich noch nicht. "Irgendwie karamellisieren" schwebte mir vor. Zuhause entdeckte ich dann im Kühlschrank die bereits offene Flasche Roséwein. Eins kam zum anderen, und heraus dabei ein wirklich köstliches Dessert!


Panna Cotta mit beschwipstem Weinberg-Pfirsich 

für 4 Personen

Panna Cotta
500 Gramm Sahne
40 Gramm Zucker
1 Vanilleschote oder wahlweise gemahlene Vanille
4 Blatt helle Gelatine

Die Sahne mit dem Zucker und dem Mark einer Vanilleschote oder bereits gemahlener Vanille in einen Kochtopf geben und unter Rühren aufkochen. Auf kleiner Flamme etwa zehn Minuten köcheln lassen. Währenddessen die 4 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Ausdrücken, und nach zehn Minuten unter die warme Sahnecreme rühren. Das Ganze nicht mehr aufkochen lassen, sondern in kleine Portionsförmchen füllen. Im Kühlschrank fest werden lassen.

Beschwipster Weinberg-Pfirsich
4 bis 6 Weinbergpfirsiche gelb oder rot
3 Esslöffel Rohrohrzucker
100 Milliliter Roséwein
1 Esslöffel Rum
etwas gemahlene Vanille
3 Sternanis

Die Weinbergpfirsiche etwa 1 Minute in heißem Wasser kochen, anschließend in Eiswasser abschrecken, häuten und in kleine Stücke schneiden. In einem Topf den Rohrohrzucker karamellisieren lassen, mit dem Roséwein ablöschen, aufkochen lassen, bis sich der Karamell vollständig vom Boden gelöst und mit dem Wein verbunden hat. Das Ganze etwas einkochen lassen, dann die gemahlene Vanille, den Sternanis und 1 Esslöffel Rum dazu geben. Die Pfirsichstücke in den Sud geben, ganz kurz dünsten. Den Sud samt Früchten in eine kalte Schale umfüllen, abdecken und im Kühlschrank durchziehen und vollständig auskühlen lassen.


Die Panna Cotta aus dem Kühlschrank holen, die eiskalten Pfirsichstückchen auf die Creme geben. Wer mag, garniert noch mit etwas Minze - fertig! Übrigens wunderbar vorzubereiten für Gäste. Hab ich für Dich getestet. Vergangenen Samstag. Und dann nur noch zufriedene "Mhmmms" und "Nommms" am Tisch vernommen.

Übrigens: Hast Du "stressed" schon mal rückwärts gelesen?
In diesem Sinne - einen Gang zurückschalten und genießen!

12 von 12 im August

Wir stecken mitten in den Sommerferien. In Baden-Württemberg sind gerade mal zwei Wochen der großen Ferien vorbei - und noch herrliche vier liegen vor uns. Wir alle genießen den etwas ruhigeren Modus. "Weniger müssen, mehr können", lautet das Motto. Während wir gestern noch auf dem Baumwipfelpfad im Schwarzwald umher spaziert sind, und auf Augenhöhe mit riesigen Tannen und Fichten waren, haben wir es heute ganz ruhig angehen lassen.


Einfach in den Tag hinein leben - das machen wir hier viel zu selten. Heut haben wir es alle genossen: Das Fräulein hörte den Ruf ihrer Nachbarsbande, und ward stundenlang nicht mehr gesehen, der Mann las mal wieder die Zeitung von vorne bis hinten durch, und ich hab mal hier und mal da rumgepuzzelt. Was sonst noch so los war? Schaut sie Euch an - unsere zwölf Bilder vom zwölften Tag des Monats:

1) Guten Morgen im Strandkleid ohne Strand: 2015 genäht - und ich trag's heut noch gerne.
2) Kleine Bewässerungstour durch den Garten: Ich liebe liebe liebe unseren Oleander.
3) Spätes Frühstück: Der Mann war schon joggen, und hat von seiner Runde frische Croissants mitgebracht.
4) Begleitschutz: Ich tu's ungern - aber nach dem ersten Wespenstich der Saison hab ich das Ding lieber neben mir. 

5) Kleine Putz-Aktion: Die Sommerhitze hat eine Block-Kerze im Terrassen-Kerzenständer schmelzen lassen,
und ich hab jetzt endlich mal das Wachs aus dem Boden und den Ritzen gepult und gewaschen  #örgs
6) Momentane Lieblingserfrischung: Zitronen-Buttermilch mit Eiswürfeln und einem Schuss Orangensaft #loveit
7) Husch, husch an den Rechner: Schnell die Grafik des Tages vorbereiten
8) Für mehr Realität in diesem Internet: DAS ist eigentlich ein Zuschneidetisch. Eigentlich. 

9) Reparieren statt aufräumen: Meine Lieblingsespadrilles brauchen etwas Zuwendung.
10) Prokrastination deluxe: Ich nähe noch schnell ein Gurtpolster fürs Fräulein. Hauptsache, ich muss nicht aufräumen
11) Die Eisdiele hat geöffnet: Unter meinem Küchenfenster steht eine Sitzbank,
und manchmal baue ich das Fenster zur Futterschleuse für das Fräulein und ihre Freunde um.
12) Abtauchen: Sonntag ist Badetag - natürlich mit Ente. 
Wir heizen jetzt noch den Grill an. Und danach bauen wir wieder unser gemütliches Sternschnuppenbeobachtungslager auf der Terrasse auf. Gestern Abend hatten wir schon riesiges Glück, und haben direkt über unserem Haus aus eine riesige Sternschnuppe gesehen. 

#wünschdirwas


Eine Sommerliebe

Ganz still und heimlich hat sie sich in diesem Sommer immer mehr in meinen Kleiderschrank geschlichen: die Farbe Grün. Erst war da diese Hose in pastelligem Lindgrün. Dann das Shirt in schwarzwaldtannengrün. Und  zuletzt zog auch noch ein bodenlanges Shirtkleid ein - laut Artikelbeschreibung im Farbton "chilled green". Luftigster Kandidat all dieser Neuzugänge ist aber meine selbstgenähte Bluse. Aus herrlich leichter Viskose. Perfekt für einen Sommer wie diesen.


Ich konnte einfach nicht anders: Als hilco seinen Designnähern vor ein paar Wochen die neue Frühjahr-Sommer-Kollektion 2019 präsentiert hat, und ich mich durch gut 400 Stoffe für die Damen klickte, blieb ich sofort bei dieser Viskose hängen. Ich sah sie direkt vor mir - meine neue Bluse. Wenige Wochen später hing sie fertig in meinem Nähzimmer. Am längsten dauerte? Das Säumen.


Denn ich wollte an den sichtbaren Kanten innen keine sichtbaren Nähte, auch keine Overlock- oder Covernaht. So habe ich den Saum an den Ärmeln und am unteren Ende zweimal umgeschlagen, sauber gebügelt, und dann mit einem Geradstich gesäumt - genau wie bei meinen gekauften Blusen ähnlicher Art. Der Ausschnitt ist mit einem Beleg versäubert, da hab ich mich ganz ans Schnittmuster FrauMia von schnittreif gehalten.


Florale Muster spielen in der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2019 von hilco eine große Rolle. Seit heute können Fachhändler den Sommer 2019 auf Stoff vorbestellen, in die Läden kommen die Designs dann im kommenden Frühjahr. Wenn ihr mehr von der Kollektion sehen wollt, klickt Euch doch mal zur facebook-Seite von hilco - dort gibt's einen kleinen Video-Einblick.


Grüne Bluse auf grüner Obstwiese? Funktioniert das? Und wie - vor allem, wenn man so eine tolle Fotografin wie Anja von aennisews an seiner Seite hat! Danke für die tollen Bilder!













Ein Blick zurück 7/18

Hach, Hamburg! Vier Tage waren wir im Norden, und gerade sitzen wir im Auto zurück in den Süden. Auffällig ruhig ist es. Ja, wir sind alle etwas müde von der Hitze, die in diesen Tagen auch die nördlichste Metropole Deutschlands fest im Griff hat. Aber vielmehr hat uns auch alle die Wehmut überfallen. Zu schön waren die Tage an der Elbe. Fürs Fräulein war's die HH-Premiere, und sie hat sich genauso gefangen nehmen lassen vom Zauber, den diese hanseatische Stadt inne hat. Wir knusperten Fischbrötchen an Brücke 10, schipperten mit der 62er zur Strandperle, weinten gemeinsam um den König der Löwen, spazierten nachts barfuß über die Brücken der Speicherstadt. Es war einfach ein grandioser Schlusspunkt eines tollen Monats. Juli, Du warst einfach wunderbar!

Blick von der Elbphilharmonie auf Hafen und die Landungsbrücken. 
Fast könnte man darüber vergessen, was sonst noch so los war diesen Monat. Dabei hatte es der Juli wirklich in sich - wir sind aus dem Feiern gar nicht mehr rausgekommen. Und die schönsten Momente hab ich wie immer in meinem Tagebuch festgehalten.

#juli

  • Das Fräulein ist sieben Jahre alt! Und das haben wir natürlich mit zwei großen Partys gefeiert. Einmal mit der Familie. Einmal mit ihren Freunden. Und natürlich gab es die gewünschte Pinata. In Eisform. Passend zum Partymotto. Unser Meisterwerk aus Pappe und Krepp hat aber definitiv seinen eigenen Auftritt auf dem Blog verdient. Folgt! Versprochen!
  • Premiere: die ersten richtigen Sommerferien haben begonnen! Sechs Wochen schulfrei! Und nach zwei Tagen gab's abends schon Tränen: "Ich vermisse meine Freunde aus der Schule!" Wir hatten wirklich ein Riesenglück mit Lehrerinnen und Klassengemeinschaft - wofür ich sehr, sehr dankbar bin!
  • Und noch eine Premiere: das erste Zeugnis! Aus diesem Anlass haben übrigens der Mann und ich auch mal wieder die alten Mappen raus gekramt, dabei herzlich gelacht und geschmunzelt. Lohnt sich wirklich, da mal wieder drin zu blättern.
  • eine Party nach der anderen: gemeinsam mit den Kollegen von hilco haben wir gegrillt, gelacht, und lustige Boomerangs fabriziert; bei der Geburtstagsfeier einer lieben Freundin gab's das beste Pulled Pork seit langem und einen Nachhauseweg im Mondschein; bei der großen Firmenparty des Mannes hingegen so viel Programm, das wir gar nicht alles ausprobieren konnten. Aber Kräutersalz haben wir gemischt, unsere eigene Schokolade gegossen, zwei Armbänder geknüpft und die Retro-Süßi-Bar geplündert
  • ein lustiges Foto-Shooting mit Änni, bei der unsere Lieblingsfotolocation kurzerhand von einer Outdoor-Yoga-Gruppe geentert wurde. Wir konnten sie aber erfolgreich zurück erobern. Die Bilder dürfen wir aber noch nicht zeigen. Aber bald....
  • ein frisch gestrichenes Treppenhaus, und wie das halt so ist, wenn man mal mit Renovieren angefangen hat, hat auch noch die Badezimmerdecke und eine Schlafzimmerwand ein Make-Over bekommen. Dank Malermeister für uns aber eine total entspannte Nummer. #einhochaufgutehandwerker 
  • das spontane Kaffeehausdate mit einer Freundin, das mir an einem verkorksten Tag wieder die gute Laune zurück brachte. 


Party! Das war wirklich unser Motto im vergangenen Monat! Daher darf's im August gerne ein bisschen ruhiger zugehen. Vor uns liegen noch fast die ganzen Sommerferien - wir werden sie den größten Teil zuhause verbringen, entschleunigen, und ganz viel Eis essen. Das Beste, was man bei den aktuellen Temperaturen machen kann!

Keep on cooling!

Eine Tüte Urlaub! #freeprintable

F wie Faulenzen. E wie Eis essen. R wie Ruhe. I wie InsWasserspringen. E wie ewig ausschlafen. N wie Nichtstun. Macht zusammen? FERIEN! Endlich starten wir hier im Süden auch in die Sommerpause. Aber nicht, ohne uns bei all denen zu bedanken, die dieses erste Schuljahr für uns zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Nichts Großes sollte es sein, nichts Verpflichtendes. Aber doch etwas, das den Ferienstart ein bisschen versüßt --> und hier ist sie: die kleine Tüte Urlaub!


"Urlaubsreif" - das sind wir doch alle irgendwie nach diesem Termin-Marathon vor den großen Ferien, bei dem ein Ereignis das nächste jagt. So haben wir lauter schöne Dinge für eine kleine, persönliche Auszeit in die Tüte gepackt. Und das ist drin:
  • Schokolade in einer Sommer-Sorte - hier Spaghetti-Eis
  • ein Bade-Zusatz - es musste dieser mit dem Aufdruck "feierabend badeschaum" sein
  • Teebeutel mit Botschaft - be happy steht auf dieser Sorte
  • ein Brause-Lolli - schmeckt auch Erwachsenen 
  • ein Party-Schirmchen
  • kleine Wertmarken mit guten Wünschen - Eis, Spaß, Nichtstun, Glück, Zeit


Verpackt habe ich das Ganze mit etwas Seidenpapier und Glitzerkonfetti in einfachen Papiertütchen. Im Netz habe ich zudem Varianten mit Sand und Muscheln gesehen - auch eine schöne Idee. Aber ich persönlich sauge nach dem Auspacken lieber Konfetti statt Sand auf. Verschlossen habe ich das Ganze mit einem selbst gedruckten Papierverschluss und einem Namensschild - fertig ist die kleine Aufmerksamkeit zum Ferienstart!


FREE PRINTABLE
Und weil ich der Meinung bin, dass eigentlich jeder "eine Tüte Urlaub" verdient hat, ich aber nicht jedem ein Tütchen packen kann, gibt es wenigstens den Papierverschluss zum kostenlosen Download. Einfach ausdrucken, ausschneiden, in der Mitte knicken, mit Doppeklebeband oder Flüssigkleber an ein liebevoll gefülltes Tütchen kleben - und Freude teilen.



An wen wohl dieses Tütchen geht? Es könnte Deines sein - denn ich habe ein Tüte Urlaub zusätzlich gepackt, und werde es im Lauf des heutigen Tages auf meinem Instagram-Account verlosen, und freue mich, wenn Du auch mal dort vorbei schaust.

Hooray!