Ein Blick zurück 12/2018

"Nächstes Jahr fahren wir weg!" - mit diesem Gedanken ertappe ich mich jedes Jahr an den Tagen zwischen den Jahren. Denn während gefühlt alle einen Gang runter schalten, heißt es bei uns #nachderpartyistvorderparty. Aber: Geburtstage kann man sich nicht raussuchen. So stoßen wir zwei Tage vor Silvester auf mich und zwei Tage nach Silvester auf meinen Mann an. Ich finde ja, er hat das deutlich schlimmere Los gezogen. Zwei Tage nach Silvester - da hat wirklich so gar keiner mehr Lust auf eine Sause. Nicht mal wir selber. So lassen wir es die letzten Jahre etwas ruhiger angehen, und machen uns an unseren Geburtstagen das schönste Geschenk: Familienzeit!


Es war 2016, als Edeka zu Weihnachten einen Werbefilm heraus brachte, in dem die Eltern nur so durch die Weihnachtszeit hetzten - und im ganzen Vorbereitungswahnsinn ihre Kinder immer wieder vertrösteten: "Nachher. Gleich. Sofort. Nur noch zwei Sekunden. Warte, bin gleich fertig!" Die Botschaft am Ende: Zeit ist das Wertvollste, was wir uns schenken können. Ja, es klingt so logisch. Ist aber in unserer durchgetakteten Welt gar nicht so einfach. Ich schenke mir gerade etwa viel zu selten selbst etwas Zeit. Doch es gab sie auch im gefühlt hektischsten Monat des Jahres, diese magischen kleinen Momente, die den Alltag kurz Alltag sein lassen. Man muss sie nur sehen. Wenn schon nicht im eigentlichen Moment, dann wenigstens im Rückblick:

#dezember

  • Viele Freunde an einem Tisch: Wenn der Männerkochclub Filderstadt am ersten Adventswochenende die Gäste des Kunsthandwerkermarktes bewirtet, bleibt bei uns traditionell die Küche kalt. Dieses Jahr sind so viele Freunde wie noch nie der Einladung meines Mannes gefolgt, und wir hatten einen leckeren und geselligen Mittag #gemeinsamschmecktsambesten
  • Der Zauber des Nikolaustages. Für das Fräulein ist es nach wie vor eine klare Sache: "Wer nicht an den Nikolaus glaubt, zu dem kommt er auch nicht!" Noch Fragen? 
  • Einmal kurz die Welt anhalten: Mit der Freundin gemeinsam Urlaub nehmen, und 16 Stunden lang frühstücken, plaudern, gemeinsam kochen, nähen, weiterschnattern - bis die Schnuten fransig und die Augen schwer sind.
  • Weihnachtsduft bis spät in die Nacht: Es sind ganz besondere Abende im Advent, wenn der Mann und ich gemeinsam backen. Handys und Tablets bleiben aus. Zwischen Vanillekipferl wenden und Pfaffenhütchen formen besprechen wir alles, was uns gerade bewegt. Und diskutieren jedes Jahr darüber, ob es mehr Butterplätzchen mit oder ohne Mandeln geben soll.
  • Verkaufsschlager: der Weihnachtsmarktstand des Fräuleins war ein voller Erfolg, alle Raben und Engel aus Holzstämmen wurden verkauft, und die Klassenkasse ordentlich gefüllt. 
  • Aufregung: das erste Flötenvorspiel des Fräuleins im großen Theater stand an. Ratet, wer mehr Lampenfieber hatte? Definitiv nicht das Fräulein. Sie zog das total cool durch. 
  • Bratwurst und Karussell: Wir mussten uns erst einmal aufraffen - aber genossen dann umso mehr den Bummel über den Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt mit Freunden. 
  • Offline statt online: für unser traditionelles Weihnachtsshopping in Stuttgart haben wir auch dieses Jahr einen Tag frei geschaufelt. Aber von Jahr zu Jahr fällt es uns schwerer, uns nicht beim Fräulein zu verplappern.
  • Trauer im Advent: Wir mussten Abschied von der Tante meines Mannes nehmen - niemals ein leichter Gang, aber gemeinsam gegangen für alle etwas leichter zu gehen. 
  • Wiedersehen: ein Teil der #sew7-Crew kam zur Weihnachtsfeier in Stuttgart zusammen. Zwar ohne Nähmaschine, aber mit ganz viel guter Laune 
  • einfaches Glück: manchmal braucht es nicht mehr als liebe Freunde, einen großen Topf Spaghetti Bolognese und gute Gespräche für einen tollen Abend. 
  • Weihnachtszauber: die strahlenden Augen des Fräuleins am Heiligen Abend. 
  • Liebevoller Weckruf: Nach einer etwas geräderten Nacht auf gefühlt 25 cm des eigenes Bettes, die warmen Ärmchen des Fräuleins um den Hals spüren und ein leises "Mama, ich hab Dich so lieb" hören. 
  •  Zeit zu Dritt: mein Geburtstag fast total offline - erst im Weltweihnachtscircus, dann bei einem Abendessen in Stuttgart 
  • Vorfreude: das kleine Fräulein hat gestern mit mir die #countdownbag für unsere Silvestersause gepackt. Sieben kleine Überraschungen für jeden Gast in sieben kleinen Tütchen - und jede volle Stunde darf eines davon geöffnet werden. 

"Wird's besser? Wird's schlimmer? Fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich: Leben ist immer - lebensgefährlich." Erich Kästner

#dankefür2018

Sew it is! Der Wimpel für Nähfreunde #DIY

Auf den heutigen Tag freue ich mich schon seit Wochen! Denn heute ist der 20. Dezember. Und am 20. Dezember öffnet sich dieses Jahr mein Türchen beim Kreativ-Adventskalender #theADVENTure. Das heißt auch: Heute darf ich endlich verraten, was ich bereits Anfang November in die 24 Päckchen für meine kreativen Freundinnen gepackt habe. Es ist ein Wimpel. Aber nicht irgendein Wimpel. Es ist ein Wimpel für Nähfreunde. Oder Woll-Süchtige. Oder Buchstaben-Liebhaber. Je nachdem, was ihr drauf schreibt...


Eine frohe Botschaft habe ich auch für Euch: So ein Wimpel ist recht schnell genäht. Noch fixer geht's sogar mit einer fertigen Anleitung samt Vorlage - und beides hab ich heut mitgebracht, quasi als virtuelles Pedant zum richtigen Türchen.

Materialliste für Stoff-Wimpel mit Botschaft  

  • die Wimpel-Vorlage von schoenstebastelzeit
  • Baumwoll-Webware in Leinen-Optik etwa 40 cm breit und 30 cm hoch
  • Rundstab aus Holz mit 0,5 cm Durchmesser und etwa 19 cm lang
  • schwarzes Baumwoll- oder Bäckergarn für die Aufhängung 
  • Spruch nach Wahl (kann man plotten und aufpressen oder mit Textilmarkern schreiben)
  • Nähgarn in passender Farbe
  • wer mag: kleines, individuelles Label


Und so geht's: 

Drucke Dir die Wimpel-Vorlage aus und schneide den Wimpel entlang der Außenlinie aus. Das Schnittmuster enthält bereits eine Nahtzugabe von einem Zentimeter. Somit ist die gestrichelte Linie die Größe, die Dein fertiger Wimpel einmal haben wird.

Lege Deinen Stoff rechts auf rechts - sprich die schönen Seiten aufeinander. Darauf legst Du dann Dein Schnittmuster und schneidest den Wimpel in doppelter Lage aus. Fixiere die beiden Stofflagen mit ein paar Stoffklammern und nähe die beiden Wimpel rechts auf rechts zusammen. Fange am besten an der oberen, geraden Kante an - und ende dort auch wieder, achte jedoch darauf, eine Wende-Öffnung von ungefähr fünf Zentimetern zu lassen. Wende den Wimpel durch die Wende-Öffnung, forme die Ecken und Geraden schön aus, und bügele ihn glatt.


Jetzt fixierst Du den Überschlag, durch den später mal Dein Rundholz gesteckt wird. Falte dafür die obere Gerade etwa drei Zentimeter in Richtung Rückseite. Ich habe hier die Ecken noch zur Mitte hin eingeschlagen, dann lugt auf der Vorderseite garantiert kein neugieriges Stoff-Fitzelchen über. Wenn Du magst, platzierst Du jetzt innerhalb der noch offenen Wende-Öffnung Dein oder ein beliebiges Label und steppst knapp auf der Naht parallel zur oberen geraden Kante den Stoff ab.

Nun platzierst Du Deinen Spruch auf der Vorderseite. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Wenn Du einen Plotter hast, dann kannst Du Dir Deinen Spruch mithilfe von Flexfolie und zwei Schriften Deiner Wahl plotten, und auf den Wimpel aufbügeln. Alle ohne Plotter können sich mit Textilfarben behelfen, und den Schriftzug damit aufbringen.

Dann das Rundholz durch die Aufhängung schieben. Rechts und links jeweils eine schwarze Baumwollkordel festknoten, im Abstand von etwa 15 Zentimetern oben zusammen schnüren - und fertig ist Dein handmade-Wimpel.


"SEW it is" - dieser Schriftzug ist am häufigsten auf den Wimpeln zu finden, die sich heute in den 24 Türchen von #theADVENTure befinden. Da wir aber auch wahre Woll-Königinnen und Letter-Queens unter uns haben, habe ich vorab in unserer Gruppe gefragt, an welchem Material denn das DIY-Herz hängt. Wer geantwortet hat, hat einen personalisierten Wimpel - und heute entweder #sewitis oder #woolaholic oder gar #letterlover ausgepackt. Bei allen anderen hab ich auf gut Glück ausgewählt - und hoffe sehr, mit meiner Auswahl richtig zu liegen.


So sah es auf meinem Zuschneide-Tisch Anfang November aus während des Endspurts in der Wimpel-Werkstatt. Und falls Du Dich jetzt fragst, was denn eigentlich dieses #theADVENTure ist? Ganz einfach - ein Adventskalender von kreativen Frauen für kreative Frauen. Annelie von herz-lieb hat uns vor drei Jahren zusammen getrommelt, ist Schaltzentrale und vor allem Pack-Meisterin, da sie im November aus 24 Einzelpäckchen dann 24 individuelle Kalender bastelt. Sie selbst ist dann unser Joker - ich darf also heute ihr Türchen öffnen. Was da drin ist, wird dann am 24. Dezember verraten, wenn alle anderen Geheimnisse gelüftet sind.

Die ganz besondere Mischung macht diesen Adventskalender aus - und auch wenn ich kurz vor Abgabgefrist im November immer fluche, möchte ich diesen Tageszauber im Dezember nicht missen. Vergangenes Jahr habe ich übrigens selbst gemachtes Kräutersalz in mein Türchen gepackt, das Jahr zuvor gab's Lederquasten. Und für 2019 hab ich auch schon eine Idee...

#sewitis













  • Material: Webware in Leinen-Optik von hilco / Rundholz aus dem Baumarkt / Baumwollgarn Catania von schachenmayr
  • Schriftzug: Schriften über den Silhouette Design Store / Folien aus meinem Fundus

12 von 12 im Dezember

Der Countdown läuft! Nur noch zwölf Tage bis Weihnachten - und dann können wir endlich mal wieder ausschlafen. Ich weiß ja nicht, wie das bei Euch ist? Aber bei uns ist der Adventskalender der allerbeste Wecker. Und während das Fräulein morgens frohlockt: "Nur noch soundsovielmal schlafen bis Weihnachten", bricht mir bei jedem Tag, mit dem wir dem Fest näher rücken mal wieder der Schweiß aus. Alle Jahre wieder wäre ich gern die, die bereits im November die Weihnachtspost vorbereitet, die Wünsche des Fräuleins an alle Familienmitglieder verteilt und die ersten Keksdosen gefüllt hat. Bin ich aber einfach nicht.

Aber heut haben wir wirklich einen fetten Haken auf unserer ToDoListe gesetzt: Alle Geschenke sind im Haus - oder zumindest auf dem Weg zu uns. Was heut sonst noch so los war? Schaut sie Euch an, unsere zwölf Bilder vom zwölften Tag des Monats:

1) Überraschung am Morgen: Es hat ein klitzekleines bisschen geschneit.
2) It's that time of year again: Die Sitzheizung und ich - ganz dicke Freunde.
3) Überraschung eingepackt: ein Freund hat heut Geburtstag, und wir schmuggeln ein Päckchen ins Büro.
4) Noch schön leer: So mag ich Stuttgart am liebsten.

5) Geschenk an mich selbst: Darin schmort dieses Jahr der Weihnachtsbraten.
6) Zurück aus der Schule: Wie oft noch Hausaufgaben bis zu den Ferien?
7) Kleine Stärkung: Das Fräulein sichert sich immer zuerst ihre Lieblingsplätzchen.
8) Das Schöne am Nachmittagsdunkel: unsere Adventskerzen brennen fast jeden Tag. 

9) Grüße von der #backwahnsekte: Wer kann den Weihnachtsbaum sehen?
10) Was ich am Backen nicht mag: das Aufräumen danach.
11) Kein Winterabend ohne: mit Wärmflasche kuschelt sich das Fräulein ins Bett.
12) Liebster Büro-Ausblick: die Kirche gegenüber wird nur im Advent angestrahlt.

Ich pack jetzt noch schnell die inzwischen mit Marmelade gefüllten Mandarinen-Sterne in eine Keksdose, und dann geht's aber endlich aufs Sofa. Eine Runde in diesem Internet drehen, und schauen, was bei allen anderen so los war zwölf Tage vor Weihnachten.

#derganznormalewahnsinneben


Ein Blick zurück 11/18

Da steht er: mein Adventskalender. Und welch Glück, steht auf manchen Päckchen sogar mein Name drauf - ansonsten müsste ich glatt darum bangen, dass sie mir jemand anderes vor der Nase weg schnappt. Ich könnt's sogar verstehen: So schön, wie sie aussehen. Bereits das dritte Jahr bin ich mit dabei, bei unserem #theADVENTure - bei dem 25 kreative Frauen aus diesem Internet, die ich teils persönlich, teils nur online kenne, die Türchen füllen. Morgen früh werde ich neugierig das erste Päckchen öffnen - aber vorher blicke ich noch schnell bei einer Tasse Tee und mit Euch gemeinsam auf meinen November zurück.


Diesen Monat nordet mich mein Rückblick wieder ungemein ein. In der Tat habe ich viele von mir gesetzte Ziele nicht erreicht: mal ohne Endspurt und Nachtschicht in den Advent starten, zwei weitere Beiträge für die Kategorie "Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender" bloggen, alle zwei Tage auf Instagram präsent sein, den Kleiderschrank misten... Aber was hab ich stattdessen geschafft? Die Erkenntnis, dass ich einen Großteil meiner Zeit in die Begegnung mit tollen Menschen gesteckt habe, versöhnt mich am letzten Tag dieses stressigen Novembers ungemein.

#november

  • der spontane Besuch unserer ehemaligen Nachbarn: Kinder, die stundenlang zum Spielen verschwinden, die sich selbst genug und dabei glücklich sind; fransig geschnatterte Schnuten und die Gewissheit, dass es gelingen kann, trotz Entfernung und total unterschiedlichem Familienalltag den Kontakt zu halten. 
  • das Herbstfest in der Schule des Fräuleins: Welch Riesenglück, dass wir nicht nur eine tolle Klassengemeinschaft erleben dürfen, sondern auch die Eltern vieles verbindet - das macht diese Termin nicht nur zur Pflicht, sondern wir alle freuen uns auf diese Treffen. 
  • die Vorbereitungen für #theADVENTure: Zugegeben, den Abgabe-Termin am 9. November fand ich anfangs doch sehr früh gesetzt. Aber ich will ihn nächstes Jahr genauso früh haben. Denn es gibt kein besseres Gefühl, als nach Abgabe seines Türchens sagen zu können: Fertig!
  • der Tannenreisig- und Schlemmertag im Schwarzwald: Mindestens einmal vor Weihnachten kocht uns meine Mutti ihren fränkischen Sauerbraten mit Lebkuchensoße und Knödeln. Und frisch geschnittenes Tannenreisig gab's für die Heimfahrt gleich mit dazu. #wiedasduftet
  • das gemeinsame Erinnern und Gedenken: Seit zwei Jahren ist mein Schwiegerpapa nicht mehr bei uns. Wir denken oft an ihn - meist in ganz alltäglichen Situationen. Etwa wenn's Schupfnudeln gibt, "weil die der Opa immer für mich gekocht hat", wie das Fräulein dann sagt. Im November aber ist der Todestag. Und da kommen wir noch einmal ganz bewusst in seiner Familie zusammen - weil es allen gut tut. 
  • ein Freitagsausflug in die alte Heimat: Hanna genießt einen Nachmittag bei ihrer Patentante. 
  • ein Schlemmer-Abend bei Freunden: Wir wurden französisch bekocht. Und solltet ihr noch niemals eine Scheibe selbst gebackenes und getoastetes Brioche gegessen haben. Holt es nach! 
  • Zum Heulen: meinen sauteuren Lieblingsschal aus Wolle und Seide zu später Stunde inmitten der 40-Grad-Wäsche in der Waschmaschine finden - um die Hälfte geschrumpft und verfilzt. 
  • die Premiere des Fernseh-Zweiteilers "Aenne Burda - eine Wirtschaftswunderfrau" in der Oberrheinhalle in Offenburg. Und wie nahbar sich dabei einer der größten Verleger Deutschlands gezeigt hat, dessen Mutter eine sehr mutige Frau war. 
  • die ##kreativ18 in Stuttgart: der Freitagnachmittag gehörte wie auch 2017 meinem kleinen Fräulein. Ich ließ sie durch die Halle stöbern, begleitete sie zu ihren Lieblingsworkshops, und ließ sie Neuheiten entdecken und ausprobieren. Samstags stürzte ich mich dann noch einmal allein in den Messetrubel samt Bloggertreffen. 
  • meine Glückssträhne: Ich hab doch tatsächlich einen Bausatz für ein riesiges Schoko-Haus gewonnen. Das kleine Fräulein und ich werden wahrscheinlich nächste Woche zum Baumeister, danach wird es in der Klasse des Fräuleins vernascht. 
  • ein Coffeedate im vorweihnachtlichen Esslingen: Meike kenne ich von #snaplybackstage und uns trennen nur fünf Kilometer - allerhöchste Zeit, sich mal wieder zu sehen. Und ich hab großen Respekt vor dem, was sie als Familie leisten: Sie sind Bereitschaftspflegefamilie, und geben gerade einem kleinen Kerlchen das für ihn so dringend benötigte warme Nest. 
  • ein Schnellkurs im Macaronsbacken: Katharina von wienerbroed hat mir heute das Geheimrezept mit Geling-Garantie verraten. Und zack - befindet sich auf meinem Wunschzettel ein Zuckerthermometer. 

So - und ab jetzt geht's hier mit Riesenschritten auf Weihnachten zu: Ich freu mich auf Lichterglanz und Sternenzauber, und spätestens am Sonntag unterschreibe ich meine alljährlich Mitgliedschaft bei der #backwahnsekte. Ich sag nur: 16 Sorten. Wie viele kommen bei Euch auf den Plätzchenteller?

#itsbeginningtolookalotlikechristmas

Mini-Geldbeutel im Metallic-Look

Das kleine Fräulein zählt schon die Tage. Elf sind es noch - dann beginnt der für sie magischste Monat des Jahres: der Dezember. Der Monat, der im Kerzenschein funkelt, nach frischen Plätzchen duftet und in dem immer ein kleines bisschen Magie in der Luft liegt. Wir alle lieben die Weihnachtszeit. Und dieses Jahr kann sie mir irgendwie nicht früh genug anfangen. Sogar meine Geschenke-Kiste ist schon etwas gefüllt: mit Mini-Geldbeuteln im Metallic-Look.


_Dieser Beitrag enthält eine Empfehlung für meine Bloggerkollegin Sabine
 und ihr Buch "Nähliebe und Plotterspaß", das sie via Self-publishing auf den Markt gebracht hat._

Ich mag solche kleinen Projekte: schnell genäht - und trotzdem mit Wow-Effekt! Dafür sorgt zum einen das Snappap in Metallic-Optik, zum anderen der Schnitt mit den gefalteten Seitenteilen, der aus einem simplen Täschchen ein richtiges, kleines Geldbeutelchen macht. Die Idee dazu? Hatte nicht ich - sondern Sabine von "i'm sew happy". Und diese hat sie gemeinsam mit vielen anderen in ein Buch gepackt. "Nähliebe und Plotterspaß" heißt es, und ist seit ein paar Wochen auf dem Markt.


Was ich an Sabine wirklich bewundernswert finde: Sie wartet nicht ab, sie macht einfach mal! Genauso ist ihr Buch entstanden. Statt bei einem Verlag anzuklopfen, hat sie ihr Autorenglück selbst in die Hand genommen, und das 80 Seiten starke Werk allein verlegt und heraus gebracht. Chapeau! Der Clou an dem Softcover: 13 Schnittmuster - unter anderem für Notizbüchhüllen, Mäppchen und Taschen - sowie 14 Plotterdateien gibt's kostenlos dazu, via Downloadlink in jedem Buch.


Mit dem Mini-Geldbeutel im Metallic-Look hatte Sabine mich sofort. Die Variante mit der Lasche samt Schlüsselanhänger ist ein tolles Weihnachtspräsent - liebe Grüße inklusive. Und die Variante ohne Lasche? Ist ein wunderbarer Gutschein-Bewahrer, Geldschein-Hüter oder Liebesbrief-Verstecker.


Übrigens: die kleinen Dinger passen perfekt in meine lose Blog-Reihe "Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender". Es sind ja noch elf Tage bis zum großen Türchenöffnen - und somit genug Zeit, ein paar Mini-Geldbeutel zu nähen.


#itsthemostwonderfultimeoftheyear













Pietra im Herbstlicht

Ich muss Euch nochmal mitnehmen nach Island. Genauer gesagt auf die sagenumwobene Halbinsel Snaefellsness. Vom gleichnamigen Vulkan aus ließ Jules Verne seinen etwas schrulligen Professor Lidenbrock zum Mittelpunkt der Erde reisen. Der Kirkjufell - der Pfeilspitzenberg - ist nicht erst seit der sechsten Staffel von Games of Thrones eines der beliebtesten Foto-Motive der Insel aus Feuer und Eis. Und die Basaltsäulen von Gerduberg wurden bei unserer Tagestour rund um die Halbinsel ganz spontan zur Kulisse für meinen derzeitigen Lieblingspulli: Franzi aus Sweat Pietra von hilco.


_Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Stoff wurde mir für das Nähen eines Designbeispiels zur Verfügung gestellt._

Die Basaltsäulen von Gerduberg hatten wir ganz anders in Erinnerung: nass. So nass, dass wir uns bei unserer ersten Island-Reise im Jahr 2005 kaum aus dem Auto trauten. Der Regen kam von oben, von links, von rechts - gefühlt von überall her. Und dieses Jahr? Tauchte die Herbstsonne die bis zu 14 Meter hohen Säulen in sanftes Licht. Wir waren völlig allein an diesem Fleckchen Erde. Das Fräulein stapelte fröhlich summend einen Stein auf den anderen, wir streckten selig unsere Nasen in die wärmende Sonne. Aber ich konnte diesen Moment - dieses Licht - nicht ungenutzt vorbei streichen lassen.


Denn dieser Pulli hatte es bislang einfach noch nicht vor die Kamera geschafft - weil er von der Wäschetonne direkt in die Waschmaschine, von dort auf den Kleiderbügel und statt in den Schrank wieder direkt an mich wandert.  Er ist einer meiner treuesten Herbstbegleiter, und durfte somit auch im Reisegepäck nicht fehlen. 


Was mir bei Franzi besonders gut gefällt: Die kleinen Bündchendetails - sowohl an den Armabschlüssen als auch am Halsbündchen. Und die Tatsache, dass der Pullover hinten etwas länger als vorne ist, und einen abgerundeten Saum hat. Sitzt, passt, wackelt und hat Luft. Mag ich.


Vernäht hab ich den leichten Sweat Pietra aus der aktuellen Herbst-Winter-Kollektion von hilco. Er ist herrlich warm, ohne aufzutragen. Und es gibt ihn übrigens in zwei Farbstellungen: Änni hat ihn in der beige-grau-schwarz-Variante gezeigt.


Seht ihr die dunklen Wolken am Horizont? Sie brachten uns Schneeflocken - so groß, wie wir sie noch nie gesehen hatten.

#livethemoment













12 von 12 im November

Zwei von Dreien starteten im Hause schoenstebastelzeit bereits vergangenen Montag wieder in den Alltag. Ich allerdings gönnte mir nach unserem Herbsturlaub noch einen freien Montag - und bin immer wieder erstaunt darüber, wie sehr nur ein zusätzlich freier Tag eine ganze Woche entschleunigen kann. Heute morgen hieß es aber auch für mich wieder #backtobusiness.


Denn Montage sind für mich die Tage, die ich nicht im Home-Office verbringe, sondern ganz klassisch in einem großen Büro - in der Presse- und PR-Abteilung des Südwestrundfunks. Und ich genieße das: echte statt virtuelle Kollegen, ein Schnack hinweg über Bürotische statt nur über Bildschirme. Die Abwechslung macht's. Was sonst so los war an diesem Montag? Schaut sie Euch an, unsere zwölf Bilder vom zwölften Tag des Monats:

1) Kleiner Reminder für mich: Es soll nämlich schon vorgekommen sein,
dass mir erst mittags auffiel, dass ein Zwölfter ist.
2) Von wegen Herbstgrau: Über Stuttgart und der U-Bahn-Station strahlt der Himmel blau.
3) Rituale wollen gepflegt sein: "but first coffee" gilt auch unterwegs.
4) Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: der SWR hat die Lebensgeschichte von Aenne Burda verfilmt;
nächste Woche ist Premiere, in der ARD ist der Zweiteiler am 5. und 12. Dezember zu sehen #savethedate

5) I see faces: Und dieser Lebkuchen hat eindeutig zu mir gesagt "vernasch mich"
6) Humor, der mir gefällt: die Kollegin bietet eine Fake-Nuss statt Fake-News an.
7) Rarität: Ein Sitzplatz auf dem Rückfahrt nach Hause.
8) Süße Überraschung: Ich hab bei Renate von titatoni doch glatt nen Bausatz für ein Schokohaus gewonnen. 

9) Zappenduster: Da ist sie wieder, die Jahreszeit, in der man im Dunkeln nach Hause kommt.
10) Willkommensgruß für einen Übernachtungsgast: Das Fräulein hat mit Konfetti dekoriert.
11) Schmökerstunde: Wir schauen geschwind im magischen Baumhaus vorbei.
12) Feierabend: Noch ein Gläschen Rosé und dann fallen mir bestimmt gleich die Augen zu. 

Übrigens: #nurnochsechswochenbisweihnachten


Ein Blick zurück 10/18

Der Monatsrückblick für den Oktober kommt mit etwas Verspätung - auch wenn er hier auf dem Blog mit dem korrekten Datum erscheint #dietechnikmachtsmöglich Der Grund könnte kein schönerer sein: Wir waren am Rande des Polarkreises - auf Island. Seit wir 2005 das erste Mal durch diese magische Landschaft gefahren sind, hat uns die Insel nicht mehr losgelassen. Jetzt sind wir zurück gekehrt, mit pochendem Herzen und neugierigem Fräulein im Gepäck. Und auch, wenn auf Island viel gebaut wurde, und der Tourismus deutlich professioneller und weitaus mehr spürbar ist als vor 13 Jahren, hat uns die Reise genauso gefangen genommen wie bei der Premiere: Die Weite. Die frische Luft. Und die nahezu unbeschreibliche Schönheit der Natur. Alles zusammen macht unglaublich demütig und dankbar.


Demut und Dankbarkeit - zwei Dinge, die ganz gut in den November passen, finde ich. Ein Monat, der mich immer wieder etwas nachdenklich stimmt, und seit jeher auf das Jahr zurückblicken lässt, bevor ich mich dann im Dezember kopfüber in den Weihnachtstrubel stürze. Ihr merkt schon, ich steck schon mittendrin, im Jahresendspurt. Daher jetzt erst mal noch schnell die Dinge, die den Oktober für uns ausgemacht haben:

#oktober
  • Besuch nur fürs Fräulein: Wenn aus der ehemaligen Bezugserzieherin (wer erfindet eigentlich solche Wörter?) eine echte Wegbegleiterin wird, und sie nicht nur zu einer großen Freundin fürs Fräulein, sondern auch zu einer Freundin der ganzen Familie wird
  • Wiedersehensfreunde hochpotenziert: bei #snaplybackstage habe ich so viele tolle Kolleginnen und Online-Freunde in echt wieder getroffen - mal nicht nur zwischen Tür und Angel, sondern 48 Stunden lang. Und trotzdem war's viel zu kurz. 
  • Losglück: das Fräulein war mit ihrem Papa auf dem Stuttgarter Wasen und hat ein riesiges Einhorn aus Plüsch namens Glitzerstern mit nach Hause gebracht. 
  • Ganz viel Lese-Zeit mit dem Fräulein: Im Oktober gab es das erste Mal für die Zweitklässler einen Lesevertrag von der Schule. Zwischen 5 und 20 Minuten sollen/dürfen/können die Kinder laut vorlesen, die Zeiten werden dann in den Vertrag eingetragen und am Ende des Monats die Lese-Stars der Klasse gekürt. So kenn ich jetzt nicht nur das Codewort der supergeheimen Pfötchen-Gang, sondern weiß auch, was der Fisch erlebt, der zu Fuß zur Post geht. 
  • Warum in die Ferne schweifen, wenn eine gute Freundin und ein gemütliches Café nur ein paar Schritte von zu Hause entfernt sind? Ich mag spontane Abende wie jenen im Oktober. 
  • mein Impfschutz ist jetzt wieder vollständig #yeah
  • Brötchen direkt an die Haustür: Dieses Frühstücksglück hat uns eine Werbe-Aktion beschert. Eigentlich eine tolle Sache. Aber: Wir haben hier mehrere Bäcker am Ort. Und nachdem bereits vor ein paar Jahren schon mein liebster Schnickschnack-Laden, dann der Kreativ-Dealer und jetzt auch noch mein Lieblingsschuhladen geschlossen hat, gilt hier mehr denn je: Was immer geht, wird vor Ort einkauft! #supportyourlocaldealer
  • Spätsommerglück mitten im Oktober: Mit einem Cocktail und Änni open-air auf den lauen Abend in der Stuttgarter City angestoßen. 
  • Kreativer Sonntag mit dem Fräulein: Wir haben die Kürbis-Vorlagen von Bine Brändle zum Leuchten gebracht - mit Wasserfarben und Speiseöl. Denn Speiseöl macht normales Papier transparent. Wusste ich nicht. Und Du? 
  • Ein Sack voll Nüsse: Und zwar von meiner lieben Bloggerfreundin Kerstin - selbst aufgelesen, getrocknet und in einem wunderschönen Jute-Säckchen an mich verschenkt.  
  • Die Geburtstagssause mit und bei unseren Nachbarn: Wir wohnen hier wirklich eng aufeinander, aber im Großen und Ganzen kommen wir wunderbar klar miteinander - und das seit vielen vielen Jahren. 
  • Auf die Plätze, fertig los - hieß es fürs Fräulein beim großen Kirbelauf, an dem sie auch in diesem Jahr gemeinsam mit ihrer Klasse teilgenommen, und ihr Ergebnis vom Vorjahr verbessert hat. 
  • Und natürlich darf sie nicht fehlen - unsere Woche auf Island #playmosommersiniceland 


"Wer die Einsamkeit liebt, wer mit sich ist - der wird hier eins mit allem sein" - sagt der Filmemacher Stefan Erdmann über Island. Mit nach Hause genommen habe ich dieses Gefühl. Jetzt hoffe ich, wir können es auch ein bisschen mit hinüber retten in die trubeligen Wochen, die zum Jahresendspurt anstehen.

#allejahrewieder

Die Sache mit den #playmosommers + Verlosung

Darf ich vorstellen? Das sind die #playmosommers. Seit eineinhalb Jahren reisen sie gemeinsam mit uns durch Deutschland und die Welt und teilen ihre Erlebnisse auf Instagram und Whatsapp - allerhöchste Zeit, Euch die Drei mal hier auf dem Blog zu präsentieren. Denn seit gestern sind sie wieder unterwegs: Sie jagen Polarlichter auf Island! Kommt ihr mit?


Angefangen hat alles im Frühjahr 2017: Wir zurrten nach und nach die Stationen unserer großen Wohnmobil-Tour durch Norwegen fest. Und es wurde schnell deutlich: Wir werden lange Etappen fahren müssen - vor allem gleich zum Auftakt. Aber wie halten wir dabei unser damals fünfjähriges Fräulein bei Laune? Die Rettung entdeckten wir dann bei einem Besuch im Playmobil Funpark: ein Wohnmobil en miniature. Genau das Richtige für unsere Tochter, die immer wieder Situationen und Erlebnisse nachspielt. Und heute? Spielt die ganze Familie mit, und stellt auf Reisen und bei Ausflügen die Bilder mit den Plastikfigürchen nach.

Sandburgenbauen auf Sardinien im Frühjahr 2018
Die Reaktion der anderen Reisenden ist immer dieselbe: Anfangs wird meist ziemlich skeptisch geschaut, wenn man als Erwachsener die Spielfiguren aus der Tasche zieht und irgendwo prominent platziert. Dann fällt irgendwann der Groschen, WAS wir da eigentlich machen - und dann sind die Reaktionen immer total lustig. Manche helfen mit - wie etwa auf der norwegischen Fähre, wo Mitreisende mit ihren Händen einen Windschutz bauten, weil die #playmosommers immer wieder umgeweht wurden, bevor ich auf den Auslöser drücken konnte. Andere geben uns einen Extra-Bonus an Zeit, und drängeln nicht, obwohl man einem Touri-Hotspot steht. Manche halten einfach nur den Weg oder Blick frei, andere lächeln amüsiert - meist verbreiten wir mit unserer Foto-Aktion dann also doch irgendwie gute Laune.

Perspektive ist alles: Das Treffen mit einem Alpensalamander sieht aus wie die Begegnung mit einer Riesenechse
Uns selbst eröffnen sich durch das Reisen mit unseren #playmosommers immer wieder neue Perspektiven - manch kleine Dinge, wie etwa dieser gewöhnliche Alpensalamander aus dem Allgäu, werden auf einmal riesengroß. Zudem ein toller Nebeneffekt, den wir schätzen gelernt haben: Man reist langsamer. Weil die Foto-Stopps natürlich etwas länger dauern als ein spontaner Schnappschuss.  Für uns zudem ein Vorteil: Man muss nicht dauernd selbst die Nase in die Kamera halten. Die Plastik-Doubles sind einfach immer top frisiert und guter Laune.

Moin! Die #playmosommers in Hamburg 
Die Sache mit den #playmosommers macht offensichtlich nicht nur uns Spaß: via Whatsapp begleiten uns mittlerweile vieler unserer Verwandten und Freunde virtuell auf unseren Reisen. Und wann immer das Netz und der Reiseplan es zulassen, versuche ich auch, die Bilder via Instagram zu teilen. Für unseren Trip in den isländischen Herbst haben wir uns sogar extra in ein neues Auto und in Winter-Outfits investiert. Nachdem bei vergangenen Reisen von Zuschauern etwa der Herr bemitleidet wurde, weil er in langen Hosen am Strand liegen musste oder um die Gesundheit des Fräuleins gebangt wurde, als es barfuß im norwegischen Regen zu sehen war.

Verlosung: die Modedesignerin für Dich! 
Wer natürlich mein kleines playmoHerz ebenfalls im Sturm erobert hat: die Modedesignerin. Ich lass sie ohne Zweifel auch als Nähbloggerin durchgehen - und weil ich mir ziemlich sicher bin, dass sie Euch genauso gut gefällt wir mir, verlose ich drei von ihnen während unserer Urlaubswoche auf Island - eine hier auf dem Blog, und jeweils eine auf Facebook und Instagram.


Wobei ich finde, dass sie eindeutig etwas zu knäpplich angezogen ist. Verrate mir einfach via Kommentar, was Du der Dame anziehen würdest, damit sie nicht weiter im Nähzimmer frieren muss. Und schon bist Du im Lostopf.

#ègòskaokkurheppni













  • Das Kleingedruckte: Das Gewinnspiel läuft von Montag, 29. Oktober, bis Sonntag, 4. November, auf www.schoenstebastelzeit.de sowie den SocialMedia-Kanälen von schoenstebastelzeit. Teilnehmen können Personen ab 18 Jahren aus der EU. Die Teilnehmer erklären sich bereit damit, dass ihr Name im Falle eines Gewinnes auf dem Blog schoenstebastelzeit sowie auf den damit verbundenen SocialMedia-Kanälen bekannt gegeben wird. Eine Barauszahlung des Gewinns - die Modedesignerin von playmobil - ist ausgeschlossen, der Rechtsweg ebenso. Die Gewinner werden ausgelost.

#snaplybackstage reloaded

Wikipedia hat nicht immer Recht. Denn in der Liste der Sehenswürdigkeiten von Au in der Hallertau fehlt eines ganz gewiss: Snaply! Zwei Standorte hat der Nähkram-Dealer mittlerweile in dem oberbayerischen 6000-Einwohner-Örtchen - und diese sind alles andere als gewöhnlich. Das Hauptquartier befindet sich nämlich in einem ehemaligen Autohaus. Und das Stofflager ist vor kurzem in die Räume eines früheren Supermarktes eingezogen. Wie außerordentlich praktisch das ist, davon konnte ich mich bei der Neuauflage von #snaplybackstage selbst überzeugen.

Das Snaplab - ein kreativer Rückzugsort in einem Container hinter dem Snaply-Hauptquartier.
Hier entwickelt das Snaply-Team neue Ideen und testet Produkte. 
Zwei Tage lang hinter die Kulissen des Familienunternehmens blicken, neue Produkte ausprobieren, ganz viele Blogger-Kollegen und Freunde wiedersehen oder endlich offline kennenlernen - all das ist #snaplybackstage. Nach der Premiere vor zwei Jahren wagte sich das Snaply-Team jetzt an eine Neuauflage. Und legte nochmals eine Schippe oben drauf.

Sandra von lila-lotta im Stoffparadies: knapp 30 Minuten Zeit hatten wir,
um eine Bestellung im Stofflager fertig zu stellen. 
Nicht nur die Veranstaltung #snaplybackstage ist gewachsen, auch das Unternehmen. Vor zwei Jahren zählte Snaply noch gut 30 Mitarbeiter. Mittlerweile beschäftigen die beiden Brüder Simon und Julian Hönnebeck ein Team von 55 Mitarbeitern. Aus einem Standort sind zwei geworden - und offensichtlich hat Snaply ein Faible für besondere Räumlichkeiten. Als wäre ein ehemaliges Autohaus als Firmenzentrale nicht schon außergewöhnlich genug, so hat man jetzt auch noch einen einstigen Supermarkt angemietet - und darin kurzerhand das gesamte Stofflager untergebracht.

Früher kutschierten damit die Kunden des HL-Supermarktes ihres Waren zur Kasse,
heute sausen die Snaply-Mitarbeiter damit durch das 1000 Quadratmeter große Stofflager. 

Die Kassen der einstigen HL-Filiale machten Platz für große Zuschneideplätze, und die Auslagen ersetzte man kurzerhand durch stabile Metall-Regale für die mehr als 6000 Stoffballen. Geblieben sind: die Einkaufswagen. Mit denen kurven die Snaply-Mitarbeiter jetzt tagtäglich durch die 1000 Quadratmeter große Fläche, und stellen Stoff-Bestellungen zusammen. Schont Rücken, macht gute Laune - und geht auch noch schnell. "Im Prozesse optimieren - da sind Julian und Simon echte Cracks", sagt Isah. Sie macht gemeinsam mit Daniela das Snaply-Quartett komplett.


Was die vier Snaplys eint: Sie kennen sich schon ewig - und sie schaffen es, Freundschaft, Familie und Business unter einen Hut zu bringen. Offizieller Firmenchef ist Simon. Er hat gemeinsam mit seiner Mutter Dagmar den Grundstein für das Unternehmen gelegt: Sie war auf der Suche nach Plastikdruckknöpfen, er fand einen Lieferanten - und zack, eroberten die ersten KamSnaps den deutschen Markt. Von Anfang an bei Snaply mit am Start ist Daniela. Sie lernte Simon vor vielen Jahren auf Mallorca kennen, wo die beiden als Event-Manager jobbten. Heute deichselt Daniela für Snaply das gesamte Online-Marketing. Auch Isah und Simon lernten sich einst über einen gemeinsamen Job - das Kellnern - kennen. Isah ist heute fester Bestandteil des Snaply-Teams und unter anderem für den Instagram-Feed verantwortlich. Und Julian? Der ist sogar mit Simon verwandt - sein Bruder stieg 2016 mit ins Unternehmen ein, und verkörpert genauso wie alle anderen die Haltung: "Lass uns das doch einfach mal machen!"


Dieses Motto galt auch für uns Kreativ-Blogger während der Workshops. Wir testeten uns zum einen bei Vlieseline durch die Produkte: Bügelten flexibles Nahtband auf, probierten Saumfix in verschiedenen Varianten aus und lernten diverse Gewebeeinlagen kennen. Guter Tipp, der mir bislang auch nicht bekannt war: Viele Vliese oder Einlagen lassen sich noch besser mit Hilfe eines feuchten Tuches aufbügeln.


So richtig angefixt bin ich von #makranäh - dem Aufnähen von dicken oder dünnen Kordeln auf Stoff. Mein #yeah auf Canvas war innerhalb von einer knappen halben Stunde genäht, und wird die Tage auf jeden Fall noch in einen lässigen Shopper verwandelt. Für alle, die das auch mal ausprobieren wollen: Im Snaply-Shop gibt es das komplette Starter-Set bestehend aus Anleitungsheft von Anke (cherrypicking), praktischer Pinzette und 50 Metern Baumwollkordel.


Ebenfalls neu bei Snaply: die Punchneedle. Zugegeben, beim Programmpunkt "Punch mit Daniela" dachte nicht nur ich zuerst an ein heißes Getränk. Aber von wegen - das punchneedlen ist das neue Sticken. Man kann ganz klassisch glatte Linien sticken. Oder aber flauschige Oberflächen schaffen. Mein Plan, einen Panda zu sticken, scheiterte sowohl an meiner Schnatterschnute als auch am strengen Zeitplan. Aber das Starter-Set liegt parat, und ich werde das unbedingt noch einmal ausprobieren.


Was die Snaplys auch echt gut können: FEIERN! Ein Teil des Stofflagers verwandelte sich abends in eine festliche Location. Mein Highlight waren ja die Kronleuchter, die Isah gezaubert hatte: an hölzernen Hulahoop-Reifen baumelten unzählige Lichterketten und tauchten den Vorraum des Stofflagers in wunderbares Licht.

Die Stimmung, die bei #snaplybackstage herrscht, lässt sich wirklich schwer beschreiben. "Wie Klassenfahrt", sagen die einen. "Total entspannt", sagen die anderen. "Unglaublich inspirierend", die nächsten. Was ich aber immer wieder am beeindruckendsten finde: Es ist eine große Gemeinschaft voller Wertschätzung der Arbeit und den Talenten der anderen gegenüber. Und neue Gesichter werden mit offenen Armen und interessierten Fragen empfangen und aufgenommen. Und nein, das ist nicht selbstverständlich. Bei #snaplybackstage lernt man voneinander und miteinander, plaudert ungeniert über noch unveröffentlichte Projekte, und schmiedet auch mal gemeinsam Zukunftspläne.


"Dabeisein ist alles" - was bei der Tombola am Sonntag eigentlich eine Niete sein sollte, entpuppte sich für mich wieder einmal zum Hauptgewinn. Denn diese #snaplybackstage-Crew, die ist etwas ganz Besonderes!

Danke für ein grandioses Wochenende! Danke für jede Begegnung, jeden Plausch, den kreativen Austausch - und 36 Stunden unter Menschen, die genauso ticken wie man selbst. Die nur in Socken nähen können, Klamotten einfach anfassen und Essen immer fotografieren müssen, ohne Ersatz-Akku das Haus nicht mehr verlassen, und wissen, dass #nähenverbindet mehr als ein Hashtag ist.

#regretnothing