Ein Blick zurück 6/18

Im Juni kam ich mir vor wie Codo der Dritte, aus der Sternenmitte. Und? Wer hat sofort eine Melodie im Ohr? Der Refrain des Liedes aus den 80ern passt wunderbar zu meinen vergangenen vier Wochen: Ich düse, düse, düse, düse im Sauseschritt. Codo hat 1983 die Liebe mitgebracht von seinem Himmelsritt. Und ich? Ein paar Augenringe.

Wusstest Du? Der 13. Juni ist der Tag der Nähmaschine. Grund genug für eine kleine Liebeserklärung. 
Um aufzuzählen, was mir alles schlaflose Nächte bereitet hat - im positiven wie im negativen Sinne, musste ich diesen Monat nicht einmal in meinem Tagebuch blättern. Ich konnte die Ereignisse einfach so herunter tippen:

#juni

  • 16 Jahre! Unsere Ehe ist jetzt ein waschechter Teenager! Wahnsinn! Vor 16 Jahren haben wir uns das Ja-Wort gegeben. Vor dem Standesamt. In der Kirche. Danach ein rauschendes Fest gefeiert. Mit einer riesigen Gästeschar. Dagegen fallen unsere Jahrestage echt mau aus. Oder sagen wir lieber pragmatisch. Denn der Alltag ist es doch, der gerockt werden muss. 
  • Endlich ist er da, unser neuer Terrassentisch! Schlappe acht Wochen haben wir auf ihn gewartet, ihm mehrfach hinterher telefoniert, bis er endlich geliefert wurde. Und was soll ich sagen? Aller Ärger verflogen! Und: Für mich ist er nicht nur ein Terrassentisch, für mich ist er auch der beste Fotogrund überhaupt - da komplett weiß! Hehe! 
  • die zwei Einweihungssausen für den neuen Tisch: schallendes Gelächter, volle Bäuche, beschwipste Erwachsene - und Kinder, die bis spät in der Nacht die lockere Atmosphäre ausnutzen, und Peppa Pig in der Dauerschleife auf dem iPad gucken #daslebengeniessen
  • das wohlig warme Gefühl im Bauch, das wir alle Drei immer noch haben, wenn wir an unseren Roadtrip durch Norwegen vergangenen Sommer denken - und das sich ganz intensiv wieder zeigte, als wir kürzlich mit unseren Nachbarn, die sich bald gen Norden aufmachen, noch einmal unsere Route und Stationen durchgegangen sind. 
  • Übernachtungsgäste im Haus: Mal die beste Freundin des kleinen Fräuleins, mal gute Freunde von uns - der Umbau des Dachgeschosses im vergangenen Jahr hat sich mehr als gelohnt, und macht das auch spontan wieder möglich. 
  • die Überraschung von meiner Nähfreundin Conni: weltschönste Reißverschluss-Zipper mit Ring - für ganz viele Lieblingstäschchen aus Wachstuch  
  • der routinemäßige Check-Up beim Arzt, in den ich - eigentlich absolut ohne Grund - immer mit einem mulmigen Gefühl starte, bei dem es aber nahezu nichts zu beanstanden gab. "Etwas mehr Sport, und etwas gesündere Ernährung" führe ich schon immer selbst ins Feld, weil ich ohnehin weiß, dass das leider meine ewigen Baustellen sind. 
  • gegen den Kennzeichnungsblues auf Instagram - generell auf Social Media - angekämpft. Es will mir einfach nicht in Kopf, dass jetzt jeder alles mit WERBUNG kennzeichnen soll, um rechtlich auf der sicheren Seite zu stehen. "Sharing is caring" lautete bislang mein Motto - sowohl hier auf dem Blog als auch auf meinen SocialMediaKanälen. Und jetzt? Soll das alles Werbung sein? Widerspricht allem, was ich jahrelang über Werbung und Kennzeichnung gelernt habe, sowohl im Print als auch online. Und ja - mich nervt das! Eigentlich will ich mir davon den Spaß nicht verderben lassen. Aber ehrlich, das fällt mir gerade verdammt schwer. 
  • ein lustiger Freundinnenabend und der Nachhauseweg im Mondschein
  • der euphorische Start - zumindest von unserer Fan-Seite aus - in die Fußball-Weltmeisterschaft.  Das Mitfiebern bei den Spielen. Und das gemeinsame Traurig-Sein beim Ausscheiden. Aber: Es ist NUR Fußball. Und ich musste laut lachen, bei dieser wunderbar ironischen Lektüre und mal einer etwas anderen Antwort auf die Frage: "Wie geht's weiter?" Wir packen unsere Fußball-Kiste jetzt wieder auf den Dachboden - und freuen uns einfach aufs nächste Turnier! 


Ja, der Juni war wirklich ein Monat im Schnelldurchlauf. Und morgen beginnt er, der Lieblingsmonat des kleinen Fräuleins - denn der Juli ist ihr Geburtstagsmonat. Ihr großer Wunsch: eine Pinata! Selbst gebastelt! Das Krepp-Papier liegt schon parat!

Happy weekend!

Brot und Salz mal anders

Ich schenke gerne klassisch - aber bitte mit einem modernen Twist. Blumen zum Geburtstag? Wunderbar! Auch wenn meine Sonderwünsche und sehr konkreten Vorstellungen schon so manchen Floristen in den Wahnsinn getrieben haben. Socken zu Nikolaus? Find ich überhaupt nicht spießig, sondern mit coolem Muster und in toller Qualität absolut salonfähig und obendrein verdammt praktisch.  Und zum Einzug? Da stehe ich gerne mal mit frischem Brot und einem Gläschen selbst gemachtem Kräutersalz vor der nigelnagelneuen Haustür. Der Klassiker schlechthin! Mal sehen, wie lange noch - denn dieser selbst genähte Brötchenbeutel samt Mini-Geldbeutel könnte mein neues Lieblingspräsent für alle Bauherren, Renovierer, Um- und Einzieher werden.


"Brot und Salz. Gott erhalt's" - mit diesem Spruch wurden wir schon vor 20 Jahren in unsere erste gemeinsame Wohnung begleitet. Und ja, dieser Spruch hat wirklich schon Staub angesetzt. Viel cooler find ich daher die moderne Interpretation meiner Bloggerfreundin Miriam"love, peace & butterbrezn" 


Okay, hier im Schwäbischen würden wir nicht Brezn, sondern Brezel sagen. Brätzel, um genau zu sein. Aber ich bin - was die Brezel oder Brezn angeht - maximal liberal. Ich mag sie mit dicken und mit dünnen Ärmchen. Mit krossen oder weichem Bauch. Aus Bayern und aus Schwaben. Hauptsache sie hat die klassische Form, durfte vor dem Backen kurz in Natronlauge baden, und - ganz wichtig - kommt frisch aus dem Ofen.


Und genau dafür ist der Beutel gedacht: Um sich beim Bäcker immer wieder mit frisch Gebackenem einzudecken. Daher gab's als Begleiter noch ein kleines Portemonnaie - bestückt mit etwas Münzgeld und einem Gutschein vom besten Brezel-Bäcker der Stadt.


Toller Bonus: Der Beutel ist nicht nur hübsch, sondern er schont auch die Umwelt. Denn wer mit einem Brötchenbeutel aus Stoff zum Bäcker marschiert, spart sich jedes Mal eine Papiertüte. Daher muss ich auch noch unbedingt welche für uns selbst nähen - und in der Schublade neben den wieder verwendbaren  Obst- und Gemüsebeuteln deponieren.


Was ich übrigens auch grandios fände: Ein Beutel mit dem Spruch "love, peace & kirschstreusel".
Lieblingsrezepte dieser Art bitte gerne an mich weiterleiten.













Für Weltenbummler: ein Reise-Etui

Ich wär ja gern die, die nur mit einer großen Handtasche am Flughafen-Gate steht. Ich bin aber die, die am Flughafen nie eine Hand frei hat. Auf dem Rücken den Rucksack, um die Schulter ne Handtasche, in der einen Hand einen Shopper und an der anderen Hand das Fräulein. Okay, der Shopper war bei unserer letzten Reise der Sitzerhöhung des Fräuleins geschuldet. Fakt ist aber: Ich reise immer mit zu viel Gepäck. Dafür, dass ich so viel mit mir herum schleife, bin ich aber ganz gut organisiert. Nur eines hat mir zum Reise-Glück bislang gefehlt: ein schickes Etui für all unsere Unterlagen.


Seit uns bei unserer letzten Flugreise ein Koffer abhanden gekommen ist, wollte ich solch ein Reise-Etui nähen - nicht nur, um am Check-In-Schalter alles parat zu haben. Sondern vor allem, um auch ein Plätzchen für die Nachweis-Tickets der Koffer zu haben. Denn das wir damals unseren Koffer wiederbekommen haben, war ganz viel Glück. Er hatte zwar diesen üblichen Flugbändel verpasst bekommen - aber ohne Nummer. Und wenn man selbiges erst am Lost-Baggage-Counter bemerkt, ist das ein großer Mist.


Aber man lernt ja aus seinen Fehlern - und ich wage zu behaupten, dass uns das so schnell nicht wieder passiert. Zum einen legen wir jetzt immer noch zusätzlich eine Visitenkarte in den gepackten Koffer. Zum anderen achten wir genau darauf, ob der Koffer auch wirklich mit Ankunftsflughafen und Nummer versehen in Richtung Gepäckband rollt.


Das Reise-Etui - ein kostenloses Schnittmuster von pattydoo - bietet erstaunlich viel Platz. Ich hab darin zum einen die Reise-Unterlagen unserer Tochter aufbewahrt, aber auch die Voucher für Mietwagen und Hotel. Da wir in den Pfingstferien nur eine Woche und zudem nahezu pauschal unterwegs waren, hab ich mein Etui längst nicht ausgefüllt. Locker hätten noch die ein oder andere Telefon- oder Kreditkarte, etwas Bargeld, und einige Belege hinein gepasst.


Genäht habe ich das Etui - wie im Schnittmuster vorgegeben - aus Korkstoff und Snappap. Einzige Änderung meinerseits: Statt eines Druckknopfes hab ich ein kleines Steckschloss angebracht. Es empfiehlt sich übrigens wirklich, mit einer dickeren Nadel, einer Stichlänge von mehr als drei Millimetern und sehr langsam zu nähen. Denn stellenweise hat man sechs Schichten unterm Nähfüßchen liegen.


Recht schnell hat man sich so einen verdammt praktischen Reise-Begleiter genäht. Der übrigens auch ein tolles Geschenk für alle Weltenbummler ist.

Und nie vergessen: #nachdemurlaubistvordemurlaub














12 von 12 im Juni

Wisst ihr noch, was ihr am 12. Juni 2014 getan habt? Also - ich hatte noch ein Kleinkind. Mit Windelpopo. Und war an diesem Tag bei einer Pressekonferenz im Ludwigsburger Schloss. Und am 12. Juni 2016?  Hab ich Euch zwölf Dinge gezeigt, die ich an unserem Zuhause liebe. Und letztes Jahr? War ich voller Vorfreude auf unseren Norwegentrip im Sommer. Nur 2015 kann ich Euch nicht genau sagen, was am 12. Juni bei uns los war - da gab's nämlich keine zwölf Bilder vom zwölften Tag des Monats auf dem Blog. Wie schade!



Warum ich Euch das ausgerechnet heute erzähle? Weil heute einer dieser Tage ist, an denen ich ernsthaft überlege, ob ich Euch unsere zwölf Bilder des Tages zeigen soll. Alltag. Nichts als Alltag bekommt ihr heut zu sehen. Stinklangweiligen Alltag. Weil ich heut viel am Schreibtisch saß. Und dazwischen mehr Pflicht- statt Spaßtermine lagen. Aber dann klick ich mich durch unsere alten Beiträge - und dann sehe ich, dass da auch nicht viel mehr los war. Und mir der Rückblick trotzdem ein wohliges Gefühl im Bauch beschert. Somit: Hier kommen sie, unsere zwölf Bilder vom zwölften Tag des Monats.

1) Dienstag ist Sporttag in der Schule: Daher gibt's ne Extraportion Wasser und einen süßen Gruß in die Geheimbox.
2) Auch mit Regentropfen schön: Unser neuer Terrassentisch - und ich feiere ihn gerade so,
weil wir zähe zwölf Wochen auf ihn warten mussten.
3) Breakfast for one: Ich schau dem Fräulein beim futtern zu, leicht fällt mir das nicht, mein Magen knurrt.
4) Immer noch im Einsatz: Das Lätzchen, das ich vor sicherlich mehr als fünf Jahren genäht habe.
Wird allerdings mittlerweile als Serviette benutzt. 

5) #wazifubo = Wartezimmerfußboden: Vorsorge. Großes Blutbild. Was muss, das muss.
6) Jetzt aber: Endlich Frühstück und ab an den Schreibtisch.
7) Pause mit #flashback-Mucke: die fertige Playlist kann sich sogar hören lassen.
8) Wäschefalten oder Nähen? War ja klar, was gewinnt!

9) Da braut sich was zusammen: Hoffentlich schafft es das Fräulein trocken nach Hause.
10) Angekommen: Schnell die Hausaufgaben erledigen.
11) Von wegen Sonne: Das ist eine unserer Esszimmerlampen, so dunkel sind die Wolken draußen. 
12) Dienstags ist Süß-Tag, diese Tradition haben wir aus dem Elternhaus meines Mannes übernommen: 
Es gibt Milchreis. Der übrigens etwas versalzen ist, weil ich nebenher diesen Blogpost getippt habe. 

Jetzt stell ich ne Extra-Portion Zimt-Zucker auf den Tisch, und hoffe, dass die Familie heute keine allzu empfindliche Gaumen hat. Und nachher freu ich mich auf die Blogst-Mädels, die bei Instagram live gehen zum Thema Pinterest. Wer schaut auch zu?

Happy tuesday!