Ein Blick zurück 9/18

#backtoschool - zurück in die Schule hieß es für uns diesen September. Die allerersten, richtigen Sommerferien gingen für das kleine Fräulein zu Ende. Und nachdem tagelang die Vorfreude regierte, überkam sie kurz vor Schulstart dann doch etwas Panik. Wie wird wohl das zweite Schuljahr laufen? Sind meine Freunde noch dieselben wie vor den Ferien? Welche Lehrer werden mich unterrichten? Schaffe ich das alles? Fragen, die nur so aus ihr heraus sprudelten. Und absolut berechtigt waren. So viel die Kinder in ihrem ersten Schuljahr lernen und wachsen - sie sind trotzdem einfach noch Kinder. Und noch längst keine Routiniers im Wechselspiel von Ferien und Schulalltag. Das wird in unserer höher-schneller-weiter-Gesellschaft leider ganz oft vergessen. Und ich beschloss: Warum nur den allerersten Schultag im Leben feiern? Wir machen das jetzt einfach künftig jedes Jahr. Im Mini-Format. Und voller Freude und positiver Gedanken.


Jetzt - zum Monatsende - haben sich zum Glück alle Sorgen des Fräuleins in Luft aufgelöst. Wir haben uns mittlerweile in den Alltag mit dem neuen Stundenplan eingegroovt. Es wurde Neues ausprobiert, an Bewährtem festgehalten - und zwischendurch war sogar noch genug Zeit, dieses geniale Spätsommerwetter zu genießen, und Zeit mit Freunden zu verbringen. Wieder einmal bin ich sehr dankbar über meinen Blick zurück am letzten Tag des Monats - mein kurzes Innehalten und Revue passieren lassen, was eigentlich so los war in den vergangenen vier Wochen:

#september
  • das kurze und spontane Einbremsen im neuen Zuhause unserer ehemaligen Nachbarn. Die Wiedersehensfreude der Kinder hat alle Bedenken - Können wir das wirklich bringen? Spontaner Überfall? Die sind doch bestimmt noch am Kisten auspacken?! - weggewischt. 
  • ein lustiges Shooting mit Änni. Natürlich gab's zur Belohnung Kekse und Kaffee. Rituale wollen schließlich gepflegt werden.
  • unser Tagesausflug in den playmobil Funpark - denn für die nächste große Reise benötigten die #playmosommers unbedingt noch wetterfeste Outfits und ein passendes Gefährt. 
  • eine Schnupperstunde im Kung Fu fürs Fräulein. Ist aber nicht ihr Ding. Aber war trotzdem spannend. Neues einfach mal ausprobieren, und dann erst entscheiden. 
  • das Déjà-Vu bei der Einschulungsfeier in der Grundschule - inklusive Gänsehautmoment beim laut schallenden Begrüßungslied von Schülern und Lehrern.
  • ein sehr motivierendes Treffen von selbstständigen Frauen in Stuttgart, initiiert von Illustratorin Johanna Fritz. Inklusive Tritt in den Hintern für mich in Sachen Textwerkstatt. Richtig so. Das Projekt liegt schon wieder viel zu lange in der Warteschleife. 
  • unsere Fahrradtour zur großen Kastanienallee im Nachbar-Ort. 
  • ein Kontroll-Termin beim Arzt, der ohne Befund endete. #puh
  • das Learning in einem meiner Jobs: Wir setzen dort gerade ein Customer-Relationsship-Management-System auf, und ich finde es hochspannend, diese Datenbank später nicht nur zu füttern, sondern auch mit aufzubauen.
  • der Spielebesuch einer Fräulein-Freundin, der für uns Neuland war: Denn unser Fräulein geht in eine Inklusionsklasse - das heißt, Kinder ohne und Kinder mit Behinderung verbringen den Großteil ihres Schulalltags zusammen. Aber ganz oft endet diese Inklusion am Ende eines Schultages, weil die Kinder dann wieder getrennte Wege gehen. Aber jetzt besuchte uns eines der Mädchen der Partnerschule nachmittags. Erst in Begleitung der Mama, dann blieb sie alleine. Und zugegeben, es verlangte etwas mehr Rücksichtnahme und etwas mehr Geduld vor allem vom Fräulein, aber ansonsten war alles wie immer: Die zwei Mädchen haben mit Puppen gespielt, playmobil-Welten aufgebaut und vor allem ganz viel getanzt. Warum ich das hier extra aufführe? Weil Inklusion - das erleben wir durch unsere Schulform - nicht immer einfach ist. Aber an diesem Nachmittag war sie es. 
  • unser buntes Nasch-Laub, das ich gemeinem mit dem Fräulein gebacken habe.
  • der Moment, wenn Du vom eigenen - zum Glück - kurzen Schnarcher auf dem Stuhl der Kosmetikerin aufwachst. Erst peinlich berührt, dann dankbar ob der kleinen Auszeit im Alltag. 
  • die virtuelle Babyshower fürs #kreamini - zur Begrüßung der zuckersüßen Tochter von Dominique von kreamino haben sich ganz viele Blogger zusammengetan, und ein riesiges Paket gefüllt, das dann von Gesine von allie and me feierlich übergeben wurde. Es stimmt einfach, dass #nähenverbindet 
  • der Hashtag #nähenverbindet passt auch zum Sonntagsbesuch aus der Schweiz: Sabine mit ihrer Familie fuhr die fast 200 Kilometer bis zu uns, wir futterten Kürbissuppe, Rostbraten mit Spätzle und Zwetschgencrumble, spazierten durch buntes Herbstlaub und genossen die herrliche Spätsommersonne.
  • das leckere Pilz-Schnitzel, das der Herr des Hauses gekocht hat. Beim Männer-Kochclub. Und ja, er geht dort freiwillig hin. Seit über 25 Jahren. Alle vier Wochen kochen die Herren gemeinsam abends ein Menü, im Anschluss wird gegessen. Und manchmal bleibt was übrig. Wie beim Pilzschnitzel. Dann ist mein Mittag am nächsten Tag mehr als gerettet.  
  • ein toller Kreativ-Nachmittag mit meinem Fräulein: Wir haben herbstliche Windlichter gebastelt - aus Blättern, Tapetenkleister und Papier. Das Ergebnis zeig ich Euch noch diese Woche hier auf dem Blog. 
  • der recht spontane Kaffeetreff mit einer Freundin, der sich von den ausgemachten "schnellen zehn Minuten" auf fast drei Stunden ausdehnte. Aber manchmal muss man einfach die To-Do-Liste eine To-Do-Liste sein lassen, und den Moment genießen. Schön war's! 
  • die Nach-Geburtstagssause meiner Mutti: mit einem großen Spaziergang in der Herbstsonne, leckeren Torten und Kuchen und gemütliche Familienzeit. 
  • den letzten Sonntag des Monats hat das Fräulein komplett im Schlafanzug verbracht. Einfach so. Erst haben wir ausgeschlafen. Dann gemütlich gefrühstückt. Und irgendwie hat sie es den Rest des Tages nicht aus dem liebsten Kleidungsstück heraus geschafft. Ein Fest für sie. Und für uns alle ein total fauler aber herrlich entspannter Sonntag. 


Das war er, unser September. Und mit dem Oktober biegen wir gefühlt schon auf die Weihnachtsspur ein. Ich hab mir schon Gedanken für #theadventure2018 gemacht, und im Supermarkt marschiere ich schon lange durch die Allee von Lebkuchen und Dominosteinen. Letztens bin ich der Versuchung erlegen, und hab eine kleine Packung Elisenlebkuchen mitgenommen - entgegen aller Grundsätze, vor dem 1. November keine Weihnachtssüßigkeiten zu kaufen und zu essen. Und was soll ich sagen? Boah, war der lecker!

#l(i)ebedenmoment

Jenseits von Afrika

Sie träumte von Afrika, als sie die Designs zeichnete: Von wilden Bisons, mächtigen Baobab-Bäumen und grazilen Gazellen, die durch die weite Steppe ziehen. Als ich das erste Mal die Skizzen von meiner Bloggerfreundin Miriam sah, träumte ich sofort von einer Gazellen-Bluse. Die Farben? Genau meins! Nicht nur das: Auch die Fotos dazu hatte ich schon fix im Kopf: Naturtöne, dürres Gras, wilde Natur - am liebsten afrikanische Steppe. Dieses Treffen, bei dem mir Miriam die Skizzen digital präsentierte, ist jetzt fast ein Jahr her. Und sagen wir's mal so: Unterm Strich können wir mit unserer Traum-Erfüller-Quote eigentlich ganz zufrieden sein.


_ Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Stoff wurde mir für das Nähen eines Designbeispiels zur Verfügung gestellt _ 

Miriams Design gibt es nämlich längst nicht mehr nur digital. hilco hat sich vier ihrer afrikanischen Entwürfe ausgesucht, und sie unter dem Kollektionsnamen "prairie" auf Stoff drucken lassen. Alle vier Designs - neben meinen Lieblingen, den Gazellen, gibt es noch das wilde Bison samt Kombi-Stoff sowie blumige Baobab-Blüten - sind Teil der Frühjahr/Sommer-Kollektion, und kommen voraussichtlich im Februar in den Handel. Klickt Euch nachher unbedingt mal ins Lookbook, es ist wie ein kleiner Ausflug nach Afrika!


Aber zurück zum Stoff: Wo dieser ist, ist eine Bluse nicht weit: Natürlich habe ich "Ja" gesagt, als mich Miriam  gefragt hat, ob ich mir nach wie etwas aus den Gazellen nähen möchte. Gesagt, getan.


Ich habe zu einem ganz schlichten Schnitt gegriffen: FrauAiko von studio schnittreif. Die Teilung im Rücken ist im Schnitt vorgesehen, ich hab allerdings noch eine Paspel in meiner aktuellen Lieblingsfarbe - olivkhakidunkelgrün - eingenäht. FrauAiko hat normalerweise noch Taschen auf der Vorderseite. Die habe ich aber einfach weg gelassen. #keepitsimple


Bleibt die Frage, welcher Wunsch jetzt offen blieb? Der mit der afrikanischen Steppe! Denn die Steppe auf den Bildern ist ein klitzekleines bisschen jenseits von Afrika. Genauer gesagt hat sie so viel mit Afrika zu tun wie schwäbischer Apfelsaft mit dem Baobab-Baum. Nämlich gar nichts. Ihr habt es also auf den Bildern mit einer waschechten #fakesteppe zu tun. Das dürre Feld liegt nämlich nur wenige Gehminuten von unserem Zuhause entfernt.

#diewahrheitliegtimaugedesbetrachters













12 von 12 im September

Seit drei Tagen heißt es hier morgens wieder: "Aufstehen! Die Schule wartet" Doch heute war kein Schultag wie jeder andere. Denn heute wurden die neuen Erstklässler in der Schule des Fräuleins willkommen geheißen. Aufregend war das. Auch für die sonst mittlerweile routinierten Zweitklässler.  Schließlich sind sie ab heute nicht mehr die Kleinsten. Was ich dort gemacht habe? Die aufgeregten Erstklässler-Elternnerven mit Koffein und Süßem beruhigt. In Erinnerungen geschwelgt. Und natürlich beim Willkommenslied von über 100 Schülern und Lehrern ein paar Tränchen verdrückt.

Denn diesen schönsten Moment - der Einzug der Erstklässler ins Schulhaus - habe ich vergangenes Jahr beim Fräulein verpasst. Weil dieser Augenblick den Kindern gehört. Den Eltern bleibt die Rolle als Zaungast vor der Schultür. Ein Moment, der sinnbildlich für das steht, was bei der Einschulung passiert: Man lässt das Kind wieder ein Stück weiter ziehen auf seinem Lebensweg. Umso schöner war's, das heute noch einmal mit zu erleben. Aber bevor ich hier sentimental werde, schaut sie Euch an - unsere zwölf Bilder vom zwölften Tag des Monats:

1) Los geht's: Heute ist Einschulung an unserer Grundschule. Und wie es die Tradition will,
bewirten die Zweitklässler-Eltern die Erstklässler-Eltern, während die Kinder in ihrer ersten Unterrichtsstunde sind.
2) Symbolbild: Natürlich geht nichts ohne Schultüte an diesem großen Tag!
3) Schön geschmückt: Sogar das Schulhaus heißt die neuen Schüler willkommen.
4) Es ist angerichtet: Die Gäste können kommen.

5) Sympathisch: meine Entdeckung im Elternbeiratsschrank unserer Schule.
Denn es gibt nicht immer nur was zu tun, sondern auch genug Anlässe zum Feiern.
6) Heimatidylle: Ich liebe unseren alten Ortskern mit seinen schönen Fassaden.
7) Back at home: Es erwartet mich mein derzeitiger Endgegner.
Fusseln. Überall. Dank neuem Badezimmerteppich mit viel Flausch.
8) Nachmittagsroutine: Hausaufgaben. 

9) Überall Erstklässler: Eine liebe Freundin des Fräuleins kommt am Samstag in die Schule,
und bekommt als Begleiter einen kuscheligen Sorgenfresser an die Seite
10) Selbst ist das Fräulein: Die Postkarte für einen Freund gestaltet sie gleich selbst.
11) Ohne Worte: Wer Weihnachtslieder auf CD hört, kann auch Spekulatius in der Brotdose haben, oder?
12) Mein Abendprogramm: Ich geh zum Treffen der Kreativen Rockstars 

#manlerntnieaus


Und immer wieder London...

Man mag es kaum glauben: Ich war noch NIE in London. Ich würd in der Tat sehr gerne mal über den berühmt-berüchtigten Zebrastreifen in der Abbey Road marschieren, durch Notting Hill flanieren oder bei Libertys die Kreditkarte glühen lassen. Nun denn: Bis es soweit ist, nähe ich eben London. Rauf und runter. Mal als Kleid. Mal als Tunika. Oder wie hier als ganz eigene Variante: Etwas gekürzt und mit einem Volant versehen #patternhack


London ist ein Schnittmuster aus dem Hause rapantinchen. Anjas Schnitte sind alle nach Städten benannt - aber London ist definitiv unser Favorit. Warum wir London so lieben, hab ich bereits dieses Frühjahr bei meiner #shirtwoche verraten. Neu ist bei dem aktuellen Shirt: Es hat einen Volant. Und es ist uni.


Von Senfgelb reden wir hier bitte nicht. Sprechen wir lieber von Herbstgold. Denn Senfgelb würde mein Fräulein niemals nicht tragen. Ich hab mir vorm Nähen zwar das Okay für den Farbton des neuen Shirts eingeholt, aber als das Outfit dann fertig auf der Kleiderstange hing, erntete ich statt Begeisterung erst einmal Skepsis: "Das sieht aber ganz schön erwachsen aus!"


Zum Glück reißt's die Hose raus - die ist nämlich alles andere als erwachsen. Den Jersey mit den niedlichen Hasen und floralem Print haben wir bei unserem Hamburg-Trip im Juli in gemeinschaftlicher Begeisterung bei Stoff&Stil mitgenommen. Bereits dort stand fest, dass daraus eine qiesy-Shorts von kibadoo werden wird. "qiesy" steht als Abkürzung für quick&easy - und genauso schnell ist diese Hose wirklich auch genäht.


#patternhack 
Für diese London-Variante habe ich den Schnitt in der Tunika-Größe um weitere 5 Zentimeter gekürzt. Die Teilung auf Brusthöhe hat der Schnitt ohnehin. Für die Rüsche habe ich einen 4 cm breiten Jerseystreifen auf die Breite des Vorderteils gerafft und beim Zusammennähen des oberen und unteren Vorderteils mitgefasst. Für einen noch schöneren Fall könnte man die Naht noch oben absteppen. Hab ich nicht gemacht - aber beim Einsetzen der Ärmel darauf geachtet, dass die Overlocknaht vom Einnähen der Rüsche in Richtung Kragen zeigt.


Auch dieses Outfit hab ich mal wieder flach gelegt - und zwar für den mittlerweile nahezu berühmten #flatlayfriDIY auf Instagram. Unter diesem Hashtag werden dort jeden Freitag tolle Outfits gezeigt. Einzige Bedingung der Initiatorin Ulrike von Moritzwerk: Mindestens ein Teil muss #handmade sein.  Ich find's total spannend, sich durch die verschiedenen Outfits zu klicken. Zu sehen, wie andere ihre #handmadefashion im Alltag kombinieren und im Netz präsentieren. Ich liebe diese Inspiration. Und mindestens genauso gerne wie ich mich durchklicke, bin ich selbst mit dabei.

London jedenfalls macht sich gut auf meiner ollen weißen Schreibtischplatte, die mir immer als Foto-Hintergrund dient. Anja von rapantinchen hat übrigens noch weitere Schnittmuster-Städte im Programm, die auf meiner Reise-Bucket-List stehen. Kopenhagen wäre definitiv mal ein langes Wochenende wert. Riga kann ich mir sowohl in echt als auch als Rock verdammt gut vorstellen. Und Tallinn hab ich sogar schon einmal genäht, aber noch nicht bereist.

Wie war das? #nachdemurlaubistvordemurlaub