Ein Blick zurück 11/18

Da steht er: mein Adventskalender. Und welch Glück, steht auf manchen Päckchen sogar mein Name drauf - ansonsten müsste ich glatt darum bangen, dass sie mir jemand anderes vor der Nase weg schnappt. Ich könnt's sogar verstehen: So schön, wie sie aussehen. Bereits das dritte Jahr bin ich mit dabei, bei unserem #theADVENTure - bei dem 25 kreative Frauen aus diesem Internet, die ich teils persönlich, teils nur online kenne, die Türchen füllen. Morgen früh werde ich neugierig das erste Päckchen öffnen - aber vorher blicke ich noch schnell bei einer Tasse Tee und mit Euch gemeinsam auf meinen November zurück.


Diesen Monat nordet mich mein Rückblick wieder ungemein ein. In der Tat habe ich viele von mir gesetzte Ziele nicht erreicht: mal ohne Endspurt und Nachtschicht in den Advent starten, zwei weitere Beiträge für die Kategorie "Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender" bloggen, alle zwei Tage auf Instagram präsent sein, den Kleiderschrank misten... Aber was hab ich stattdessen geschafft? Die Erkenntnis, dass ich einen Großteil meiner Zeit in die Begegnung mit tollen Menschen gesteckt habe, versöhnt mich am letzten Tag dieses stressigen Novembers ungemein.

#november

  • der spontane Besuch unserer ehemaligen Nachbarn: Kinder, die stundenlang zum Spielen verschwinden, die sich selbst genug und dabei glücklich sind; fransig geschnatterte Schnuten und die Gewissheit, dass es gelingen kann, trotz Entfernung und total unterschiedlichem Familienalltag den Kontakt zu halten. 
  • das Herbstfest in der Schule des Fräuleins: Welch Riesenglück, dass wir nicht nur eine tolle Klassengemeinschaft erleben dürfen, sondern auch die Eltern vieles verbindet - das macht diese Termin nicht nur zur Pflicht, sondern wir alle freuen uns auf diese Treffen. 
  • die Vorbereitungen für #theADVENTure: Zugegeben, den Abgabe-Termin am 9. November fand ich anfangs doch sehr früh gesetzt. Aber ich will ihn nächstes Jahr genauso früh haben. Denn es gibt kein besseres Gefühl, als nach Abgabe seines Türchens sagen zu können: Fertig!
  • der Tannenreisig- und Schlemmertag im Schwarzwald: Mindestens einmal vor Weihnachten kocht uns meine Mutti ihren fränkischen Sauerbraten mit Lebkuchensoße und Knödeln. Und frisch geschnittenes Tannenreisig gab's für die Heimfahrt gleich mit dazu. #wiedasduftet
  • das gemeinsame Erinnern und Gedenken: Seit zwei Jahren ist mein Schwiegerpapa nicht mehr bei uns. Wir denken oft an ihn - meist in ganz alltäglichen Situationen. Etwa wenn's Schupfnudeln gibt, "weil die der Opa immer für mich gekocht hat", wie das Fräulein dann sagt. Im November aber ist der Todestag. Und da kommen wir noch einmal ganz bewusst in seiner Familie zusammen - weil es allen gut tut. 
  • ein Freitagsausflug in die alte Heimat: Hanna genießt einen Nachmittag bei ihrer Patentante. 
  • ein Schlemmer-Abend bei Freunden: Wir wurden französisch bekocht. Und solltet ihr noch niemals eine Scheibe selbst gebackenes und getoastetes Brioche gegessen haben. Holt es nach! 
  • Zum Heulen: meinen sauteuren Lieblingsschal aus Wolle und Seide zu später Stunde inmitten der 40-Grad-Wäsche in der Waschmaschine finden - um die Hälfte geschrumpft und verfilzt. 
  • die Premiere des Fernseh-Zweiteilers "Aenne Burda - eine Wirtschaftswunderfrau" in der Oberrheinhalle in Offenburg. Und wie nahbar sich dabei einer der größten Verleger Deutschlands gezeigt hat, dessen Mutter eine sehr mutige Frau war. 
  • die ##kreativ18 in Stuttgart: der Freitagnachmittag gehörte wie auch 2017 meinem kleinen Fräulein. Ich ließ sie durch die Halle stöbern, begleitete sie zu ihren Lieblingsworkshops, und ließ sie Neuheiten entdecken und ausprobieren. Samstags stürzte ich mich dann noch einmal allein in den Messetrubel samt Bloggertreffen. 
  • meine Glückssträhne: Ich hab doch tatsächlich einen Bausatz für ein riesiges Schoko-Haus gewonnen. Das kleine Fräulein und ich werden wahrscheinlich nächste Woche zum Baumeister, danach wird es in der Klasse des Fräuleins vernascht. 
  • ein Coffeedate im vorweihnachtlichen Esslingen: Meike kenne ich von #snaplybackstage und uns trennen nur fünf Kilometer - allerhöchste Zeit, sich mal wieder zu sehen. Und ich hab großen Respekt vor dem, was sie als Familie leisten: Sie sind Bereitschaftspflegefamilie, und geben gerade einem kleinen Kerlchen das für ihn so dringend benötigte warme Nest. 
  • ein Schnellkurs im Macaronsbacken: Katharina von wienerbroed hat mir heute das Geheimrezept mit Geling-Garantie verraten. Und zack - befindet sich auf meinem Wunschzettel ein Zuckerthermometer. 

So - und ab jetzt geht's hier mit Riesenschritten auf Weihnachten zu: Ich freu mich auf Lichterglanz und Sternenzauber, und spätestens am Sonntag unterschreibe ich meine alljährlich Mitgliedschaft bei der #backwahnsekte. Ich sag nur: 16 Sorten. Wie viele kommen bei Euch auf den Plätzchenteller?

#itsbeginningtolookalotlikechristmas

Mini-Geldbeutel im Metallic-Look

Das kleine Fräulein zählt schon die Tage. Elf sind es noch - dann beginnt der für sie magischste Monat des Jahres: der Dezember. Der Monat, der im Kerzenschein funkelt, nach frischen Plätzchen duftet und in dem immer ein kleines bisschen Magie in der Luft liegt. Wir alle lieben die Weihnachtszeit. Und dieses Jahr kann sie mir irgendwie nicht früh genug anfangen. Sogar meine Geschenke-Kiste ist schon etwas gefüllt: mit Mini-Geldbeuteln im Metallic-Look.


_Dieser Beitrag enthält eine Empfehlung für meine Bloggerkollegin Sabine
 und ihr Buch "Nähliebe und Plotterspaß", das sie via Self-publishing auf den Markt gebracht hat._

Ich mag solche kleinen Projekte: schnell genäht - und trotzdem mit Wow-Effekt! Dafür sorgt zum einen das Snappap in Metallic-Optik, zum anderen der Schnitt mit den gefalteten Seitenteilen, der aus einem simplen Täschchen ein richtiges, kleines Geldbeutelchen macht. Die Idee dazu? Hatte nicht ich - sondern Sabine von "i'm sew happy". Und diese hat sie gemeinsam mit vielen anderen in ein Buch gepackt. "Nähliebe und Plotterspaß" heißt es, und ist seit ein paar Wochen auf dem Markt.


Was ich an Sabine wirklich bewundernswert finde: Sie wartet nicht ab, sie macht einfach mal! Genauso ist ihr Buch entstanden. Statt bei einem Verlag anzuklopfen, hat sie ihr Autorenglück selbst in die Hand genommen, und das 80 Seiten starke Werk allein verlegt und heraus gebracht. Chapeau! Der Clou an dem Softcover: 13 Schnittmuster - unter anderem für Notizbüchhüllen, Mäppchen und Taschen - sowie 14 Plotterdateien gibt's kostenlos dazu, via Downloadlink in jedem Buch.


Mit dem Mini-Geldbeutel im Metallic-Look hatte Sabine mich sofort. Die Variante mit der Lasche samt Schlüsselanhänger ist ein tolles Weihnachtspräsent - liebe Grüße inklusive. Und die Variante ohne Lasche? Ist ein wunderbarer Gutschein-Bewahrer, Geldschein-Hüter oder Liebesbrief-Verstecker.


Übrigens: die kleinen Dinger passen perfekt in meine lose Blog-Reihe "Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender". Es sind ja noch elf Tage bis zum großen Türchenöffnen - und somit genug Zeit, ein paar Mini-Geldbeutel zu nähen.


#itsthemostwonderfultimeoftheyear













Pietra im Herbstlicht

Ich muss Euch nochmal mitnehmen nach Island. Genauer gesagt auf die sagenumwobene Halbinsel Snaefellsness. Vom gleichnamigen Vulkan aus ließ Jules Verne seinen etwas schrulligen Professor Lidenbrock zum Mittelpunkt der Erde reisen. Der Kirkjufell - der Pfeilspitzenberg - ist nicht erst seit der sechsten Staffel von Games of Thrones eines der beliebtesten Foto-Motive der Insel aus Feuer und Eis. Und die Basaltsäulen von Gerduberg wurden bei unserer Tagestour rund um die Halbinsel ganz spontan zur Kulisse für meinen derzeitigen Lieblingspulli: Franzi aus Sweat Pietra von hilco.


_Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Stoff wurde mir für das Nähen eines Designbeispiels zur Verfügung gestellt._

Die Basaltsäulen von Gerduberg hatten wir ganz anders in Erinnerung: nass. So nass, dass wir uns bei unserer ersten Island-Reise im Jahr 2005 kaum aus dem Auto trauten. Der Regen kam von oben, von links, von rechts - gefühlt von überall her. Und dieses Jahr? Tauchte die Herbstsonne die bis zu 14 Meter hohen Säulen in sanftes Licht. Wir waren völlig allein an diesem Fleckchen Erde. Das Fräulein stapelte fröhlich summend einen Stein auf den anderen, wir streckten selig unsere Nasen in die wärmende Sonne. Aber ich konnte diesen Moment - dieses Licht - nicht ungenutzt vorbei streichen lassen.


Denn dieser Pulli hatte es bislang einfach noch nicht vor die Kamera geschafft - weil er von der Wäschetonne direkt in die Waschmaschine, von dort auf den Kleiderbügel und statt in den Schrank wieder direkt an mich wandert.  Er ist einer meiner treuesten Herbstbegleiter, und durfte somit auch im Reisegepäck nicht fehlen. 


Was mir bei Franzi besonders gut gefällt: Die kleinen Bündchendetails - sowohl an den Armabschlüssen als auch am Halsbündchen. Und die Tatsache, dass der Pullover hinten etwas länger als vorne ist, und einen abgerundeten Saum hat. Sitzt, passt, wackelt und hat Luft. Mag ich.


Vernäht hab ich den leichten Sweat Pietra aus der aktuellen Herbst-Winter-Kollektion von hilco. Er ist herrlich warm, ohne aufzutragen. Und es gibt ihn übrigens in zwei Farbstellungen: Änni hat ihn in der beige-grau-schwarz-Variante gezeigt.


Seht ihr die dunklen Wolken am Horizont? Sie brachten uns Schneeflocken - so groß, wie wir sie noch nie gesehen hatten.

#livethemoment













12 von 12 im November

Zwei von Dreien starteten im Hause schoenstebastelzeit bereits vergangenen Montag wieder in den Alltag. Ich allerdings gönnte mir nach unserem Herbsturlaub noch einen freien Montag - und bin immer wieder erstaunt darüber, wie sehr nur ein zusätzlich freier Tag eine ganze Woche entschleunigen kann. Heute morgen hieß es aber auch für mich wieder #backtobusiness.


Denn Montage sind für mich die Tage, die ich nicht im Home-Office verbringe, sondern ganz klassisch in einem großen Büro - in der Presse- und PR-Abteilung des Südwestrundfunks. Und ich genieße das: echte statt virtuelle Kollegen, ein Schnack hinweg über Bürotische statt nur über Bildschirme. Die Abwechslung macht's. Was sonst so los war an diesem Montag? Schaut sie Euch an, unsere zwölf Bilder vom zwölften Tag des Monats:

1) Kleiner Reminder für mich: Es soll nämlich schon vorgekommen sein,
dass mir erst mittags auffiel, dass ein Zwölfter ist.
2) Von wegen Herbstgrau: Über Stuttgart und der U-Bahn-Station strahlt der Himmel blau.
3) Rituale wollen gepflegt sein: "but first coffee" gilt auch unterwegs.
4) Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: der SWR hat die Lebensgeschichte von Aenne Burda verfilmt;
nächste Woche ist Premiere, in der ARD ist der Zweiteiler am 5. und 12. Dezember zu sehen #savethedate

5) I see faces: Und dieser Lebkuchen hat eindeutig zu mir gesagt "vernasch mich"
6) Humor, der mir gefällt: die Kollegin bietet eine Fake-Nuss statt Fake-News an.
7) Rarität: Ein Sitzplatz auf dem Rückfahrt nach Hause.
8) Süße Überraschung: Ich hab bei Renate von titatoni doch glatt nen Bausatz für ein Schokohaus gewonnen. 

9) Zappenduster: Da ist sie wieder, die Jahreszeit, in der man im Dunkeln nach Hause kommt.
10) Willkommensgruß für einen Übernachtungsgast: Das Fräulein hat mit Konfetti dekoriert.
11) Schmökerstunde: Wir schauen geschwind im magischen Baumhaus vorbei.
12) Feierabend: Noch ein Gläschen Rosé und dann fallen mir bestimmt gleich die Augen zu. 

Übrigens: #nurnochsechswochenbisweihnachten