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Lässige Long-Jack(i)e im Leo-Look

Für Dich oder für mich? Das ist hier immer öfters die Frage, wenn ein Stoffpaket eintrudelt. Und in letzter Zeit passiert es häufiger, dass ich einen Stoff, den ich eigentlich für mich vorgesehen hatte, an das kleine große Fräulein abtrete. So geschehen auch mit diesem wunderbaren French Terry im Leo-Look. Ursprünglich sollte dieser mal ein Oversize-Pulli für mich werden. Jetzt hat er sich in ein lässiges Long-Jacket verwandelt. Genauer gesagt in Jackie aus der aktuellen #fibremood.


Wer solch einen coolen Stoff abgreift, der bekommt ein mindestens genauso cooles Label an die Tasche geknallt. Das "best kid ever" hab ich kürzlich auf einem Event entdeckt. Man munkelt, ich hätte mich öfters an diesem Tag am Stand von paul&clara rumgedrückt. Beobachter behaupten sogar, ich hätte erst vernünftig drei Stück gekauft, um dann drei Stunden später nochmal zuzuschlagen. Nun denn, es könnte ja demnächst akuter Label-Notstand eintreten. Und ich liebe solche Details an den Klamotten einfach zu sehr.


"Jackie" ist wirklich schnell genäht: Der Schnitt ist aus der aktuellen Ausgabe der #fibremood-Zeitschrift, die heute erscheint.  Und Jackie ist recht variabel: Man kann die Jacke mit oder ohne Kapuze nähen, in langer oder kurzer Version. Das Fräulein hat sich für die lange Version ohne Kapuze entschieden. "Aber unbedingt mit Taschen!", so die klare Ansage.


Was in der Anleitung etwas mehr Aufmerksamkeit verdient hätte: die Verarbeitung. Die ist mit dem simpel eingenähten Reißverschluss und damit einfach nur umgeklappten Hals- und vor allem Saumbündchen doch recht pragmatisch gehalten. Das Gute: von außen sieht man's nicht. Der Trägerin ist's auch schnurz. Und somit muss damit wohl nur mein eigener Perfektionismus klar kommen.


#keeponsewing













Jenseits von Afrika

Sie träumte von Afrika, als sie die Designs zeichnete: Von wilden Bisons, mächtigen Baobab-Bäumen und grazilen Gazellen, die durch die weite Steppe ziehen. Als ich das erste Mal die Skizzen von meiner Bloggerfreundin Miriam sah, träumte ich sofort von einer Gazellen-Bluse. Die Farben? Genau meins! Nicht nur das: Auch die Fotos dazu hatte ich schon fix im Kopf: Naturtöne, dürres Gras, wilde Natur - am liebsten afrikanische Steppe. Dieses Treffen, bei dem mir Miriam die Skizzen digital präsentierte, ist jetzt fast ein Jahr her. Und sagen wir's mal so: Unterm Strich können wir mit unserer Traum-Erfüller-Quote eigentlich ganz zufrieden sein.


_ Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Stoff wurde mir für das Nähen eines Designbeispiels zur Verfügung gestellt _ 

Miriams Design gibt es nämlich längst nicht mehr nur digital. hilco hat sich vier ihrer afrikanischen Entwürfe ausgesucht, und sie unter dem Kollektionsnamen "prairie" auf Stoff drucken lassen. Alle vier Designs - neben meinen Lieblingen, den Gazellen, gibt es noch das wilde Bison samt Kombi-Stoff sowie blumige Baobab-Blüten - sind Teil der Frühjahr/Sommer-Kollektion, und kommen voraussichtlich im Februar in den Handel. Klickt Euch nachher unbedingt mal ins Lookbook, es ist wie ein kleiner Ausflug nach Afrika!


Aber zurück zum Stoff: Wo dieser ist, ist eine Bluse nicht weit: Natürlich habe ich "Ja" gesagt, als mich Miriam  gefragt hat, ob ich mir nach wie etwas aus den Gazellen nähen möchte. Gesagt, getan.


Ich habe zu einem ganz schlichten Schnitt gegriffen: FrauAiko von studio schnittreif. Die Teilung im Rücken ist im Schnitt vorgesehen, ich hab allerdings noch eine Paspel in meiner aktuellen Lieblingsfarbe - olivkhakidunkelgrün - eingenäht. FrauAiko hat normalerweise noch Taschen auf der Vorderseite. Die habe ich aber einfach weg gelassen. #keepitsimple


Bleibt die Frage, welcher Wunsch jetzt offen blieb? Der mit der afrikanischen Steppe! Denn die Steppe auf den Bildern ist ein klitzekleines bisschen jenseits von Afrika. Genauer gesagt hat sie so viel mit Afrika zu tun wie schwäbischer Apfelsaft mit dem Baobab-Baum. Nämlich gar nichts. Ihr habt es also auf den Bildern mit einer waschechten #fakesteppe zu tun. Das dürre Feld liegt nämlich nur wenige Gehminuten von unserem Zuhause entfernt.

#diewahrheitliegtimaugedesbetrachters













Das Fräulein macht blau

Ich kann's (oder will's) noch gar nicht glauben: Morgen soll's dann wirklich vorbei sein mit diesem Super-Sommer. Jeans? Socken? Geschlossene Schuhe? Allein der Gedanke daran bringt mich gerade noch ins Schwitzen. Da zeig ich lieber noch schnell ein superluftiges Sommerkleidchen des Fräuleins. In maritimen Farben. Das man allerdings auch wunderbar weit entfernt vom Meer tragen kann.


800 Kilometer gen Norden. 700 Kilometer gen Süden. "Mal schnell ans Meer düsen" ist bei uns einfach nicht drin. Umso schöner, wenn wir uns eine frische Brise via Stoff nach Hause holen können - so geschehen mit dieser leichten Baumwolle von hilco.


Hingucker sind die leicht fransigen eingewebten Streifen, die den doch recht klassisch gestreiften Stoff etwas verspielter wirken lassen. Wahrscheinlich ist er genau deshalb in der Kategorie "Kinderstoffe" der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2019 gelandet.


Der klare Sommer-Favorit des Fräuleins in diesem Jahr: Spaghetti-Träger. Zugegeben, bei unserem Kleid sind es zwar etwas breitete Tagliatelle-Träger geworden - dafür sind sie superbequem. Denn ich hab weiches Gummiband eingenäht. Bester Nebeneffekt: die Träger rutschen beim Toben und Spielen nicht dauernd von der Schulter.


Das Kleid Sofie hat definitiv das Zeug dazu, im kommenden Sommer einfach noch mal genäht zu werden - allerdings ein paar Nummern größer. Denn insgeheim bin ich ja ein klitzekleines bisschen neidisch auf dieses lässige Teil im Kleiderschrank des Fräuleins. Zumindest am Stoff dürfte dieses Projekt nicht scheitern: Dieser kommt im Frühjahr 2019 in die Läden.


Auch wenn ich mich an Jeans, Socken und geschlossene Schuhe noch nicht so gewöhnen mag. Worauf ich mich wirklich freue, wenn es etwas kühler wird? Aufs Nähen mit offenen Jalousien und Tageslicht - da sowohl Nähzimmer als auch Büro unterm Dach sind, saß ich die vergangenen Wochen so manches Mal im Dunkeln.

#imdunkelnistgutmunkeln













  • Stoff: Webstreifen mit Scherli-Effekt A1901/80 von hilco (für Händler vorbestellbar) 
  • Schnitt: Sommerkleid Sofie von fritzi-schnittreif
  • verlinkt: kiddikram

Willkommen am #fakestrand

Wusstet ihr eigentlich, dass bei uns quasi immer Sommer ist? "Genau - wie die Jahreszeit", lautet die häufigste Antwort auf die Frage nach der Schreibweise unseres Nachnamens. Im Frühling folgt darauf dann meist: "Jetzt wird's aber Zeit, dass Sie Ihrem Namen alle Ehre machen!" Im Herbst höre ich dagegen öfter: "Schade, dass der Sommer schon vorbei ist!" Aber wie singen die Wise Guys so schön? "Jetzt ist Sommer, egal ob man schwitzt oder friert. Sommer ist, was in Deinem Kopf passiert!" Deswegen heißt es jetzt: Kopfkino an und ab an den #fakestrand. Kommt ihr mit?