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Colorblocking mal anders

Es ist wieder #sweaterweather: Der Frühling macht bei uns passend zum neuen Pullover des Fräuleins eine kleine Pause. Und so zeig ich Euch ganz fix - bevor das Thermometer wieder nach oben klettert - unsere Version des Crearetro für Kids. Mit pfiffiger V-Passe. Ohne Kapuze. Dafür mit farblich abgesetzter Saumblende. Es gibt unzählige Möglichkeiten, den Pullover zu nähen. Wir haben uns für diese hier entschieden: quadratisch, praktisch. schick.

_Dieser Beitrag enthält Werbung für Bloggerfreunde. Das Schnittmuster wurde mir zur Verfügung gestellt._

Mein ursprünglicher Plan war ja, Resa ihren allerersten Crearetro-Pulli für Kids aus kuscheligem Nicki und mit romantischen Blümchen abzuschwatzen. Nachdem mir das nicht gelungen ist, musste ich also selbst ran.


Das Schwierigste? Sich vor dem Nähen für eine Version des Crearetro für Kids zu entscheiden. Darf's die schlichte Raglan-Variante sein? Nähe ich mit oder ohne Kapuze? Gibt's einen einfarbigen oder gar einen mehrfarbigen V-Einsatz? Bündchen? Oder lieber doch eine Saumblende? Wie wär's mit Retro-Stripes für die Ärmel? Fragen über Fragen! Und letztendlich hab ich mich für eine recht schlichte Version entschieden.


Einziger Hingucker: Die farblich noch einmal abgesetzte Saumblende am Rückteil. Sie setzt die schöne Schnittführung noch einmal in Szene und verleiht dem Ganzen einen sehr sportiven Touch.


Weil ich unbedingt den kastigen Grundschnitt des Raglan-Sweaters erhalten wollte, habe ich auch an den Ärmelabschlüssen auf dehnbare Bündchen verzichtet. Stattdessen gab es selbst konstruierte Bündchen aus dem Grundmaterial, dem Sommersweat in Rauchblau.


Der Crearetro ist wirklich ein tolles Basic-Teil - und kann noch in so vielen anderen Varianten genäht werden. Ein Glück, geht der Schnitt bis Größe 164. Da dürfte noch die ein oder andere Version drin sein....

#einpullitausendmöglichkeiten












Alltagsheldin zum Mitnehmen: die #yellobag

Shopper in knallbunten Farben? Kein Problem! Kosmetiktäschchen mit Blümchen und Kakteen? Aber immer doch! Marktbeutel aus Retro-Resten? Her damit! Doch bei selbst genähten HANDtaschen bin ich mittlerweile sehr eigen. Die dürfen alles, nur nicht bunt sein. Um Karriere als Alltagsbegleiter zu machen, brauchen sie zudem ein praktisches Innenleben, mindestens zwei Trage-Varianten, und dieses, kleine feine Ding namens Schlüsselkarabiner mag ich auch nicht mehr missen. Wie gut, dass es die #yellobag gibt! Der Schnitt ist quasi meine ganz persönliche eierlegende Wollmilchsau an der Taschenfront. Und die Optik? Die hab ich ja zum Glück selbst in der Hand.

_Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Stoff wurde mir für das Nähen eines Designbeispiels zur Verfügung gestellt._

Was war zuerst? Der wunderschöne Oilskin in bordeaux? Das Taschenfutter? Weder noch - die allererste Zutat, die ich für diese Tasche im Kopf hatte, waren die Zipperverschlüsse mit Ring in schönstem Roségold. Meine allerersten hatte ich im Frühjahr vergangenen Jahres von einer Nähfreundin geschenkt bekommen. Im Herbst machte ich dann endlich die Dealerin der heiß begehrten Zipperverschlüsse ausfindig: Christiane von kikkomo.de. Und heute? Zeige ich Euch meine #yellobag - genäht aus Stoffen und Materialien direkt aus Christianes Textilwerkstatt, so der Name ihres Ladengeschäfts in Braunschweig. #nähenverbindet


Die Zipperverschlüsse mit Ring sah man lange Zeit gar nicht an Selbstgenähtem. Ich mag das Detail sehr, und vor allem die Möglichkeit, eine zur Tasche passende Zipperverlängerung zu basteln. Hier habe ich etwas Oilskin zu einem schmalen Band zusammengesteppt, die beiden offenen Seiten unter einem Lederschnipsel versteckt, und das Ganze mit einer Buchschraube verbunden. Mag ich!


Extra für Euch hab ich sogar noch einmal die Innenseite nach außen gedreht: Denn die clothworks-Webware ist fast zu schön, um sie nur in einer Tasche zu verstecken. Aber wisst ihr was? Ein tolles Taschenfutter macht mehrfach glücklich. Nämlich jedes Mal, wenn man reingreift.


Meine #yellobag hat auch dieses Mal wieder eine gefütterte Innentasche bekommen. Natürlich mit meinen geliebten Ring-Zippern samt Handmade-Verlängerung. Und den mittlerweile obligatorischen Schlüsselkarabiner. #niewiederohne


Erzähl mal: Frauen und ihre Selbstständigkeit

Was ich ja immer total spannend finde: Mich mit selbstständigen Frauen auszutauschen, die ihr ganz eigenes Ding machen. Christiane Colsman habe ich auf der h+h in Köln getroffen. Ihr Ding ist ihr Stoffladen - und angefangen hat alles vor über zehn Jahren mit einem dawanda-Shop, in dem sie selbst genähte Taschen und Kissen verkaufte. Irgendwann fragten die Kunden nicht nur nach fertigen Teilen, sondern vor allem auch nach Material. Und so nahm Christianes Selbstständigkeit ihren Lauf. Die erste Textilwerkstatt öffnete noch in einer Nebenstraße, heute verkauft die 50-Jährige direkt am Braunschweiger Altstadtmarkt ihre Stoffe und Kurzwaren.

Von Anfang an setzte sie auf klare Designs, vor allem - aber natürlich nicht nur - für Erwachsene. "Ich bin nicht so der verspielte Typ", erklärt Christiane, die ein Faible für japanische Stoffe und amerikanische Designer hat. Und die Zipper? Die lässt die 50-Jährige - genauso wie die metallisierten Reißverschlüsse - extra für ihren Laden anfertigen: "Senfgelb, Petrol, Olive: Das sind keine Farben von der Stange."

Offline kauft man bei Christiane in der Textilwerkstatt, online bei kikkomo. Wie geht das zusammen? "Anfangs brauchte ich einfach einen Namen. Was Niedliches wollte ich nicht - und so hab ich dann einfach als Textilwerkstatt angefangen." Kikkomo ist eine Abkürzung für "Kinderkonfektion and more", und auch wenn aus dem ursprünglichen Plan mit der Kinderkonfektion doch nichts geworden ist, so mag Christiane nach wie vor diesen Kunstnamen: "Hat ein bisschen was von Marimekko und japanisch. Passt!" Und irgendwann firmiert sie ihr Offline-Geschäft vielleicht mal noch um. Wenn der Tag mal mehr als 24 Stunden hat...

Was ist Christianes Superpower? "Meine Superpower ist, dass ich mir Sachen immer vorstellen kann, die sich andere nicht vorstellen können. Ich kann Dinge, ich kann Stoffe kombinieren. Oder ich komm in einen Raum, und weiß ziemlich schnell, wie ich den einrichten kann."


Und recht spontan ist hiermit eine kleine, neue Blogreihe entstanden: In loser Zeitfolge möchte ich Euch in Zukunft nicht nur die Quelle meiner Stoffe und Materialien verraten, sondern auch - wann immer es möglich ist, und vor allem eine Frau hinter einem Business steht - auch noch kurz und knapp ein paar Infos zur Person und dem jeweiligen Konzept dazu packen. Denn selten sind Geschäftswege ganz geradeaus; jede Selbstständigkeit hat Höhen, Tiefen, Kurven und Abzweigungen. Wichtig ist dabei nur, dass man nicht stehen bleibt, sondern weitergeht - auf seinem Weg!

Übrigens: Nach der #yellobag ist vor der #yellobag - die Variante in bordeaux ist nämlich schon meine Zweite. Die Erste hat es noch nicht auf den Blog geschafft, aber auf Instagram könnt ihr mir in den Highlights beim Nähen der PremierenYello über die Schulter blicken. Denn eines ist klar:

#taschensindrudeltiere












  • Material: Oilskin in bordeaux / Webware "baby gone wild" pink white und Reißverschlüsse über kikkomo.de / Taschenzubehör über snaply.de / Lederreste aus meinem Fundus 
  • Schnitt: yellobag von prülla / Tragegriffe in der Länge halbiert
  • verlinkt: du für dich

Cool in Glitzer

Gibt es so etwas wie eine Klamotten-Pubertät? Dann steckt das Fräulein mittendrin. An einem Tag kann das Outfit nicht kitschig-verspielt genug sein, am anderen Tag muss es verdammt cool aussehen. Ganz klar in letztere Kategorie fällt ihr aktueller Lieblingshoodie - mit großer Kapuze, kuscheligem Kragen und dicken Ösen, aus denen ganz lässig fette Satinbänder heraus hängen.

_Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Stoff wurde mir für das Nähen eines Designbeispiels zur Verfügung gestellt._

Den Hoodie Elice von ki-ba-doo hatte ich seit #triernäht im Herbst 2017 auf dem Zettel. Das Schnittmuster war damals ganz neu rausgekommen und Linda hatte ihn dort für ihr Zuckermädchen genäht. Als ich bei hilco im Herbst vergangenen Jahres dann diesen Glitzersweat sah, wusste ich sofort: Daraus wird eine Elice fürs Fräulein. Denn die größte Raffinesse des Schnittmusters - der markante Kragen - wirkt am besten mit einem unifarbenen Stoff. Und dieses Grau mit dem eingewebten Lurex fällt bei mir definitiv in diese Kategorie.


Was ich beim nächsten Mal allerdings anders machen würde: Die Ösen - die ich in geduldigem SlowSewing mit fein abgesteppten Kunstleder-Quadraten verstärkt habe - würde ich etwas weiter herunter und einen kleinen Tuck mittiger setzen als im Schnittmuster angegeben. Und bei der Kapuze würde ich die gefütterte Variante wählen, auch wenn sie dadurch noch schwerer und fülliger wird.


Die Bündchen hat hilco übrigens gleich mit dazu geliefert - und ich bin froh, dass diese nicht auch noch glitzern. Großzügig war ich bei der Größenauswahl, und hab eine 140 zugeschnitten, obwohl das Fräulein gerade eher eine 128/134 trägt. Von der Länge her eher reinlich bemessen, in der Breite passt er ihr perfekt.


#happygirlsaretheprettiest













  • Material: GlitzerSweat und Bündchen von hilco (aktuell für Händler vorbestellbar)
  • Schnitte: Hoodie Elice von kibadoo / Satinbänder aus meinem Fundus
  • verlinkt: afterwork sewing / kiddikram 

Die Katze, Mary Poppins und ich

Darf ich mal? Diese Frage - gepaart mit dem direkten Griff zum Stoff eines Kleidungsstückes - bin ich durchaus gewohnt. Kein Nähtreff, bei dem man sich nicht gegenseitig an Kragen, Saumkante oder Ärmel geht, um das Rohmaterial eines Kleidungsstückes zu fühlen. Aber mit meinem neuen Cardigan passiert mir das auch im Alltag. Bei der Arbeit. An der Supermarktkasse. Abends im Bistro. Selten zieht ein selbst genähtes Kleidungsstück so viel Interesse auf sich - denn am liebsten ist es mir, wenn man gar nicht sieht, dass es handmade ist. Aber dieser Cardigan ist wohl alles andere als gewöhnlich. Oder besser das Material, aus dem er gemacht ist. Und meine Antwort ist das ebenso: "Gestatten, das ist die Katze!"

_Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Stoff wurde mir für das Nähen eines Designbeispiels zur Verfügung gestellt._

Natürlich musste keine einzige echte Katze ihr Leben für meinen Cardigan lassen. Aber diesen Arbeitstitel hat der Stoff - außen FakeFur in beige und innen grauer Sweat - unter uns hilco-Designnähern bekommen. Und er hat mich nicht davon abgehalten, ihn zu vernähen. Im Gegenteil: Ich hatte gleich den Susanne Cardigan mit den großen, aufgeschlagenen Taschen von Marte (compagnieM) im Kopf. Um der legeren Innenseite aus Sweat gerecht zu werden,  hab ich die Kanten  an der Vorderseite nur mit der Overlock versäubert. An den Armabschlüssen kam dann der #nähmonk durch, und ich hab doch einmal umgeschlagen und gesäumt.



Als Kombi gab's ein legeres Winterkleid aus Viskose im Retro-Look dazu. Ich mag das Muster, das aus der Nähe ganz anders wirkt als von fern, und das sich mit vielen Farben kombinieren lässt. Und was das jetzt alles mit Mary Poppins zu tun hat? Ich sag nur: Deadline für die Fotos und Regen. Nicht nur tröpfchenweise. Sondern in Schnüren. Da musste ich den Schirm als Accessoires einfach irgendwie aufs Foto schmuggeln...


#ineveryjobitmustbedonethereisanelementoffun













Da passt was rein: Große Markttasche #DIY

In welchem Team bist Du: Gemüsekiste oder Wochenmarkt? Ich gehöre ganz klar zum Team Wochenmarkt. Die Gemüsekiste war zwar wahnsinnig praktisch, als das Fräulein noch im Brei-Alter war, und ich so bequem und einfach die wöchentliche Ration Pastinake, Kürbis und Kartoffeln direkt ins Haus geliefert bekommen habe. Aber heute möchte ich meinen wöchentlichen Marktbesuch nicht mehr missen. Ich muss fairerweise dazu sagen, dass wir hier freitags immer ein großes Angebot haben: mehrere regionale Obst- und Gemüsehändler, dazu eine Bio-Bäckerei, einen Metzger, einen Käse-, Eier- und Fischstand - kurzum bekomme ich dort alles, was ich an Frische-Angebot brauche. Mein Korb reicht für einen großen Einkauf schon lange nicht mehr aus. Und so habe ich mir die Tage kurzerhand noch eine große Markttasche genäht.

_Dieser Beitrag enthält Werbung. Das Material wurde mir als PR-Sample zur Verfügung gestellt_

Ganz genaue Vorstellungen hatte ich von meiner Markttasche: Größer sollte sie sein als die herkömmlichen Taschen, und etwas tiefer. Und mit stabilen Henkeln zum Zupacken, wenn der Einkauf mal wieder schwerer ausfällt als geplant. Genauso eine Tasche habe ich mir jetzt genäht. Und weil ich bestimmt nicht die Einzige bin, die so einen Taschen-Allrounder gebrauchen kann, gibt's die Anleitung gleich dazu.


Materialliste für eine große Markttasche   

  • 60 cm beschichtete Webware bei einer Stoffbreite von minimal 120 cm
  • 2 x 40 cm Baumwollgurtband in passender Farbe
  • Nähgarn in passender Farbe
  • wer mag: kleines, individuelles Label


Und so geht's: 


Lege die beschichte Baumwolle rechts auf rechts - sprich die schönen Seiten des Stoffes liegen aufeinander. Achte dabei auf das Muster Deines Stoffes. Folgt es einer bestimmten Richtung, solltest Du das beim Zuschnitt beachten - nicht, dass eine Seite der Tasche dann mustertechnisch auf dem Kopf steht. Stoffe im Mustermix ohne bestimmte Richtung kannst Du auch im Bruch zuschneiden. Dieser liegt dann an der unteren, schmaleren Kante des Zuschnitts.

Jetzt zeichnest Du Dir den Zuschnitt auf Deinem doppelt gelegten Stoff mit einem Trick- oder dünnem Kreidemarker auf. Übrigens: Die Maße oben im Bild enthalten bereits eine Nahtzugabe von einem Zentimeter. Dann schneidest Du die beiden Stofflagen aus. Entweder mit der Schere, oder auf einer Schneidematte mit Patchworklineal und Rollschneider.

Und schon geht's ans Nähen. Mit einem Geradstich die zwei langen Seiten sowie die untere Kante schließen. Wenn Du im Bruch zugeschnitten hast, entfällt das Zusammennähen der unteren Kante natürlich. Dann bügelst Du die Nahtzugabe vorsichtig und mit sehr niedriger Temperatur auseinander.

Dann entstehen die Ecken und damit auch der Blockboden: Dafür nimmst Du die Naht der langen Kante und legst sie rechts auf rechts auf die Mitte der unteren, kurzen Taschenkante. Die Stoffkanten müssen gerade und bündig aufeinander liegen. Mit Nähklammern gut sichern, und absteppen. Das Ganze wiederholst Du auf der anderen Seite.

Und schon kannst Du Dich an den Saum an der oberen Taschenkante machen: Dafür einfach den oberen Taschenrand ein erstes Mal um 2 cm nach innen bügeln, dann diese Kante erneut um 2 cm nach innen schlagen, bügeln und feststecken. Den oberen Saum zweimal absteppen - einmal ungefähr 1,8 Zentimeter vom Taschenrand entfernt, das zweite Mal 1,5 Zentimeter davon entfernt. Fertig ist die hübsche Doppelnaht.


Um die Gurtbänder später besser greifen zu können, habe ich sie auf den mittleren 20 Zentimetern mit einer Naht knapp am äußeren Rand zusammengesteppt. Anschließend positionierst Du das Gurtband auf der Tasche. Ich habe die Henkel mit jeweils 12 cm Abstand zur Seitennaht platziert, der Abstand zum oberen Saum beträgt 5 cm. Die Henkel feststecken und mit sowohl mit einer quadratischen Naht als auch mit einem Nahtkreuz sichern - schließlich sollen die Henkel auch halten, wenn die Tasche vollgepackt mit Obst und Gemüse ist. Das Ganze wiederholst Du auf der anderen Taschenseite. Schon ist sie fertig, Deine Markttasche.


Meine Markttasche gefällt mir so gut, dass sie mich künftig nicht nur auf den Markt begleiten darf, sondern einen festen Platz in meiner Handtasche bekommt - flach zusammengefaltet wartet sie dann auf ihren Einsatz.


Ich bin ja bekennender Marimekko-Fan - und zugegeben, dieses Muster aus der "okina hana"-Reihe von rico-Design hat eine gewisse Ähnlichkeit mit den klassischen Blumen made in Finnland. Und weil ich am Wochenenende noch ein kleines Zeitfenster hatte, hab ich mir gleich noch einen zweiten Einkaufsbegleiter daraus genäht: eine Beuteltasche.


Ganz ehrlich: Ich hab mir die fertige Tasche einen Tick größer vorgestellt als das Schnittmuster der Schnörkelless-Tasche von leni.pepunkt vor mir lag. Aber als Ergänzung zu meiner Markttasche macht sie sich ganz gut. Ich hab ihr noch eine kleine Innentasche mit Platz fürs  Handy und anderen Krimskrams verpasst.


Label und Tasche habe ich übrigens mit meinem Lieblingsnähfuß abgesteppt: dem Schmalkantfuß No. 10 von Bernina. Mithilfe der Führungsschiene im Füßchen hat die Naht immer exakt denselben Abstand zur Stoffkante oder Label. Der kleine, miese Perfektionist in mir feiert deswegen jedes Mal ein kleines Freudenfest.


Die Fotos von mir und meinen neuen Taschen hat übrigens das kleine, große Fräulein gemacht. Ich würd' sagen: Das können wir jetzt öfters machen! Der Rollentausch hat uns beiden großen Spaß gemacht - und ich bekam sehr genaue Anweisungen: "Den Fuß mehr nach vorne, und vor allem nicht so zappeln, sonst wird das Bild unscharf!" Woher sie das nur weiß?!?!

#taschenhatmanniegenug













Sew it is! Der Wimpel für Nähfreunde #DIY

Auf den heutigen Tag freue ich mich schon seit Wochen! Denn heute ist der 20. Dezember. Und am 20. Dezember öffnet sich dieses Jahr mein Türchen beim Kreativ-Adventskalender #theADVENTure. Das heißt auch: Heute darf ich endlich verraten, was ich bereits Anfang November in die 24 Päckchen für meine kreativen Freundinnen gepackt habe. Es ist ein Wimpel. Aber nicht irgendein Wimpel. Es ist ein Wimpel für Nähfreunde. Oder Woll-Süchtige. Oder Buchstaben-Liebhaber. Je nachdem, was ihr drauf schreibt...


Eine frohe Botschaft habe ich auch für Euch: So ein Wimpel ist recht schnell genäht. Noch fixer geht's sogar mit einer fertigen Anleitung samt Vorlage - und beides hab ich heut mitgebracht, quasi als virtuelles Pedant zum richtigen Türchen.

Materialliste für Stoff-Wimpel mit Botschaft  

  • die Wimpel-Vorlage von schoenstebastelzeit
  • Baumwoll-Webware in Leinen-Optik etwa 40 cm breit und 30 cm hoch
  • Rundstab aus Holz mit 0,5 cm Durchmesser und etwa 19 cm lang
  • schwarzes Baumwoll- oder Bäckergarn für die Aufhängung 
  • Spruch nach Wahl (kann man plotten und aufpressen oder mit Textilmarkern schreiben)
  • Nähgarn in passender Farbe
  • wer mag: kleines, individuelles Label


Und so geht's: 

Drucke Dir die Wimpel-Vorlage aus und schneide den Wimpel entlang der Außenlinie aus. Das Schnittmuster enthält bereits eine Nahtzugabe von einem Zentimeter. Somit ist die gestrichelte Linie die Größe, die Dein fertiger Wimpel einmal haben wird.

Lege Deinen Stoff rechts auf rechts - sprich die schönen Seiten aufeinander. Darauf legst Du dann Dein Schnittmuster und schneidest den Wimpel in doppelter Lage aus. Fixiere die beiden Stofflagen mit ein paar Stoffklammern und nähe die beiden Wimpel rechts auf rechts zusammen. Fange am besten an der oberen, geraden Kante an - und ende dort auch wieder, achte jedoch darauf, eine Wende-Öffnung von ungefähr fünf Zentimetern zu lassen. Wende den Wimpel durch die Wende-Öffnung, forme die Ecken und Geraden schön aus, und bügele ihn glatt.


Jetzt fixierst Du den Überschlag, durch den später mal Dein Rundholz gesteckt wird. Falte dafür die obere Gerade etwa drei Zentimeter in Richtung Rückseite. Ich habe hier die Ecken noch zur Mitte hin eingeschlagen, dann lugt auf der Vorderseite garantiert kein neugieriges Stoff-Fitzelchen über. Wenn Du magst, platzierst Du jetzt innerhalb der noch offenen Wende-Öffnung Dein oder ein beliebiges Label und steppst knapp auf der Naht parallel zur oberen geraden Kante den Stoff ab.

Nun platzierst Du Deinen Spruch auf der Vorderseite. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Wenn Du einen Plotter hast, dann kannst Du Dir Deinen Spruch mithilfe von Flexfolie und zwei Schriften Deiner Wahl plotten, und auf den Wimpel aufbügeln. Alle ohne Plotter können sich mit Textilfarben behelfen, und den Schriftzug damit aufbringen.

Dann das Rundholz durch die Aufhängung schieben. Rechts und links jeweils eine schwarze Baumwollkordel festknoten, im Abstand von etwa 15 Zentimetern oben zusammen schnüren - und fertig ist Dein handmade-Wimpel.


"SEW it is" - dieser Schriftzug ist am häufigsten auf den Wimpeln zu finden, die sich heute in den 24 Türchen von #theADVENTure befinden. Da wir aber auch wahre Woll-Königinnen und Letter-Queens unter uns haben, habe ich vorab in unserer Gruppe gefragt, an welchem Material denn das DIY-Herz hängt. Wer geantwortet hat, hat einen personalisierten Wimpel - und heute entweder #sewitis oder #woolaholic oder gar #letterlover ausgepackt. Bei allen anderen hab ich auf gut Glück ausgewählt - und hoffe sehr, mit meiner Auswahl richtig zu liegen.


So sah es auf meinem Zuschneide-Tisch Anfang November aus während des Endspurts in der Wimpel-Werkstatt. Und falls Du Dich jetzt fragst, was denn eigentlich dieses #theADVENTure ist? Ganz einfach - ein Adventskalender von kreativen Frauen für kreative Frauen. Annelie von herz-lieb hat uns vor drei Jahren zusammen getrommelt, ist Schaltzentrale und vor allem Pack-Meisterin, da sie im November aus 24 Einzelpäckchen dann 24 individuelle Kalender bastelt. Sie selbst ist dann unser Joker - ich darf also heute ihr Türchen öffnen. Was da drin ist, wird dann am 24. Dezember verraten, wenn alle anderen Geheimnisse gelüftet sind.

Die ganz besondere Mischung macht diesen Adventskalender aus - und auch wenn ich kurz vor Abgabgefrist im November immer fluche, möchte ich diesen Tageszauber im Dezember nicht missen. Vergangenes Jahr habe ich übrigens selbst gemachtes Kräutersalz in mein Türchen gepackt, das Jahr zuvor gab's Lederquasten. Und für 2019 hab ich auch schon eine Idee...

#sewitis













  • Material: Webware in Leinen-Optik von hilco / Rundholz aus dem Baumarkt / Baumwollgarn Catania von schachenmayr
  • Schriftzug: Schriften über den Silhouette Design Store / Folien aus meinem Fundus

Mini-Geldbeutel im Metallic-Look

Das kleine Fräulein zählt schon die Tage. Elf sind es noch - dann beginnt der für sie magischste Monat des Jahres: der Dezember. Der Monat, der im Kerzenschein funkelt, nach frischen Plätzchen duftet und in dem immer ein kleines bisschen Magie in der Luft liegt. Wir alle lieben die Weihnachtszeit. Und dieses Jahr kann sie mir irgendwie nicht früh genug anfangen. Sogar meine Geschenke-Kiste ist schon etwas gefüllt: mit Mini-Geldbeuteln im Metallic-Look.


_Dieser Beitrag enthält eine Empfehlung für meine Bloggerkollegin Sabine
 und ihr Buch "Nähliebe und Plotterspaß", das sie via Self-publishing auf den Markt gebracht hat._

Ich mag solche kleinen Projekte: schnell genäht - und trotzdem mit Wow-Effekt! Dafür sorgt zum einen das Snappap in Metallic-Optik, zum anderen der Schnitt mit den gefalteten Seitenteilen, der aus einem simplen Täschchen ein richtiges, kleines Geldbeutelchen macht. Die Idee dazu? Hatte nicht ich - sondern Sabine von "i'm sew happy". Und diese hat sie gemeinsam mit vielen anderen in ein Buch gepackt. "Nähliebe und Plotterspaß" heißt es, und ist seit ein paar Wochen auf dem Markt.


Was ich an Sabine wirklich bewundernswert finde: Sie wartet nicht ab, sie macht einfach mal! Genauso ist ihr Buch entstanden. Statt bei einem Verlag anzuklopfen, hat sie ihr Autorenglück selbst in die Hand genommen, und das 80 Seiten starke Werk allein verlegt und heraus gebracht. Chapeau! Der Clou an dem Softcover: 13 Schnittmuster - unter anderem für Notizbüchhüllen, Mäppchen und Taschen - sowie 14 Plotterdateien gibt's kostenlos dazu, via Downloadlink in jedem Buch.


Mit dem Mini-Geldbeutel im Metallic-Look hatte Sabine mich sofort. Die Variante mit der Lasche samt Schlüsselanhänger ist ein tolles Weihnachtspräsent - liebe Grüße inklusive. Und die Variante ohne Lasche? Ist ein wunderbarer Gutschein-Bewahrer, Geldschein-Hüter oder Liebesbrief-Verstecker.


Übrigens: die kleinen Dinger passen perfekt in meine lose Blog-Reihe "Ratz-Fatz-Ideen für den Adventskalender". Es sind ja noch elf Tage bis zum großen Türchenöffnen - und somit genug Zeit, ein paar Mini-Geldbeutel zu nähen.


#itsthemostwonderfultimeoftheyear













Pietra im Herbstlicht

Ich muss Euch nochmal mitnehmen nach Island. Genauer gesagt auf die sagenumwobene Halbinsel Snaefellsness. Vom gleichnamigen Vulkan aus ließ Jules Verne seinen etwas schrulligen Professor Lidenbrock zum Mittelpunkt der Erde reisen. Der Kirkjufell - der Pfeilspitzenberg - ist nicht erst seit der sechsten Staffel von Games of Thrones eines der beliebtesten Foto-Motive der Insel aus Feuer und Eis. Und die Basaltsäulen von Gerduberg wurden bei unserer Tagestour rund um die Halbinsel ganz spontan zur Kulisse für meinen derzeitigen Lieblingspulli: Franzi aus Sweat Pietra von hilco.


_Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Stoff wurde mir für das Nähen eines Designbeispiels zur Verfügung gestellt._

Die Basaltsäulen von Gerduberg hatten wir ganz anders in Erinnerung: nass. So nass, dass wir uns bei unserer ersten Island-Reise im Jahr 2005 kaum aus dem Auto trauten. Der Regen kam von oben, von links, von rechts - gefühlt von überall her. Und dieses Jahr? Tauchte die Herbstsonne die bis zu 14 Meter hohen Säulen in sanftes Licht. Wir waren völlig allein an diesem Fleckchen Erde. Das Fräulein stapelte fröhlich summend einen Stein auf den anderen, wir streckten selig unsere Nasen in die wärmende Sonne. Aber ich konnte diesen Moment - dieses Licht - nicht ungenutzt vorbei streichen lassen.


Denn dieser Pulli hatte es bislang einfach noch nicht vor die Kamera geschafft - weil er von der Wäschetonne direkt in die Waschmaschine, von dort auf den Kleiderbügel und statt in den Schrank wieder direkt an mich wandert.  Er ist einer meiner treuesten Herbstbegleiter, und durfte somit auch im Reisegepäck nicht fehlen. 


Was mir bei Franzi besonders gut gefällt: Die kleinen Bündchendetails - sowohl an den Armabschlüssen als auch am Halsbündchen. Und die Tatsache, dass der Pullover hinten etwas länger als vorne ist, und einen abgerundeten Saum hat. Sitzt, passt, wackelt und hat Luft. Mag ich.


Vernäht hab ich den leichten Sweat Pietra aus der aktuellen Herbst-Winter-Kollektion von hilco. Er ist herrlich warm, ohne aufzutragen. Und es gibt ihn übrigens in zwei Farbstellungen: Änni hat ihn in der beige-grau-schwarz-Variante gezeigt.


Seht ihr die dunklen Wolken am Horizont? Sie brachten uns Schneeflocken - so groß, wie wir sie noch nie gesehen hatten.

#livethemoment