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Husch, husch ins Beutelchen! #nomnomnom

Ostern ist nicht abgesagt! Es gilt - wie für so vieles gerade - die Devise: Es wird, was Du draus machst! Und wir haben beschlossen, das Beste draus zu machen. Natürlich fällt uns das an einem Tag leichter, am anderen schwerer. Aber ich möchte trotz der Herausforderungen, die der Alltag mit zwei arbeitenden Eltern im Home-Office und einem Kind mit Home-Schooling und großer Schulvermissung so mit sich bringt, alles daran setzen, dass wir später mit guten Erinnerungen auf diese Zeit zurückblicken können. Dass wir auch mal Dinge tun, die wir sonst nicht tun. Schokocreme aus dem Glas löffeln. Den ganzen Tag im Schlafanzug abhängen. Auf Bildschirmzeiten pfeifen, weil man übers Tablet der Oma, der besten Freundin oder den ehemaligen Nachbarn trotzdem nah sein kann. Kurzum: Wir lassen in diesen Tagen einfach mal Fünf gerade sein! Und wenn uns die Nachrichtenlage dennoch das Herz schwer macht, lenken wir uns ab - und nähen etwa schicke Beutelchen fürs Osterfest oder backen fluffig-weiche Häschen aus Hefe zum Vernaschen. Den fiesen Virus schlagen wir damit leider nicht in die Flucht, aber es macht ein bisschen gute Laune - versprochen!


Schon lange wollte ich kleine Gebäck-Beutel nähen - für die Brezel, die ich mir morgens auf dem Weg zur Bahn schnell kaufe; das mürbe Hörnchen, das das Fräulein manchmal mit in die Schule bekommt. Kurzum: Für alle Backwaren, die nicht kleben. Also auch für süße Hefe-Hasen. Im Duett mit einem Gebäck-Beutel machen die sich super als Oster-Geschenk, oder?


Die Beutelchen sind fix genäht. Ein Tutorial für solch kleine Säckchen habe ich HIER schon einmal online gestellt. Für die Oster-Variante habe ich allerdings auf das Futter verzichtet, der feste Canvas-Stoff ist stabil genug.


Was ich Euch allerdings noch nicht verraten habe, ist mein Lieblingsrezept für fluffig-weiche Häschen aus Hefe-Teig. Ein gut gehütetes Familienrezept meiner Schwiegermama, die überall bekannt war für ihren grandiosen Hefezopf:

Süße Häschen aus Hefeteig 
  • 500 Gramm Mehl
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 125 ml Milch (lauwarm)
  • 80 Gramm Butter
  • 20 Gramm Butterschmalz
  • 2 Esslöffel Speiseöl
  • 50 Gramm süße Sahne oder Sauerrahm
  • 1 Ei
  • 90 Gramm Zucker
  • etwas Vanillezucker
  • etwas abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • Schokotropfen für die Augen
  • etwas Eigelb und Sahne zum Bestreichen 
Und so geht's:
Das Mehl in eine Rührschüssel sieben, in die Mitte eine Vertiefung machen. Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und mit etwas Zucker verrühren. In die Vertiefung geben, mit etwas Mehl verrühren und 15 Minuten abgedeckt stehen lassen. Währenddessen die restlichen Zutaten abwiegen und abmessen und parat stellen. Wenn die Hefe-Zucker-Milchmischung schön aufgegangen ist, vorsichtig die anderen Zutaten dazu geben und alles in der Küchenmaschine etwa 15 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig abgedeckt etwa 1 Stunde gehen lassen.

Danach den Teig nicht mehr allzu viel kneten, sonst knetet ihr die Fluffigkeit raus. Mit dem Teigroller auswellen, und Häschen ausstechen oder ausschneiden. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, und weitere 30 Minuten gehen lassen. Währenddessen den Backofen auf 175 Grad Umluft vorheizen. Dann das Eigelb mit etwas Sahne verquirlen, die Hefe-Häschen damit bestreichen, den Schokotropfen als Auge eindrücken und etwa 10 bis 15 Minuten auf mittlerer Schiene backen. 



Für das passende Drumrum - das ich ja zugegebenermaßen wirklich sehr mag - hat mir Rico Design ein hübsches Paket geschnürt. Und für alle Papeterie-Freunde hatte ich beim Fotografieren noch ein spontane Idee: Kleine Osternestchen aus Masking-Tape-Rollen! Dafür einfach etwas Flitter oder Ostergras in eine Rolle drücken, obendrauf ein Schoko-Ei - und fertig ist das Ratz-Fatz-Osternest en miniature. Mag ich!



Und solltet ihr zu viele Hasen gebacken haben: die Nachbarn freut's!
Denn eines ist in diesen Tagen wichtiger denn je:

#sharingiscaring













  • Material: Canvas-Stoffe und Papeterie von Rico Design 
  • Schnitt: selfmade - und HIER schon einmal für Euch aufgeschrieben

Perfekt unperfekt - genau mein Ding!

Drei Farben sind seit Jahren aus meinem Kleiderschrank nicht wegzudenken: Schwarz - weil das irgendwie immer geht. Dunkelblau - wenn's etwas sportiver sein soll. Und Rosa - als Frischekick, gerne auch als Kontrast oder Accessoire. Wie gut sich die Drei auch in Kombination machen, zeigt mein neues Lieblingsshirt: eine sportive FrauKarla.


FrauKarla - ein Basic-Schnitt von studioschnittreif - nähe ich immer wieder gerne. Er vereint ein paar Dinge, die ich einfach mag: den weiten aber nicht allzu tiefen Ausschnitt, die Dreiviertelärmel und den lockeren Sitz. Der Schnitt ist ein echter Evergreen in meinem Schrank.


Topaktuell hingegen ist der Stoff: Anja von aennisews hat sich mit stoff&liebe zusammen getan und gemeinsamen präsentierten sie uns Anfang Februar ihre erste Eigenproduktion "änni". Volltreffer, würde ich sagen! Sowohl was das Design mit den perfekt unperfekten Kreisen angeht als auch die Materialzusammensetzung. Denn die Modal-Biobaumwoll-Elasthan-Mischung hat bereits beim Nähen echt Laune gemacht.


Mein Antrag - weitere Designs in meinen Lieblingsfarben - an Anja ist auf jeden Fall raus. Perfekt passende Kombipartner hab ich zuhauf in Kleider- und sogar Badezimmerschrank. Ich wusste, es wird irgendwann der Tag für den Nagellack mit dem Namen #bluerebel kommen.


#windyhairdontcare













Lässige Long-Jack(i)e im Leo-Look

Für Dich oder für mich? Das ist hier immer öfters die Frage, wenn ein Stoffpaket eintrudelt. Und in letzter Zeit passiert es häufiger, dass ich einen Stoff, den ich eigentlich für mich vorgesehen hatte, an das kleine große Fräulein abtrete. So geschehen auch mit diesem wunderbaren French Terry im Leo-Look. Ursprünglich sollte dieser mal ein Oversize-Pulli für mich werden. Jetzt hat er sich in ein lässiges Long-Jacket verwandelt. Genauer gesagt in Jackie aus der aktuellen #fibremood.


Wer solch einen coolen Stoff abgreift, der bekommt ein mindestens genauso cooles Label an die Tasche geknallt. Das "best kid ever" hab ich kürzlich auf einem Event entdeckt. Man munkelt, ich hätte mich öfters an diesem Tag am Stand von paul&clara rumgedrückt. Beobachter behaupten sogar, ich hätte erst vernünftig drei Stück gekauft, um dann drei Stunden später nochmal zuzuschlagen. Nun denn, es könnte ja demnächst akuter Label-Notstand eintreten. Und ich liebe solche Details an den Klamotten einfach zu sehr.


"Jackie" ist wirklich schnell genäht: Der Schnitt ist aus der aktuellen Ausgabe der #fibremood-Zeitschrift, die heute erscheint.  Und Jackie ist recht variabel: Man kann die Jacke mit oder ohne Kapuze nähen, in langer oder kurzer Version. Das Fräulein hat sich für die lange Version ohne Kapuze entschieden. "Aber unbedingt mit Taschen!", so die klare Ansage.


Was in der Anleitung etwas mehr Aufmerksamkeit verdient hätte: die Verarbeitung. Die ist mit dem simpel eingenähten Reißverschluss und damit einfach nur umgeklappten Hals- und vor allem Saumbündchen doch recht pragmatisch gehalten. Das Gute: von außen sieht man's nicht. Der Trägerin ist's auch schnurz. Und somit muss damit wohl nur mein eigener Perfektionismus klar kommen.


#keeponsewing













Anschnallen, bitte! Mit Heinrich auf Tour

Ich habe einen neuen Begleiter: Heinrich. Er ist stets an meiner Seite, hält sich aber dezent im Hintergrund. Seinen großen Auftritt hat er - beim einkaufen und unterwegs. Denn in seinem Bauch verschwindet so einiges. Mühelos verstaut er darin unseren Wocheneinkauf an Obst und Gemüse, das Schwimmzeug für die ganze Familie, oder aber auch meterweise Stoff. Nur eines mag Heinrich gar nicht: Wenn man ihn schnöde als Einkaufsbeutel bezeichnet!


Mein Heinrich ist aus zwei Stoffen der neuen Deko-Kollektion von hilco genäht. Dobby Plain und Dobby Stripe lassen sich wunderbar kombinieren - und passen zudem perfekt zum Autogurt, der schon länger in meiner Schublade lag, und genau auf solch einen Einsatz gewartet hat. Jetzt hat mein Einkaufsbeutel nicht nur lässige, sondern vor allem auch strapazierfähige und belastbare Träger.


Was bei mir in keiner Tasche fehlen darf: das Schlüsselband! Nichts hasse ich mehr, als zwischen allen Einkäufen nach meinem Schlüssel kramen zu müssen. Vor der Haustür. Im Regen.


Meinen Heinrich habe ich außerdem als Wendetasche genäht - so kann ich ihn je nach Lust und Laune mal gestreift oder mal dezent gepunktet tragen. Heinrich, der Zweite, bekommt dann auch noch eine kleine Innentasche, in der Notizbuch und Bleistift und anderer Kram ihren Platz finden. Wobei ich mich dann allerdings für eine Seite entscheiden müsste, hmmm.

Warum Heinrich eigentlich Heinrich heißt? Das müsst ihr bei Bine von waseigenes nachlesen. Das lohnt sich - denn bei der Lektüre könnt ihr Euch gleich das kostenlose Schnittmuster downloaden und Euch ganz fix Euren eigenen Heinrich nähen.


Ich hab den Schnitt auf jeden Fall gleich mal auf dem Zuschneidetisch liegen lassen. Denn ein Heinrich ist kein Heinrich, oder? Und außerdem gibt's den Dobby Plain und Stripe auch noch in Olivgrün und in Rosé. Noch Fragen?

#einetaschekommtseltenallein













Colorblocking mal anders

Es ist wieder #sweaterweather: Der Frühling macht bei uns passend zum neuen Pullover des Fräuleins eine kleine Pause. Und so zeig ich Euch ganz fix - bevor das Thermometer wieder nach oben klettert - unsere Version des Crearetro für Kids. Mit pfiffiger V-Passe. Ohne Kapuze. Dafür mit farblich abgesetzter Saumblende. Es gibt unzählige Möglichkeiten, den Pullover zu nähen. Wir haben uns für diese hier entschieden: quadratisch, praktisch. schick.

_Dieser Beitrag enthält Werbung für Bloggerfreunde. Das Schnittmuster wurde mir zur Verfügung gestellt._

Mein ursprünglicher Plan war ja, Resa ihren allerersten Crearetro-Pulli für Kids aus kuscheligem Nicki und mit romantischen Blümchen abzuschwatzen. Nachdem mir das nicht gelungen ist, musste ich also selbst ran.


Das Schwierigste? Sich vor dem Nähen für eine Version des Crearetro für Kids zu entscheiden. Darf's die schlichte Raglan-Variante sein? Nähe ich mit oder ohne Kapuze? Gibt's einen einfarbigen oder gar einen mehrfarbigen V-Einsatz? Bündchen? Oder lieber doch eine Saumblende? Wie wär's mit Retro-Stripes für die Ärmel? Fragen über Fragen! Und letztendlich hab ich mich für eine recht schlichte Version entschieden.


Einziger Hingucker: Die farblich noch einmal abgesetzte Saumblende am Rückteil. Sie setzt die schöne Schnittführung noch einmal in Szene und verleiht dem Ganzen einen sehr sportiven Touch.


Weil ich unbedingt den kastigen Grundschnitt des Raglan-Sweaters erhalten wollte, habe ich auch an den Ärmelabschlüssen auf dehnbare Bündchen verzichtet. Stattdessen gab es selbst konstruierte Bündchen aus dem Grundmaterial, dem Sommersweat in Rauchblau.


Der Crearetro ist wirklich ein tolles Basic-Teil - und kann noch in so vielen anderen Varianten genäht werden. Ein Glück, geht der Schnitt bis Größe 164. Da dürfte noch die ein oder andere Version drin sein....

#einpullitausendmöglichkeiten












Alltagsheldin zum Mitnehmen: die #yellobag

Shopper in knallbunten Farben? Kein Problem! Kosmetiktäschchen mit Blümchen und Kakteen? Aber immer doch! Marktbeutel aus Retro-Resten? Her damit! Doch bei selbst genähten HANDtaschen bin ich mittlerweile sehr eigen. Die dürfen alles, nur nicht bunt sein. Um Karriere als Alltagsbegleiter zu machen, brauchen sie zudem ein praktisches Innenleben, mindestens zwei Trage-Varianten, und dieses, kleine feine Ding namens Schlüsselkarabiner mag ich auch nicht mehr missen. Wie gut, dass es die #yellobag gibt! Der Schnitt ist quasi meine ganz persönliche eierlegende Wollmilchsau an der Taschenfront. Und die Optik? Die hab ich ja zum Glück selbst in der Hand.

_Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Stoff wurde mir für das Nähen eines Designbeispiels zur Verfügung gestellt._

Was war zuerst? Der wunderschöne Oilskin in bordeaux? Das Taschenfutter? Weder noch - die allererste Zutat, die ich für diese Tasche im Kopf hatte, waren die Zipperverschlüsse mit Ring in schönstem Roségold. Meine allerersten hatte ich im Frühjahr vergangenen Jahres von einer Nähfreundin geschenkt bekommen. Im Herbst machte ich dann endlich die Dealerin der heiß begehrten Zipperverschlüsse ausfindig: Christiane von kikkomo.de. Und heute? Zeige ich Euch meine #yellobag - genäht aus Stoffen und Materialien direkt aus Christianes Textilwerkstatt, so der Name ihres Ladengeschäfts in Braunschweig. #nähenverbindet


Die Zipperverschlüsse mit Ring sah man lange Zeit gar nicht an Selbstgenähtem. Ich mag das Detail sehr, und vor allem die Möglichkeit, eine zur Tasche passende Zipperverlängerung zu basteln. Hier habe ich etwas Oilskin zu einem schmalen Band zusammengesteppt, die beiden offenen Seiten unter einem Lederschnipsel versteckt, und das Ganze mit einer Buchschraube verbunden. Mag ich!


Extra für Euch hab ich sogar noch einmal die Innenseite nach außen gedreht: Denn die clothworks-Webware ist fast zu schön, um sie nur in einer Tasche zu verstecken. Aber wisst ihr was? Ein tolles Taschenfutter macht mehrfach glücklich. Nämlich jedes Mal, wenn man reingreift.


Meine #yellobag hat auch dieses Mal wieder eine gefütterte Innentasche bekommen. Natürlich mit meinen geliebten Ring-Zippern samt Handmade-Verlängerung. Und den mittlerweile obligatorischen Schlüsselkarabiner. #niewiederohne


Erzähl mal: Frauen und ihre Selbstständigkeit

Was ich ja immer total spannend finde: Mich mit selbstständigen Frauen auszutauschen, die ihr ganz eigenes Ding machen. Christiane Colsman habe ich auf der h+h in Köln getroffen. Ihr Ding ist ihr Stoffladen - und angefangen hat alles vor über zehn Jahren mit einem dawanda-Shop, in dem sie selbst genähte Taschen und Kissen verkaufte. Irgendwann fragten die Kunden nicht nur nach fertigen Teilen, sondern vor allem auch nach Material. Und so nahm Christianes Selbstständigkeit ihren Lauf. Die erste Textilwerkstatt öffnete noch in einer Nebenstraße, heute verkauft die 50-Jährige direkt am Braunschweiger Altstadtmarkt ihre Stoffe und Kurzwaren.

Von Anfang an setzte sie auf klare Designs, vor allem - aber natürlich nicht nur - für Erwachsene. "Ich bin nicht so der verspielte Typ", erklärt Christiane, die ein Faible für japanische Stoffe und amerikanische Designer hat. Und die Zipper? Die lässt die 50-Jährige - genauso wie die metallisierten Reißverschlüsse - extra für ihren Laden anfertigen: "Senfgelb, Petrol, Olive: Das sind keine Farben von der Stange."

Offline kauft man bei Christiane in der Textilwerkstatt, online bei kikkomo. Wie geht das zusammen? "Anfangs brauchte ich einfach einen Namen. Was Niedliches wollte ich nicht - und so hab ich dann einfach als Textilwerkstatt angefangen." Kikkomo ist eine Abkürzung für "Kinderkonfektion and more", und auch wenn aus dem ursprünglichen Plan mit der Kinderkonfektion doch nichts geworden ist, so mag Christiane nach wie vor diesen Kunstnamen: "Hat ein bisschen was von Marimekko und japanisch. Passt!" Und irgendwann firmiert sie ihr Offline-Geschäft vielleicht mal noch um. Wenn der Tag mal mehr als 24 Stunden hat...

Was ist Christianes Superpower? "Meine Superpower ist, dass ich mir Sachen immer vorstellen kann, die sich andere nicht vorstellen können. Ich kann Dinge, ich kann Stoffe kombinieren. Oder ich komm in einen Raum, und weiß ziemlich schnell, wie ich den einrichten kann."


Und recht spontan ist hiermit eine kleine, neue Blogreihe entstanden: In loser Zeitfolge möchte ich Euch in Zukunft nicht nur die Quelle meiner Stoffe und Materialien verraten, sondern auch - wann immer es möglich ist, und vor allem eine Frau hinter einem Business steht - auch noch kurz und knapp ein paar Infos zur Person und dem jeweiligen Konzept dazu packen. Denn selten sind Geschäftswege ganz geradeaus; jede Selbstständigkeit hat Höhen, Tiefen, Kurven und Abzweigungen. Wichtig ist dabei nur, dass man nicht stehen bleibt, sondern weitergeht - auf seinem Weg!

Übrigens: Nach der #yellobag ist vor der #yellobag - die Variante in bordeaux ist nämlich schon meine Zweite. Die Erste hat es noch nicht auf den Blog geschafft, aber auf Instagram könnt ihr mir in den Highlights beim Nähen der PremierenYello über die Schulter blicken. Denn eines ist klar:

#taschensindrudeltiere












  • Material: Oilskin in bordeaux / Webware "baby gone wild" pink white und Reißverschlüsse über kikkomo.de / Taschenzubehör über snaply.de / Lederreste aus meinem Fundus 
  • Schnitt: yellobag von prülla / Tragegriffe in der Länge halbiert
  • verlinkt: du für dich

Cool in Glitzer

Gibt es so etwas wie eine Klamotten-Pubertät? Dann steckt das Fräulein mittendrin. An einem Tag kann das Outfit nicht kitschig-verspielt genug sein, am anderen Tag muss es verdammt cool aussehen. Ganz klar in letztere Kategorie fällt ihr aktueller Lieblingshoodie - mit großer Kapuze, kuscheligem Kragen und dicken Ösen, aus denen ganz lässig fette Satinbänder heraus hängen.

_Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Stoff wurde mir für das Nähen eines Designbeispiels zur Verfügung gestellt._

Den Hoodie Elice von ki-ba-doo hatte ich seit #triernäht im Herbst 2017 auf dem Zettel. Das Schnittmuster war damals ganz neu rausgekommen und Linda hatte ihn dort für ihr Zuckermädchen genäht. Als ich bei hilco im Herbst vergangenen Jahres dann diesen Glitzersweat sah, wusste ich sofort: Daraus wird eine Elice fürs Fräulein. Denn die größte Raffinesse des Schnittmusters - der markante Kragen - wirkt am besten mit einem unifarbenen Stoff. Und dieses Grau mit dem eingewebten Lurex fällt bei mir definitiv in diese Kategorie.


Was ich beim nächsten Mal allerdings anders machen würde: Die Ösen - die ich in geduldigem SlowSewing mit fein abgesteppten Kunstleder-Quadraten verstärkt habe - würde ich etwas weiter herunter und einen kleinen Tuck mittiger setzen als im Schnittmuster angegeben. Und bei der Kapuze würde ich die gefütterte Variante wählen, auch wenn sie dadurch noch schwerer und fülliger wird.


Die Bündchen hat hilco übrigens gleich mit dazu geliefert - und ich bin froh, dass diese nicht auch noch glitzern. Großzügig war ich bei der Größenauswahl, und hab eine 140 zugeschnitten, obwohl das Fräulein gerade eher eine 128/134 trägt. Von der Länge her eher reinlich bemessen, in der Breite passt er ihr perfekt.


#happygirlsaretheprettiest













  • Material: GlitzerSweat und Bündchen von hilco (aktuell für Händler vorbestellbar)
  • Schnitte: Hoodie Elice von kibadoo / Satinbänder aus meinem Fundus
  • verlinkt: afterwork sewing / kiddikram 

Die Katze, Mary Poppins und ich

Darf ich mal? Diese Frage - gepaart mit dem direkten Griff zum Stoff eines Kleidungsstückes - bin ich durchaus gewohnt. Kein Nähtreff, bei dem man sich nicht gegenseitig an Kragen, Saumkante oder Ärmel geht, um das Rohmaterial eines Kleidungsstückes zu fühlen. Aber mit meinem neuen Cardigan passiert mir das auch im Alltag. Bei der Arbeit. An der Supermarktkasse. Abends im Bistro. Selten zieht ein selbst genähtes Kleidungsstück so viel Interesse auf sich - denn am liebsten ist es mir, wenn man gar nicht sieht, dass es handmade ist. Aber dieser Cardigan ist wohl alles andere als gewöhnlich. Oder besser das Material, aus dem er gemacht ist. Und meine Antwort ist das ebenso: "Gestatten, das ist die Katze!"

_Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Stoff wurde mir für das Nähen eines Designbeispiels zur Verfügung gestellt._

Natürlich musste keine einzige echte Katze ihr Leben für meinen Cardigan lassen. Aber diesen Arbeitstitel hat der Stoff - außen FakeFur in beige und innen grauer Sweat - unter uns hilco-Designnähern bekommen. Und er hat mich nicht davon abgehalten, ihn zu vernähen. Im Gegenteil: Ich hatte gleich den Susanne Cardigan mit den großen, aufgeschlagenen Taschen von Marte (compagnieM) im Kopf. Um der legeren Innenseite aus Sweat gerecht zu werden,  hab ich die Kanten  an der Vorderseite nur mit der Overlock versäubert. An den Armabschlüssen kam dann der #nähmonk durch, und ich hab doch einmal umgeschlagen und gesäumt.



Als Kombi gab's ein legeres Winterkleid aus Viskose im Retro-Look dazu. Ich mag das Muster, das aus der Nähe ganz anders wirkt als von fern, und das sich mit vielen Farben kombinieren lässt. Und was das jetzt alles mit Mary Poppins zu tun hat? Ich sag nur: Deadline für die Fotos und Regen. Nicht nur tröpfchenweise. Sondern in Schnüren. Da musste ich den Schirm als Accessoires einfach irgendwie aufs Foto schmuggeln...


#ineveryjobitmustbedonethereisanelementoffun













Da passt was rein: Große Markttasche #DIY

In welchem Team bist Du: Gemüsekiste oder Wochenmarkt? Ich gehöre ganz klar zum Team Wochenmarkt. Die Gemüsekiste war zwar wahnsinnig praktisch, als das Fräulein noch im Brei-Alter war, und ich so bequem und einfach die wöchentliche Ration Pastinake, Kürbis und Kartoffeln direkt ins Haus geliefert bekommen habe. Aber heute möchte ich meinen wöchentlichen Marktbesuch nicht mehr missen. Ich muss fairerweise dazu sagen, dass wir hier freitags immer ein großes Angebot haben: mehrere regionale Obst- und Gemüsehändler, dazu eine Bio-Bäckerei, einen Metzger, einen Käse-, Eier- und Fischstand - kurzum bekomme ich dort alles, was ich an Frische-Angebot brauche. Mein Korb reicht für einen großen Einkauf schon lange nicht mehr aus. Und so habe ich mir die Tage kurzerhand noch eine große Markttasche genäht.

_Dieser Beitrag enthält Werbung. Das Material wurde mir als PR-Sample zur Verfügung gestellt_

Ganz genaue Vorstellungen hatte ich von meiner Markttasche: Größer sollte sie sein als die herkömmlichen Taschen, und etwas tiefer. Und mit stabilen Henkeln zum Zupacken, wenn der Einkauf mal wieder schwerer ausfällt als geplant. Genauso eine Tasche habe ich mir jetzt genäht. Und weil ich bestimmt nicht die Einzige bin, die so einen Taschen-Allrounder gebrauchen kann, gibt's die Anleitung gleich dazu.


Materialliste für eine große Markttasche   

  • 60 cm beschichtete Webware bei einer Stoffbreite von minimal 120 cm
  • 2 x 40 cm Baumwollgurtband in passender Farbe
  • Nähgarn in passender Farbe
  • wer mag: kleines, individuelles Label


Und so geht's: 


Lege die beschichte Baumwolle rechts auf rechts - sprich die schönen Seiten des Stoffes liegen aufeinander. Achte dabei auf das Muster Deines Stoffes. Folgt es einer bestimmten Richtung, solltest Du das beim Zuschnitt beachten - nicht, dass eine Seite der Tasche dann mustertechnisch auf dem Kopf steht. Stoffe im Mustermix ohne bestimmte Richtung kannst Du auch im Bruch zuschneiden. Dieser liegt dann an der unteren, schmaleren Kante des Zuschnitts.

Jetzt zeichnest Du Dir den Zuschnitt auf Deinem doppelt gelegten Stoff mit einem Trick- oder dünnem Kreidemarker auf. Übrigens: Die Maße oben im Bild enthalten bereits eine Nahtzugabe von einem Zentimeter. Dann schneidest Du die beiden Stofflagen aus. Entweder mit der Schere, oder auf einer Schneidematte mit Patchworklineal und Rollschneider.

Und schon geht's ans Nähen. Mit einem Geradstich die zwei langen Seiten sowie die untere Kante schließen. Wenn Du im Bruch zugeschnitten hast, entfällt das Zusammennähen der unteren Kante natürlich. Dann bügelst Du die Nahtzugabe vorsichtig und mit sehr niedriger Temperatur auseinander.

Dann entstehen die Ecken und damit auch der Blockboden: Dafür nimmst Du die Naht der langen Kante und legst sie rechts auf rechts auf die Mitte der unteren, kurzen Taschenkante. Die Stoffkanten müssen gerade und bündig aufeinander liegen. Mit Nähklammern gut sichern, und absteppen. Das Ganze wiederholst Du auf der anderen Seite.

Und schon kannst Du Dich an den Saum an der oberen Taschenkante machen: Dafür einfach den oberen Taschenrand ein erstes Mal um 2 cm nach innen bügeln, dann diese Kante erneut um 2 cm nach innen schlagen, bügeln und feststecken. Den oberen Saum zweimal absteppen - einmal ungefähr 1,8 Zentimeter vom Taschenrand entfernt, das zweite Mal 1,5 Zentimeter davon entfernt. Fertig ist die hübsche Doppelnaht.


Um die Gurtbänder später besser greifen zu können, habe ich sie auf den mittleren 20 Zentimetern mit einer Naht knapp am äußeren Rand zusammengesteppt. Anschließend positionierst Du das Gurtband auf der Tasche. Ich habe die Henkel mit jeweils 12 cm Abstand zur Seitennaht platziert, der Abstand zum oberen Saum beträgt 5 cm. Die Henkel feststecken und mit sowohl mit einer quadratischen Naht als auch mit einem Nahtkreuz sichern - schließlich sollen die Henkel auch halten, wenn die Tasche vollgepackt mit Obst und Gemüse ist. Das Ganze wiederholst Du auf der anderen Taschenseite. Schon ist sie fertig, Deine Markttasche.


Meine Markttasche gefällt mir so gut, dass sie mich künftig nicht nur auf den Markt begleiten darf, sondern einen festen Platz in meiner Handtasche bekommt - flach zusammengefaltet wartet sie dann auf ihren Einsatz.


Ich bin ja bekennender Marimekko-Fan - und zugegeben, dieses Muster aus der "okina hana"-Reihe von rico-Design hat eine gewisse Ähnlichkeit mit den klassischen Blumen made in Finnland. Und weil ich am Wochenenende noch ein kleines Zeitfenster hatte, hab ich mir gleich noch einen zweiten Einkaufsbegleiter daraus genäht: eine Beuteltasche.


Ganz ehrlich: Ich hab mir die fertige Tasche einen Tick größer vorgestellt als das Schnittmuster der Schnörkelless-Tasche von leni.pepunkt vor mir lag. Aber als Ergänzung zu meiner Markttasche macht sie sich ganz gut. Ich hab ihr noch eine kleine Innentasche mit Platz fürs  Handy und anderen Krimskrams verpasst.


Label und Tasche habe ich übrigens mit meinem Lieblingsnähfuß abgesteppt: dem Schmalkantfuß No. 10 von Bernina. Mithilfe der Führungsschiene im Füßchen hat die Naht immer exakt denselben Abstand zur Stoffkante oder Label. Der kleine, miese Perfektionist in mir feiert deswegen jedes Mal ein kleines Freudenfest.


Die Fotos von mir und meinen neuen Taschen hat übrigens das kleine, große Fräulein gemacht. Ich würd' sagen: Das können wir jetzt öfters machen! Der Rollentausch hat uns beiden großen Spaß gemacht - und ich bekam sehr genaue Anweisungen: "Den Fuß mehr nach vorne, und vor allem nicht so zappeln, sonst wird das Bild unscharf!" Woher sie das nur weiß?!?!

#taschenhatmanniegenug