Posts mit dem Label Ostern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ostern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Husch, husch ins Beutelchen! #nomnomnom

Ostern ist nicht abgesagt! Es gilt - wie für so vieles gerade - die Devise: Es wird, was Du draus machst! Und wir haben beschlossen, das Beste draus zu machen. Natürlich fällt uns das an einem Tag leichter, am anderen schwerer. Aber ich möchte trotz der Herausforderungen, die der Alltag mit zwei arbeitenden Eltern im Home-Office und einem Kind mit Home-Schooling und großer Schulvermissung so mit sich bringt, alles daran setzen, dass wir später mit guten Erinnerungen auf diese Zeit zurückblicken können. Dass wir auch mal Dinge tun, die wir sonst nicht tun. Schokocreme aus dem Glas löffeln. Den ganzen Tag im Schlafanzug abhängen. Auf Bildschirmzeiten pfeifen, weil man übers Tablet der Oma, der besten Freundin oder den ehemaligen Nachbarn trotzdem nah sein kann. Kurzum: Wir lassen in diesen Tagen einfach mal Fünf gerade sein! Und wenn uns die Nachrichtenlage dennoch das Herz schwer macht, lenken wir uns ab - und nähen etwa schicke Beutelchen fürs Osterfest oder backen fluffig-weiche Häschen aus Hefe zum Vernaschen. Den fiesen Virus schlagen wir damit leider nicht in die Flucht, aber es macht ein bisschen gute Laune - versprochen!


Schon lange wollte ich kleine Gebäck-Beutel nähen - für die Brezel, die ich mir morgens auf dem Weg zur Bahn schnell kaufe; das mürbe Hörnchen, das das Fräulein manchmal mit in die Schule bekommt. Kurzum: Für alle Backwaren, die nicht kleben. Also auch für süße Hefe-Hasen. Im Duett mit einem Gebäck-Beutel machen die sich super als Oster-Geschenk, oder?


Die Beutelchen sind fix genäht. Ein Tutorial für solch kleine Säckchen habe ich HIER schon einmal online gestellt. Für die Oster-Variante habe ich allerdings auf das Futter verzichtet, der feste Canvas-Stoff ist stabil genug.


Was ich Euch allerdings noch nicht verraten habe, ist mein Lieblingsrezept für fluffig-weiche Häschen aus Hefe-Teig. Ein gut gehütetes Familienrezept meiner Schwiegermama, die überall bekannt war für ihren grandiosen Hefezopf:

Süße Häschen aus Hefeteig 
  • 500 Gramm Mehl
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 125 ml Milch (lauwarm)
  • 80 Gramm Butter
  • 20 Gramm Butterschmalz
  • 2 Esslöffel Speiseöl
  • 50 Gramm süße Sahne oder Sauerrahm
  • 1 Ei
  • 90 Gramm Zucker
  • etwas Vanillezucker
  • etwas abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • Schokotropfen für die Augen
  • etwas Eigelb und Sahne zum Bestreichen 
Und so geht's:
Das Mehl in eine Rührschüssel sieben, in die Mitte eine Vertiefung machen. Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und mit etwas Zucker verrühren. In die Vertiefung geben, mit etwas Mehl verrühren und 15 Minuten abgedeckt stehen lassen. Währenddessen die restlichen Zutaten abwiegen und abmessen und parat stellen. Wenn die Hefe-Zucker-Milchmischung schön aufgegangen ist, vorsichtig die anderen Zutaten dazu geben und alles in der Küchenmaschine etwa 15 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig abgedeckt etwa 1 Stunde gehen lassen.

Danach den Teig nicht mehr allzu viel kneten, sonst knetet ihr die Fluffigkeit raus. Mit dem Teigroller auswellen, und Häschen ausstechen oder ausschneiden. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, und weitere 30 Minuten gehen lassen. Währenddessen den Backofen auf 175 Grad Umluft vorheizen. Dann das Eigelb mit etwas Sahne verquirlen, die Hefe-Häschen damit bestreichen, den Schokotropfen als Auge eindrücken und etwa 10 bis 15 Minuten auf mittlerer Schiene backen. 



Für das passende Drumrum - das ich ja zugegebenermaßen wirklich sehr mag - hat mir Rico Design ein hübsches Paket geschnürt. Und für alle Papeterie-Freunde hatte ich beim Fotografieren noch ein spontane Idee: Kleine Osternestchen aus Masking-Tape-Rollen! Dafür einfach etwas Flitter oder Ostergras in eine Rolle drücken, obendrauf ein Schoko-Ei - und fertig ist das Ratz-Fatz-Osternest en miniature. Mag ich!



Und solltet ihr zu viele Hasen gebacken haben: die Nachbarn freut's!
Denn eines ist in diesen Tagen wichtiger denn je:

#sharingiscaring













  • Material: Canvas-Stoffe und Papeterie von Rico Design 
  • Schnitt: selfmade - und HIER schon einmal für Euch aufgeschrieben

It's cool, bunny! #ratzfatzpräsent

Unverhofft kommt oft!
Und so saß ich gestern an der Nähmaschine.
Ganz spontan. Das kleine Fräulein von Schneck hat geschlummert.
Und der Herr von Schneck hat die Laufschuhe geschnürt.
Weil ich noch nie der Typ war, der an Weihnachten schon wusste,
was er allen zu Ostern ins Nest legen wird, kam mir dieses Zeitgeschenk gerade recht.
Denn heute treffe ich mein allerliebstes Hasenschlappentantchen.
Sie führt die Tradition meines Großvaters fort.
Der hatte immer Hasen - zumindest solange ich mich zurückerinnern kann.
Aber nicht irgendwelche Hasen. Zuchthasen. Blaue Wiener.
Zu Prämierungen fährt sie schon längst nicht mehr,
sie kuschelt lieber mit den Tierchen. Und freut sich über alles, was mit Hasen zu tun hat.
Sogar über Hausschlappen, die aus Plüsch sind und aussehen wie Hasen.
Geschenkt vor Jahren - seither hat sie ihren Spitznamen weg.

Vor Kurzem hab ich mir noch die Vorlagen fürs Frühlingsquartett von April-Kind heruntergeladen.
Ich mag Woll-Filz. Gerade für Ratz-Fatz-Projekte. Kein Versäubern. Keine Wendeöffnung.
Und die Täschchen sind einfach herzallerliebst. Als Vorlage gibt's einen netten Osterhasen.
Doch bei mir wurden sie zu waschechten conigli italiani - kleinen Mafiosi-Hasen.


Was ich ja gar nicht gerne mache: Knöpfe annähen. Daher hab ich da keinen großen Vorrat.
Und so mussten für die Augen mal wieder die KamSnaps herhalten.
Erst dachte ich: "Ja - das geht doch!" Aber als sie dann fertig waren, schauten sie mich an, meine Hasen. Beziehungsweise schauten sie mich nicht an. Denn sie hatten dicke, fette Sonnenbrillen.Und ich somit waschechte Mafiosi-Hasen. War mir dann doch etwas zu cool.

ABER: Wenn KamSnaps mal sitzen, dann sitzen sie.
Was tun? Mein erster Gedanke war: Mit Edding Pupillen aufmalen.
Da ich im Kreismalen aber genauso schlecht bin wie im Kreisausschneiden,
hab' ich mich für eine andere Alternative entschieden.


Ich hab' Aufkleber genommen. Und meinen geliebten old-school-Locher.
Und schwupps waren die Pupillen für die zwei Hasen fertig.
Da die Täschchen eh nicht für die Waschmaschine geeignet sind,
ist das überhaupt kein Problem. Die Aufkleber halten bombenfest.
Und so ohne Sonnenbrille gefallen mir die Hasen doch gleich besser.
Ihr schaut doch auch lieber jemandem direkt in die Augen, oder?


Und auf einmal sieht der graue Hase nicht mehr cool, sondern ganz drollig aus.
Fast sogar schon ein bisschen tapsig, weil ich ihm einen kleinen Silberblick verpasst habe.


Und das ist übrigens Hannibal. Hannibal wohnte bei meinem Cousin und seiner Frau.
Viele Jahre lang. Hoppelte vergnügt durch die Wohnung, ließ sich mit Möhren füttern,
und hatte am Nacken ganz flauscheweiches, weil fast nonstop gekraultes Fell.
Hannibal ist vor vielen Jahren gestorben. Aber er ist unvergessen.
Und jeder, der selbst schon einmal ein liebes Haustier verloren hat,
weiß, dass das Herz immer noch ein bisschen schwer wird, wenn man an es denkt.
Trotzdem glaube ich, dass sich die beiden über das Täschchen freuen werden.
Denn so tragen sie ein bisschen Erinnerung an den knuddeligen Hannibal mit sich herum.


Hannibal und sein grau melierter Kumpel sind längst in Geschenktütchen gehoppelt,
und warten nun brav versteckt unter einer Hecke auf ihren großen Einsatz.
Ich bin gespannt, was mein Hasenschlappentantchen sagen wird!

Euch wünsch ich jetzt einen entspannten Oster-Endspurt!
Auf wieviele Langohren ist Eure Schokohasen-Kompanie mittlerweile angewachsen?
Bei uns steht schon fest: Es gibt in nächster Zeit Schokokuchen. Viiiiel Schokokuchen.

Eure
katja

Vorlage:
Frühlingsquartett von www.april-kind.de
Filz und Reißverschlüsse: 
ebenfalls von www.april-kind.de