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Frühlingsbote in Pastell #taschenspieler4sewalong

(to pop up) = plötzlich auftauchen. In der Tat etwas, das die erste Tasche des Taschenspieler4 Sew Alongs und ich gemeinsam haben. Zack, da sind wir, mein Täschchen und ich. Quasi aus dem Nichts plustern wir uns jetzt ein bisschen auf. Und mischen uns in frühlingsfrischem Pastell kurz vor knapp noch unter die illustre Gästeschar des Sew Alongs.

Happy Home für meine Häkelnadeln! #blogtour

Es gibt Dinge, die gehören für mich einfach zum Herbst. Kastanien etwa. Oder raschelndes Laub unter den Füßen. Warmes Kerzenlicht am Abend, dampfender Tee in der Tasse - und Wolle. Könnte ich stricken, würde ich mir jedes Jahr im Herbst ein neues, riesengroßes Dreieckstuch stricken. Kann ich aber nicht. Deswegen wird hier gehäkelt. Derzeit stecke ich mitten in der Mützenproduktion. Fertig bin ich noch nicht - denn zuerst musste ich mir noch schnell ein schickes Etui für meinen Häkelkram nähen:

Ein Täschchen für alle Fälle

Was schenken? Auf diese Frage eine Antwort zu finden, das ist nicht immer einfach. Ich bin ja ein großer Freund von praktischen Geschenken: Leckereien zum Aufessen. Handcremes zum Benutzen. Eine neue Pflanze für den Garten. Ja, selbst Geld finde ich überhaupt nicht verpönt als Geschenk. Was auch immer geht - zumindest bei lieben Freundinnen: ein Täschchen. Genauer gesagt ein GonJo-Täschchen. Mein Täschchen für alle Fälle.

My new täsch #rums

Aktuell in meiner Handtasche zu finden: Geldbeutel. Schminktäschchen. Bürste.
Hausschlüssel. Autoschlüssel. Büroschlüssel.Notizbuch. Stifte-Etui. Kalender. Handy.
Lipgloss - in drei Farben. Taschentücher. An Bürotagen kommt die Tageszeitung hinzu,
ein dickes Schreibbuch - und mein ipad. Mindestens. Meist wandert auch noch ein Apfel in die Tasche,
hin und wieder ein Schokoriegel, aber immer noch meine Wasserflasche.

Kein Wunder, dass ich keine einzige Clutch besitze. Wir zwei passen einfach nicht zusammen.
Dieses minimalistisch- kleine Täschchen, das schon mit einem Handy ausbeult.

Was ich brauche, das sind Raumwunder. Taschen, die eigentlich kleine Koffer sind.
Aber denen man das so überhaupt nicht ansieht. Gibt's nicht? Gibt's doch! Hier ist sie:

meine nigelnagelneue Citybag




Lieblingsstücke #stoffabbau

Stoffverlustangst, die (sg). 
Ein mit Beklemmung, Bedrückung einhergehenden Gefühlszustandes, 
ausgelöst durch das Anschneiden eines Lieblingsstoffes. Wird oft gepaart
mit einer ausgeprägten SSS (---> Stoffsammelsucht) diagnostiziert. Betroffen
sind in Deutschland überwiegend Frauen, Tendenz steigend. 

Ähm ja, also: Ich gehöre definitiv dazu.
Es gibt diese Stoffe, die ich erst einmal unbedingt haben muss. 
Und dann ewig nicht anschneide. Aus einem einzigen Grund: 
Weil sie dann ja weg wären. Wirklich weg. Nicht mehr nachzubestellen. 
Weil eben kaum ein Stoffdesign für die Ewigkeit gemacht ist. 

Was immer geht? Kosmetiktäschchen nähen!

Wolle to go #rums

Die Nähmaschine kommt aber nicht mit in den Urlaub!
Recht hat er ja. Mein Mann. Irgendwie.
Dennoch ertappe ich mich immer wieder bei dem Gedanken,
wie toll das doch wäre: Ein paar Tage NUR nähen.
Von früh bis spät das Maschinchen rattern lassen,
dazwischen mal in den Pool hüpfen, zur Maniküre spazieren,
und zum Essen an den gedeckten Tisch im Hotelrestaurant sitzen.
Na, wär das was? Ich glaube, ich sollte ein Reisebüro eröffnen!

Solange diese Marktlücke aber noch nicht gefüllt ist,
bleibt mir und all den anderen Nähsüchtigen nur eines während des Urlaub:
Das Zurückgreifen auf Ersatzdrogen. Bei mir sind das die Häkelnadeln.
Und seit kurzem haben diese samt Wolle auch ein schickes Zuhause:
in meinem Wolldascherl


Noch ne Tüte?

Versprochen ist versprochen.
Und wird auch nicht gebrochen.
Ist es nicht unglaublich,
an welche Sprüche man sich erinnert.
Sobald man selbst Mutter geworden ist.
Alle fallen sie einem ein - wirklich alle.
Und nicht nur das. Manche sagt man auch selbst.
Obwohl man das eigentlich nie wollte.

Aber ich schweife ab. Eigentlich will ich Euch nur noch schnell die zweite Kulturtüte zeigen.
Schließlich hab' ich Euch das gestern versprochen. Und mein Wort will ich halten.



Wie auch die erste Tüte, die zur Lunchbox umfunktioniert wurde,
hat auch diese Tüte eine ganz andere Funktion als die klassische Kosmetiktasche.
Sie ist eine schicke Variante von "Ich-pack-den-nassen-Bikini-in-die-Duschhaube".


Das hat eine liebe Kollegin von mir nämlich immer getan, wie sie mir jetzt verraten hat.
Daher kam die Kulturtüte - genäht nach einem Freebook von "The (B)Logbook" gerade Recht.

In wenigen Tagen wird die Kollegin wieder im Flugzeug sitzen in Richtung Süden.
Nicht, um Urlaub zu machen. Sondern, um in ihre Wahlheimat zurückzukehren.
Teilzeit mal anders eben. Sechs Monate arbeiten. Sechs Monate frei.
Letztere sechs Monate verbringt sie an einem wunderschönen Fleckchen Erde.
Am wilden Atlantik im schönen Portugal. Wie schön es dort ist, haben wir selbst schon gesehen.
Und ein bisschen Sehnsucht schwingt immer mit, wenn sie im Mai wieder von dannen zieht.

Mich selbst konnte ich ja schlecht mit in die Kulturtüte packen.
Aber mit diesem Geschenk kann ich sie wenigstens ein bisschen begleiten.
An den ruhigen Sandstrand mit den schönen Buchten. Oder an den Pool.


Auch hier ist der Futterstoff beschichtete Baumwolle - damit der klitschnasse Bikini gut verstaut werden kann, und nicht die ohnehin nassen Handtücher noch weiter durchnässt oder eben in einer Duschhaube zusammengeknüllt heimgeschleppt werden muss.


Wir Schreiberlinge haben nie genug Stifte - ich sprech' da aus eigener Erfahrung.
Keine Handtasche, in der nicht mindestens zwei davon rumfahren.
Deswegen bekam auch die Kulturtüte für die Kollegin eine Stiftehalterung.
Und weil Smartphone und Tablett immer mehr das klassische Notizbuch ablösen,
steckt in dieser Lasche natürlich kein Bleistift, sondern ein Touch-Pen.

Wie ich die Lasche abgeändert habe, habe ich bereits gestern verraten --> HIER!


Genäht habe ich die Bikini-Tasche aus diesem wunderschönen Vögelchen-Stoff.
Ursprünglich wollte ich aus dem Stoffmarkt-Schatz mal eine Tunika für das kleine Fräulein nähen.
Dann sind immer mehr Taschen daraus entstanden. Und jetzt? Hätt ich einfach gerne Nachschub.
Nur: Weder Hersteller noch Name standen auf der Stoffkante. Ein Schätzchen vom Stoffmarkt eben.
An einem der vielen, vielen Stände ergattert - vor über einem Jahr. Was tun?


Einfach die fragen, die sich mit so etwa auskennen: die Näh-Blogger und Stoff-Süchtigen!
Ich hab' dieses Bild letzte Woche bei Instagram hochgeladen - und zack, eine Stunde später hat sich die liebe Scharly gemeldet, die nicht nur wusste, dass David Walker den Stoff designt hat, sondern dass er Teil einer ganzen Kollektion ist... Wie wunderbar das doch ist. Vernetzt sein mit Menschen, deren Herz genauso hüpft, wenn sie ein schönes Stöffchen sehen.

Zum Glück ist die ganze Stoff-Kollektion schon ziemlich vergriffen, sonst würd ich doch glatt schwach werden. Und müsste großzügig ordern. Geht aber nicht mehr. Darum: Falls noch jemand ein halbes Meterchen von den Vögelchen in türkis rumflattern hat? Und den selbst nicht mehr horten mag? Ich würd mich doch sehr über eine Mail an freude@schoenstebastelzeit.de freuen.

Ja, ich mag sie wirklich - die Vögelchen. Und deswegen feiert die schoenstebastelzeit heute auch ihre Premiere bei der Aktion "mittwochs mag ich" auf dem Blog von Frollein Pfau. Ich bin mir sicher, die Vögelchen sind dort in allerbester Gesellschaft.

Eine schöne Woche wünsch ich Euch!
Hier in Süddeutschland ist sie ja wunderbar kurz!
Denn morgen ist hier Feiertag - und wir lassen unsere Papas hochleben!

Eure
katja

Stoffe:
free spirit / geht together by david walker
beschichtete baumwolle / hilco
Schnitt:
freebook "kulturtüte" / the (b)logbook / carolin schubert

Die Tasche mit der Lasche

Eine Frage war früher selbstverständlich.
An keiner Supermarktkasse kam man ohne sie vorbei.
Sie gehörte zum Standardrepertoire jeder Kassiererin: Wolln Se ne Tüte?
Mal wurde es einem entgegen geschmettert, mal mürrisch gemurmelt.
Denn es war eine rein rhetorische Frage. Denn jeder nahm, sie die Tüte.
Nur die alte Dame nicht, die die Hauptrolle spielte in einem Comic.
Mit Gehstock stand sie an der Kasse, die Haare zum Dutt gebunden.
Und ihr Antwort auf den Kassen-Klassiker war eine ganz unerwartete:
"Nein, Frollein, wenn ich um die Uhrzeit schon kiffe, vergess ich wieder alles!"

Jetzt bin ich natürlich kein Teenager mehr wie damals.
Und Plastik an der Supermarktkasse kostet heute zum Glück Geld.
Aber ich muss zugeben: Über diesen Kalauer schmunzeln muss ich trotzdem noch.
Und er kam mir wieder in den Sinn, als ich dieses Geschenk genäht habe:


Eigentlich ist die Tasche mit der Lasche eine Tüte. Eine Kulturtüte. Ein pfiffiger Kosmetikbeutel also.
Carolin Schubert von "The (B)Logbook" hat sie erfunden - und ein tolles Freebook dazu geschrieben.
Die Kulturtüte gibt's bei ihr gleich in zwei Größen. Ich hab' mich für die Kleine entschieden.
Und weil's ein Konfirmationsgeschenk werden sollte, daraus eine Lunchbox für die Schule gemacht.


Die Lasche ist im Original aus Filz und auf beiden Seiten mit KamSnaps an der Tasche befestigt.
Ich hab' einfach aus Futter- und Außenstoff eine Lasche genäht - und zwar mit etwas mehr Länge.
So lässt sich die Lasche nämlich prima in einen Stifte-Halter verwandeln.


Aufgeklappt sieht man, dass in der Lunchbox ein ordentliches Vesper Platz hat.
Locker passt ein Sandwich rein, dazu noch etwas Obst und Gemüse.
Und weil das Futter aus beschichteter Baumwolle ist, kann auch nichts auslaufen.


Das rote Wachstuch passt wunderbar zum tollen Swafing-Stoff "my leni bird love".
Und das grüne Schrägband peppt das Ganze zusätzlich noch etwas auf.
Das kleine Täschchen in der Lunchbox? Hab' ich zusätzlich schnell genäht.
Denn darin versteckt sich, was große Fräuleins ungern in Schultaschen rumfahren haben.


Ein kleiner Vorrat an Tampons - schick verpackt, und somit komplett unauffällig.
Unser kleines Fräulein von Schneck ist ja noch Lichtjahre von der Teenagerzeit entfernt,
so auf jeden Fall kommt es uns vor. Aber ich hab' mir von Teenagermamas sagen lassen,
dass so ein kleines Hygiene-Täschchen wirklich ein tolles Mini-Geschenk ist.


Um zurück zur Lunchbox zu kommen: Hier noch einmal ein Blick auf die Stoff-Lasche.
Festgenäht habe ich sie einfach mit dem Schrägband, dann einmal nach unten geklappt.
Und erneut noch einmal festgesteppt, nah am Schrägband. So entsteht die Halterung für den Stift.


Und? Wie gefällt sie Euch? Die zur Lunchbox verwandelte Kulturtüte?
Ich schick das farbenfrohe Täschchen jetzt auf jeden Fall mal beim Creadienstag vorbei.

Es ist übrigens nicht nur bei der einen Kulturtüte geblieben.
Denn der Schnitt macht definitiv süchtig.
Und ist eine tolle Alternative zur klassischen Kosmetiktasche.
Wie meine zweite Kulturtüte aussieht?
Ich zeig' Sie Euch morgen - versprochen.
Nur so viel: Komplett anders als die hier.
Dabei hab' ich nur andere Stoffe vernäht.

Und wenn ihr an der nächsten Supermarktkasse steht,
vielleicht sogar mal wieder etwas länger warten müsst,
weil vor Euch eine ältere Dame nach Kleingeld kruschtelt,
dann stellt Euch einfach vor, was sie wohl antworten würde,
wenn die Kassiererin jetzt fragen würde: "Wolln Se ne Tüte!?!?"

Eure
katja (die antworten würde: "Ja, aber 'ne Kultur-Tüte büdde!")

Stoffe:
my leni bird love / lila-lotta / sandra prüßmeier-gonzáles
beschichtete baumwolle / hilco
Schnitt:
freebook "kulturtüte" / the (b)logbook / carolin schubert

It's cool, bunny! #ratzfatzpräsent

Unverhofft kommt oft!
Und so saß ich gestern an der Nähmaschine.
Ganz spontan. Das kleine Fräulein von Schneck hat geschlummert.
Und der Herr von Schneck hat die Laufschuhe geschnürt.
Weil ich noch nie der Typ war, der an Weihnachten schon wusste,
was er allen zu Ostern ins Nest legen wird, kam mir dieses Zeitgeschenk gerade recht.
Denn heute treffe ich mein allerliebstes Hasenschlappentantchen.
Sie führt die Tradition meines Großvaters fort.
Der hatte immer Hasen - zumindest solange ich mich zurückerinnern kann.
Aber nicht irgendwelche Hasen. Zuchthasen. Blaue Wiener.
Zu Prämierungen fährt sie schon längst nicht mehr,
sie kuschelt lieber mit den Tierchen. Und freut sich über alles, was mit Hasen zu tun hat.
Sogar über Hausschlappen, die aus Plüsch sind und aussehen wie Hasen.
Geschenkt vor Jahren - seither hat sie ihren Spitznamen weg.

Vor Kurzem hab ich mir noch die Vorlagen fürs Frühlingsquartett von April-Kind heruntergeladen.
Ich mag Woll-Filz. Gerade für Ratz-Fatz-Projekte. Kein Versäubern. Keine Wendeöffnung.
Und die Täschchen sind einfach herzallerliebst. Als Vorlage gibt's einen netten Osterhasen.
Doch bei mir wurden sie zu waschechten conigli italiani - kleinen Mafiosi-Hasen.


Was ich ja gar nicht gerne mache: Knöpfe annähen. Daher hab ich da keinen großen Vorrat.
Und so mussten für die Augen mal wieder die KamSnaps herhalten.
Erst dachte ich: "Ja - das geht doch!" Aber als sie dann fertig waren, schauten sie mich an, meine Hasen. Beziehungsweise schauten sie mich nicht an. Denn sie hatten dicke, fette Sonnenbrillen.Und ich somit waschechte Mafiosi-Hasen. War mir dann doch etwas zu cool.

ABER: Wenn KamSnaps mal sitzen, dann sitzen sie.
Was tun? Mein erster Gedanke war: Mit Edding Pupillen aufmalen.
Da ich im Kreismalen aber genauso schlecht bin wie im Kreisausschneiden,
hab' ich mich für eine andere Alternative entschieden.


Ich hab' Aufkleber genommen. Und meinen geliebten old-school-Locher.
Und schwupps waren die Pupillen für die zwei Hasen fertig.
Da die Täschchen eh nicht für die Waschmaschine geeignet sind,
ist das überhaupt kein Problem. Die Aufkleber halten bombenfest.
Und so ohne Sonnenbrille gefallen mir die Hasen doch gleich besser.
Ihr schaut doch auch lieber jemandem direkt in die Augen, oder?


Und auf einmal sieht der graue Hase nicht mehr cool, sondern ganz drollig aus.
Fast sogar schon ein bisschen tapsig, weil ich ihm einen kleinen Silberblick verpasst habe.


Und das ist übrigens Hannibal. Hannibal wohnte bei meinem Cousin und seiner Frau.
Viele Jahre lang. Hoppelte vergnügt durch die Wohnung, ließ sich mit Möhren füttern,
und hatte am Nacken ganz flauscheweiches, weil fast nonstop gekraultes Fell.
Hannibal ist vor vielen Jahren gestorben. Aber er ist unvergessen.
Und jeder, der selbst schon einmal ein liebes Haustier verloren hat,
weiß, dass das Herz immer noch ein bisschen schwer wird, wenn man an es denkt.
Trotzdem glaube ich, dass sich die beiden über das Täschchen freuen werden.
Denn so tragen sie ein bisschen Erinnerung an den knuddeligen Hannibal mit sich herum.


Hannibal und sein grau melierter Kumpel sind längst in Geschenktütchen gehoppelt,
und warten nun brav versteckt unter einer Hecke auf ihren großen Einsatz.
Ich bin gespannt, was mein Hasenschlappentantchen sagen wird!

Euch wünsch ich jetzt einen entspannten Oster-Endspurt!
Auf wieviele Langohren ist Eure Schokohasen-Kompanie mittlerweile angewachsen?
Bei uns steht schon fest: Es gibt in nächster Zeit Schokokuchen. Viiiiel Schokokuchen.

Eure
katja

Vorlage:
Frühlingsquartett von www.april-kind.de
Filz und Reißverschlüsse: 
ebenfalls von www.april-kind.de

Premierenparty hoch drei

Heute müsste ich eigentlich mein kleines Schwarzes tragen.
Wenn ich denn noch eines im Schrank hätte.
Aber das einzige derzeit schwarze Kleid ist aus Strick.
Und Strick ist bekanntlich so premierenpartytauglich wie eine Wollsocke in Pumps.
Aber gefeiert wird trotzdem - denn hier gab's die Tage gleich drei Premieren.
Und was musste ich mich beherrschen, dass ich nicht zu viel raus posaune.
Alle, die regelmäßig bei facebook und instagram reinschauen,
konnten in den vergangenen Tagen ja schon ein bisschen spicken.
Für allen anderen lüfte ich heute das Geheimnis.

Vorhang auf für.... MALU


Malu ist eine tolle Umhängetasche - eine kompakte Begleiterin für zwischendurch.
Genau richtig, wenn man mal nicht den großen All-in-Beutel rumschleifen will.
Sondern Geldbeutel, Handy, Taschentücher und Notizbüchlein reichen.

Und Malu ist für mich etwas ganz Besonderes: Denn es war mein erstes Probenähen.
Schnittmuster-Jungfernfahrt sozusagen. Und die schoenstebastelzeit mit an Bord.
Mit ins Boot geholt hatte mich die liebe Kerstin von keko-kreativ.
Mein Ehrgeiz war geweckt. Und so lautete das Motto: "Nicht kleckern, sondern klotzen!"
Und so hat mir Kerstin gleich noch zwei weitere Premieren beschert.
Denn ich wollte nicht irgendeine Malu nähen. Sondern eine wunderschöne Malu.
Und so bin ich beim Stoffestöbern über Kunstleder in Kombi mit Wachstuch gestolpert.
Ich bin positiv überrascht: Das Kunstleder ließ sich super verarbeiten.


Malu hat eine Außentasche - in der man alles verstauen kann, was man schnell zur Hand braucht.
Mein Highlight ist aber der Steg hinten. Er sieht raffiniert und schick aus.


Meinen Frieden hab ich auch mit den Ösen geschlossen. In beschichtete Baumwolle lassen sie sich aber auch deutlich einfacher einschlagen wie in Bündchenware. Ich hatte trotzdem mit Vlies verstärkt, denn ich wollte schlichtweg auf Nummer sicher gehen.


Im Inneren hat Malu noch eine kleine Innentasche - gerade groß genug fürs Smartphone,
das für uns Blogger ja immer in Griffnähe liegen und nicht in der Tasche herumfahren muss.

Und die dritte Premiere? Das war für mich die selbst genähte Paspel!
Zuerst die Kordel im Schrägband verstaut, dann die Kordel eingenäht - und drüber gefreut.
Es ist wie mit so vielen Nähmonstern. Erst hören sie sich kompliziert an.
Aber hat man's einmal gemacht, fragt man sich, warum man sich nicht schon viel früher dran gewagt hat.


Weil ich so im Malu-Fieber war, hab' ich gleich noch etwas rumexperimentiert.
Denn hier springt ja noch das kleine Fräulein von Schneck umher.
Und nichts ist derzeit cooler als etwas genau gleiches zu haben wie Mama.
Also: Schnitt genommen, auf 75 Prozent verkleinert ausgedruckt, und ein zweites Modell genäht.


Die Haupttasche ist aus robustem Jeansstoff, die Außentasche aus fröhlicher Frösche-Baumwolle.
Nur den Steg habe ich hier - wie bei meiner Tasche auch - aus beschichteter Baumwolle genäht.

Auch die kleine Tasche hat eine Innentasche bekommen.
Fräuleins von Welt haben schließlich heutzutage auch schon ihr eigenes Handy.
Ja, es ist pink. Aus Plastik. Und sie liebt es.


Ab sofort gehen die Damen im Hause von Schneck nur noch im Partnerlook vor die Tür.
Und tragen beide mit einem stolzen Grinsen ihre Malus spazieren.


Wenn ihr jetzt Lust auf Malu bekommen habt, dann schaut doch mal bei Kerstin (--> HIER!) vorbei.
Dort könnt ihr auch noch die ganzen anderen Malus der Probenäherinnen sehen.
Unglaublich, wie vielfältig so ein Schnittmuster immer wieder ist.
Und ich sag' einfach noch mal Danke, dass ich dabei sein durfte.
Spaß gemacht hat's! Einen Heidenspaß sogar!

Ich führ' jetzt mein Täschchen aus, unter anderem erst mal zu Rums,
mal sehen, ob dort noch jemand eine Premieren-Party zu feiern hat.
Rauschend sind die Rums-Partys ohnehin - bei mittlerweile fast 400 Teilnehmern pro Woche.

Hoch die Tassen!
Eure

katja


Schnitt
"Malu" von keko-kreativ
Stoffe große Malu: 
Kunstleder, beschichtete Baumwolle, Baumwoll-Leinen
alle von Stoff & Stil 
 Stoffe kleine Malu: 
Frösche und beschichtete Baumwolle  vom Händler vor Ort
Jeansstoff von b'utinette

The british collection? Check!

Es gibt sie, diese Streichelstöffchen.
Die man niemals nicht anschneiden mag. 
Dann wären sie ja weg. Verbraucht. Vernäht. 
Die Diagnose ist ganz einfach: Akute Stoffverarmungsangst. 
Eine lästige Phobie. Sie hat nämlich unangenehme Nebenerscheinungen. 
Unter anderem diese, dass das Nähzimmer langsam zu klein wird. 
Was wäre die Lösung? Ein Stoffkauf-Verbot? Würde sicherlich helfen. 
Ich weiß aber jetzt schon, dass dieser Vorsatz zum Scheitern verurteilt ist. 
Deswegen wird hier jetzt jede Woche ein Stöffchen aus dem Archiv vernäht. 


Genau so ein Schätzchen ist dieser wunderbare Karo-Stoff. 
Monatelang hab ich in Deutschland nach diesem Muster gesucht. 
Vergeblich. Entweder waren die Farben absolut daneben, oder das Muster. 
Und dann? Flog eine Freundin für ein paar Tage nach Istanbul. 
Auf der Rückreise im Gepäck: ein Meter feinstes Karo-Stöffchen. 

Zwei Jahre ist das nun her. Jetzt endlich habe ich ihn angeschnitten. 
Und daraus ein kleines Trio für die Handtasche genäht. 


Zum einen ein kuscheliges Zuhause für ein i*pad-mini. Die Hülle selbst ist aus Wollfilz,
in der aufgesetzten Karo-Tasche findet aber auch das dazugehörige Telefon ein Plätzchen.
Damit nichts herausfällt, wird beides mit einem kleinen Riegel verschlossen.


Wo britisches Wetter ist, ist meist eine Rotznase nicht weit. Daher durfte eine Taschentüchertasche nicht fehlen. Weil die wirklich ratzfatz genäht sind, hab' ich gleich ein ganzes Trio produziert. Schicke Kleinigkeiten, um mal schnell jemanden eine Freude zu machen, kann man schließlich nie genug parat liegen haben. 


Und für den ganzen Krimskrams, den frau sonst so mit sich rumschleppt, gab's auch noch gleich ein kleines Kosmetiktäschchen. Dieses Mal ganz ohne Schnickschnack und Taschenbaumler. Dem schönen Karo-Muster kann sowieso nichts die Show stehlen. 


Das Streichel-Stöffchen ist somit umgezogen. Von der Schatzkiste in die Handtasche.
Und das hat einen riesengroßen Vorteil: Ich hab' jeden Tag Freude an ihm. 
Nicht nur, wenn ich die Stoffkiste öffne. Eigentlich ein guter Deal. 

Wie geht es Euch? Seid ihr auch Stoff-Eichhörnchen? Und sammelt für bitterkalte Stoffwinter?
Oder kauft ihr, vernäht sofort, und habt somit immer Platz für Nachschub? 
Und was ist Euer ganz persönlicher Stoff-Schatz! Wenn ihr mögt, 
lasst es mich gerne wissen - ich freu' mich immer über Post. 

Es grüßt Euch herzlich

katja, die stoffsammlerin

PS: Dieses Geständnis meiner akuten Stoffverarmungsangst verlinke ich gleich noch beim Creadienstag. Ich bin sehr zuversichtlich, dort Menschen zu treffen, denen es genauso geht :-)

Schnitte:
i*pad-Mini-Hülle: eigenproduktion (Maße + 2 cm Nahtzugabe)
TaTüTa: Nach einer Idee von --> HIER!
Kosmetiktasche: Freebook von Lillesol & Pelle (HIER!), allerdings verkleinert
Stoffe:
Wollfilz: Stoff Wagner Ludwigsburg
Karo-Stoff: irgendwo aus Istanbul :-)
schwarzer Kombistoff: vom Stoffmarkt

GGGG - oder: Gute Gedanken gehören gehütet

Die Gedanken sind frei. Bei mir manchmal so frei,
dass sie sich von einem Stockwerk ins nächste verflüchtigen.
Und ich dann im Keller stehe, und nicht mehr weiß, warum ich hinunter gelaufen bin.
Deswegen liegen hier auch überall Notizzettel. In jedem Stockwerk.
Denn was ich einmal aufgeschrieben habe,vergesse ich nicht mehr. Zumindest meistens.

In den letzten Tagen lagen hier unzählige Zettel. Der vielen Feste wegen.
Erst jetzt - das neue Jahr ist schon fünf Tage alt - kommen wir so langsam in ruhigeres Fahrwasser.
Können die Seele mal baumeln lassen, einen Abend auf dem Sofa vergammeln.
Oder Pläne schmieden für das neue Jahr. Was wartet wohl 2014 auf uns?

Nachdem ich schon letztes Jahr meine To-Do-Listen umbenannt habe,
sie fortan konsequent nur noch Could-do-Listen nenne,
habe ich die Tage einen weiteren Entschluss gefasst:
Ich sammle 2014 nicht nur Aufgaben. Sondern auch schöne Gedanken.
Und zwar in einem Gedankenhüter.


Der Gedankenhüter ist eigentlich ein Kosmetiktäschchen?
Bingo! Das habt ihr richtig erkannt! Und das ist auch gut so!
Denn der Gedankenhüter ist mein Beitrag zum Näh-Wettbwerb von Julia (Lillesol und Pelle).
Sie hat ein kostenloses Schnittmuster für ein solches Täschchen bereit gestellt,
und dazu aufgerufen, was Tolles daraus zu machen - egal wie verrückt, bunt, ausgefallen.
Und irgendwann war die Idee da. Mein Täschchen soll Wertvolles hüten: meine Gedanken.


Das Schnittmuster war schnell ausgedruckt. Dann aber die Qual der Wahl. Welchen Stoff nehme ich?
Letztendlich hab' ich mich für eine Kombi entschieden, an der ich mich nicht satt sehen kann:
kräftiges Rot mit weißen Punkten, kombiniert mit sattem Jeansblau und Wollfilz in grau.
Schließlich soll mich der Gedankenhüter ja das ganze Jahr über begleiten.
Und da das Täschchen vor allem gute Gedanken aufbewahren soll, wurde das Futter grün.
Grün wie die Hoffnung, dass es 2014 viele gute Gedanken geben wird.


Die Vorderseite ziert eine große Gedankenblase, darin die Jahreszahlen 2014.
Es war ein ganz schönes Gefrickel, bis ich diese aus dem Wollfilz geschnitten hatte.
Und was meinte der Herr von Schneck dazu? "Sieht irgendwie gekauft aus!" *hmpf*
Nein, die sind wirklich selbst gemacht. Mit Schere und Bastel-Skalpell.


Auf die Rückseite habe ich ein kleines Jeans-Einsteck-Täschchen genäht.
Gerade groß genug, um einem Bleistift ein gemütliches Zuhause zu bieten.
Und weil man Glück nie genug haben kann, gab's als Zierde einen Häkel-Klee als Deko.


Gefüttert habe ich das Täschchen übrigens doppelt, damit es genug Stand erhält.
Der Außenstoff wurde mit Volumenvlies verstärkt, das Innenfutter mit dünner Vlieseline.


Ein Blick ins Innenleben: Auf der einen Seite habe ich drei Halterungen angebracht.
Die Mitte ist reserviert für einen kleinen Notizblock, passend zum Täschchen.
Damit man immer einen Zettel parat hat, wenn ein guter Gedanke vorbei kommt.
Rechts und links sind bei mir Handcreme und Lippenpflegestift eingezogen.
Dinge, die ich am liebsten auf dem Nachtisch habe - denn dort wird der Gedankenhüter stehen.


Auf der anderen Seite wieder mal ein Glücksklee, dieses Mal allerdings aus Jeans.
Er dient als Halterung für einen Karabiner. Meiner hält derzeit ein Herz aus Filz.
Eine Spielerei mit Symbol-Charakter: Damit man niemals vergisst, woran sein Herz hängt.


Nicht mehr wegzudenken von den schoenstebastelzeit-Täschchen ist der Reißverschluss-Baumler.
Der ist einfach furchtbar praktisch. Kein Gefummel mehr am Mini-Reißverschluss,
sondern schnelles Öffnen und Schließen des Täschchen. So schick ich viele Taschenbaumler finde,
ich lande irgendwie immer bei den Holzkugeln. Im Fall des Gedankenhüters einfach noch mal
kombiniert mit einem grünen Häkel-Klee.


Hach, irgendwie bin ich verliebt in meinen Gedankenhüter.
Und bin schon fleißig dabei, ihn zu füllen. Mit der Hoffnung, dass so mancher Gedanke mehr wird.
Nämlich Wirklichkeit. Und somit unser Jahr ein erfülltes wird. Abwechslungsreich. Lebensbunt.


Ab jetzt heißt es Daumendrücken. Denn der Gedankenhüter reiht sich ein in eine Sammlung ganz wunderbarer Taschen.
Ihr müsst unbedingt mal --> hier vorbei surfen, und schauen, was sich all die anderen haben einfallen lassen.
20 Täschchen wird Julia gemeinsam mit ihren Probenäh-Mädels ins Finale wählen. Allein bei diesen 20 dabei zu sein,
wäre schon grandios. Vom Gewinn träume aber natürlich auch ich - ganz heimlich, still und leise.
Schließlich gibt es eine Flatrate zu gewinnen. Nicht etwa fürs Handy. Sondern für Julias tolle eBooks,
pfiffige Schnittmuster für kleine Jungs und Mädels.


Ja, und auch das wollte ich mal noch loswerden: Danke für den tollen Blog-Start in 2013.
Fürs Lesen. Kommentieren. Liken. Egal, ob hier, bei Facebook oder Instagram. *rüberwink*
Es ist mir allergrößtes Vergnügen!

Ich wünsche Euch allen ein tolles Jahr 2014.
Hütet sie gut, Eure Gedanken.
Sie sind wertvoll. Sie sind frei.

katja


Gut zu wissen:
Freebook von Lillesol und Pelle 
Tutorial: Reißverschluss ohne Gnubbel von Pech & Schwefel
Stoffe: alle vom Stoffmarkt
Wollfilz: www.aprilkind.de





Herr Eichhorn sammelt Nüsse...

...und wir am liebsten kleine Schätze in allerlei Täschchen!
Ich weiß ja nicht, wie das bei Euch so ist. Aber Taschen gibt's bei der Familie von Schneck nie genug.
Große Taschen, in die sogar das kleine Fräulein von Schneck passt.
Mittlere Taschen für den Einkauf zwischendurch. Schicke Taschen für den Abend.
Und unzählige kleine Täschchen. Für Krimskrams. Die kleine Digi-Cam. Das Schminkzeugs.
Die Malstifte. Viele Haargummis. Es gibt ja nichts, was nicht in eine Tasche wandern könnte.


Am beliebtesten sind bei uns die kleinen Schminktäschchen mit Reißverschluss.
Sie stehen auch als Mitbringsel oder Geschenk ganz hoch im Kurs.
Dieses Exemplar hat das kleine Fräulein mit in die Kita genommen.
Mit unserer haben wir nämlich einen absoluten Volltreffer gelandet.
Vier tolle Erzieherinnen und dann noch *trommelwirbel* eine eigene Köchin.
Dort isst das Fräulein sogar Linsen. Oder Fisch. Daheim? Niemals!

Auf jeden Fall haben wir mal heimlich auf den Geburtstagskalender gelinst,
damit nicht nur die Erzieherinnen uns immer überraschen mit ihren tollen Ideen,
sondern wir auch mal eine Kleinigkeit zurückgeben, und vor allem Danke sagen können,
für die tolle Arbeit, die dort tagtäglich geleistet wird. So marschiert seither das kleine Fräulein
an jedem Erzieherinnen-Geburtstag mit einem kleinen Geschenktütchen in der Hand
durch die Kita-Tür. Natürlich stolz wie Bolle. Und einem "Börsdei-jujuuuu" auf den Lippen.


Nichts ist schlimmer, als am Reißverschluss rumfummeln. Daher kommt an jedes Täschchen immer ein bisschen "Gebimsel". Ein oder zwei oder drei Holzperlen gefallen mir meist als Zierde am besten. Schließlich soll der Verschluss nicht dem Täschchen die Show stehlen.


Und hier seht ihr das Komplett-Set: Kosmetik-Täschchen und Geschenk-Karte.
Letztere habe ich schnell gestempelt - und dabei die Farben auf die Tasche abgestimmt.
Ich mag's einfach, wenn alles zu allem passt. Hab' ich das nicht schon mal gesagt?

Ich setz' mich jetzt noch ein bisschen an die Nähmaschine, der nächste Geburtstag kommt bestimmt.
Oder eine Einladung zu einer lieben Freundin. Zudem füttern wir gerade einen kleinen, aber feinen Online-Shop mit ein paar Produkten. Und da man ja Täschchen nie genug haben kann, werden auch dorthin ein paar wandern. Die Eröffnung dürft' ihr natürlich nicht verpassen. Schaut' einfach hin und wieder mal rein, hier halte ich Euch auf dem Laufenden.

Aber zuerst geht's jetzt noch ein bisschen raus, frische Luft schnappen, über die Felder marschieren,
und etwas Herbst-Sonne tanken. Jetzt, wo die Tage wieder kürzer sind.

Macht's Euch gemütlich an diesem herrlichen Sonntag!

Kosmetiktäschchen: 
Dottie Mushroom von Michas Stoffecke
beschichtete Baumwolle von Hilco 
Karte:
Stempel noname
Umschlag krima & isa