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Morgenrock trifft Flamingo #stoffabbau

38 Jahre muss es doch nun tatsächlich her sein, dass mein Dad einen rosa Morgenmantel gekauft hat. Ich behaupte frech, da sind die Hormone mit ihm durchgegangen. Denn meine Eltern erwarteten damals ihr zweites Kind. Ein Mädchen. Mich. Und mein Dad wollte meiner Mum etwas Gutes tun, ihr etwas Schönes kaufen für die Zeit nach der Entbindung, im Krankenhaus. Er hatte ein gutes Händchen bei der Auswahl, hat zu feiner, kuscheliger Nickyqualität gegriffen - und meine Mutter hat den Morgenrock gerne getragen. Vor 38 Jahren. Heute trägt sie keine Morgenröcke mehr. Erst recht nicht, wenn diese aus rosa Nicky sind. Aber trennen konnte sie sich bislang trotzdem nie von dem Schätzchen. Schließlich ist das ein Kleidungsstück mit Geschichte. Und jetzt wird die Geschichte weitergeschrieben - denn sie hat ihn mir mitgegeben, um daraus etwas Neues zu nähen...

Matylda in grün #stoffabbau

So ein Sew Along - sprich eine gemeinsame Näh-Aktion mit anderen Bloggern  - hat ja eine gute und eine schlechte Seite. Zuerst die schlechte: Ich nähe Dinge, die absolut unnötig sind. Zumindest im Moment. Deswegen bleiben andere Projekte liegen, und ich sehe schon die ein oder andere Nachtschicht im Nähzimmer auf mich zukommen. Die gute Seite: Man entdeckt alte Stoffschätze wieder - und im Idealfall sogar eine neue Farbe für sich. So ist es mir mit #grün gegangen. Grün war bislang die Farbe, auf die ich im Stoffladen am wenigstens zugesteuert bin. Ein Fehler! Denn Grün leuchtet so schön. Passt wunderbar zu Jeans. Und lässt sich super kombinieren. Und dank des "Frühjahrsputz im Stoffregal" hat nun selbst das kleine Fräulein ein neues, grünes Kleidungsstück im Schrank.

Grün, grün, grün ist mein neues Shirt #stoffabbau #rums*

"Was machen Sie da eigentlich immer?", hat mich letztens eine Nachbarin gefragt, als ich mal wieder an einem meiner Lieblingsplätze ein paar Fotos für den Blog geschossen haben. "Ich mache Fotos. Fürs Internet", lautete meine korrekte Antwort. Und für den Fall der Fälle hab ich mittlerweile meist auch ein Visitenkärtchen parat. Denn wozu manche Dinge lange und kompliziert erklären, wenn man sie anschauen kann? Mittlerweile wissen hier eigentlich die meisten, warum ich manchmal in meinem Nähzimmer/auf der Terrasse/in der Küche/im Kinderzimmer auf Stühle klettere (um Fotos von oben zu machen), mit Requisiten statt mit kleinem Fräulein und Sandelzeug auf den Spielplatz marschiere (It's Shooting-Time!) oder immer noch mal schnell einen Blick aufs Handy werfe (Was gibt's neues bei Instagram?), bevor ich im Schweinsgalopp zum Kindergarten aufbreche. Das Gute daran: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's gänzlich ungeniert!

Frühjahrsputz im Stoffregal #stoffabbau

Es gibt da eine Szene in einem meiner Lieblingsfilme: Julia Roberts sitzt hinterm Steuer eines Lieferwagens und jagt ihrem Jugendfreund hinterher. Der wiederum sprintet wenige Autos weiter vorne seiner großen Liebe hinterher - um sie zu heiraten. Genau das versucht Julia Roberts seit drei Tagen unbedingt zu verhindern, schließlich war sie - und nur sie - jahrelang die große Liebe ihres Jugendfreundes. Da klingelt ihr Handy, ihr guter Freund George ruft an, und will wissen, wie ihre Ränkespiele laufen. Er fragt harmlos: "Und? Wie läuft's?" Eine simple Frage, die das Fass zum Überlaufen bringt: "ES.  LÄUFT.  GAAAR NICHT GUT!" brüllt sie ihm entgegen. Und könnte sie, so würde sie wohl direkt durchs Telefon krabbeln und ihm diesen Satz direkt ins Gesicht schnauben.

Ich hab die Woche für die Aktion "Frühjahrsputz im Stoffregal" von Emma zwar nur ein simples Kameraband und einen Bügelbettüberzug genäht, aber hätte jemand im falschen Moment angerufen, und mich gefragt, wie's läuft - meine Antwort wäre ähnlich ausgefallen wie die von Julia Roberts...

My new täsch #rums

Aktuell in meiner Handtasche zu finden: Geldbeutel. Schminktäschchen. Bürste.
Hausschlüssel. Autoschlüssel. Büroschlüssel.Notizbuch. Stifte-Etui. Kalender. Handy.
Lipgloss - in drei Farben. Taschentücher. An Bürotagen kommt die Tageszeitung hinzu,
ein dickes Schreibbuch - und mein ipad. Mindestens. Meist wandert auch noch ein Apfel in die Tasche,
hin und wieder ein Schokoriegel, aber immer noch meine Wasserflasche.

Kein Wunder, dass ich keine einzige Clutch besitze. Wir zwei passen einfach nicht zusammen.
Dieses minimalistisch- kleine Täschchen, das schon mit einem Handy ausbeult.

Was ich brauche, das sind Raumwunder. Taschen, die eigentlich kleine Koffer sind.
Aber denen man das so überhaupt nicht ansieht. Gibt's nicht? Gibt's doch! Hier ist sie:

meine nigelnagelneue Citybag




Eine Handvoll Glück #diy

Könnte ich, würde ich einfach mal ne Runde Zeit spendieren. 
Egal, wo ich gerade hinhöre, überall fehlt sie.
Immerhin: Am Wochenende bekommen wir ein Stündchen geschenkt.
Und ich hab' auch schon eine Idee, was ihr mit diesem Stündchen anstellen könnt:
Näht' Euch eine Handvoll Glück!

Es funktioniert: die fröhlich gepunkteten Pilze machen wirklich glücklich.
Beim Nähen - weil sich die Stoffrestekiste endlich einmal leert,
und später beim Aufhängen und Dekorieren in der Wohnung.


Lieblingsstücke #stoffabbau

Stoffverlustangst, die (sg). 
Ein mit Beklemmung, Bedrückung einhergehenden Gefühlszustandes, 
ausgelöst durch das Anschneiden eines Lieblingsstoffes. Wird oft gepaart
mit einer ausgeprägten SSS (---> Stoffsammelsucht) diagnostiziert. Betroffen
sind in Deutschland überwiegend Frauen, Tendenz steigend. 

Ähm ja, also: Ich gehöre definitiv dazu.
Es gibt diese Stoffe, die ich erst einmal unbedingt haben muss. 
Und dann ewig nicht anschneide. Aus einem einzigen Grund: 
Weil sie dann ja weg wären. Wirklich weg. Nicht mehr nachzubestellen. 
Weil eben kaum ein Stoffdesign für die Ewigkeit gemacht ist. 

Was immer geht? Kosmetiktäschchen nähen!

Herbst auf dem Sofa #stoffabbau

Ich sitze hier zwischen Bergen. Ungelogen.
Links von mir ragt der gewaltige Mount Jersey in die Höhe. 
Rechts von mir türmen sich die Baumwollenen Fünf auf.
Hinter meinem Rücken ist Piz Sweat zu sehen, 
und sein Nachbar - der Frotteefleecer - ist nicht minder mächtig. 

Und wisst ihr was? Die Berge wachsen. 
Manchmal mir fast über den Kopf. 
Deswegen muss ich einfach dabei sein, 
beim Oktoberprojekt von "Frühstück bei Emma"
STOFFABBAU - lautet dort diesen Monat die Devise. 
Das Motto in der ersten Woche: Kissen.